Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


KWB-News Aus- und Weiterbildung


04.05.2022

Editorial

Loriot und die Berufsbildung

Liebe Leserinnen und Leser,

"Ja, wo laufen sie denn?" heißt es im bekannten Loriot-Sketch auf der Pferderennbahn. So oder so ähnlich mag sich mancher Personaler / manche Personalerin bei der Suche nach den Fachkräften von morgen vorkommen. Nachdem die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in den letzten Jahren zurückgeht, fehlt es schlichtweg an geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten. Schnell wird aus der Lehrstelle eine Leerstelle. Den Kopf in den Sand stecken ist keine Alternative! Darum schreibt die Wirtschaft ihre Ausbildungsangebote weiter aus. Sie modernisiert die Aus- und Weiterbildung z. B. im Zuge der Digitalisierung. Sie stellt gute Beispiele ins Schaufenster. Und sie bringt sich mit den Partnerorganisationen der Allianz für Aus- und Weiterbildung tatkräftig beim Sommer der Berufsbildung ein.

Zu diesen und anderen Themen berichten wir in diesem Newsletter. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Mit besten Grüßen
Ihr Dr. Markus Th. Eickhoff, Geschäftsführer

Allgemeines

Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt klaffen derzeit auseinander

Zwischen Oktober 2021 und April 2022 wurden der Arbeitsverwaltung insgesamt 465.600 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 33.000 (7,6%) mehr. In allen Bundesländern liegt das Angebot über dem von 2020/2021. Auf der anderen Seite haben sich im aktuellen Betrachtungszeitraum insgesamt 338.900 Bewerberinnen und Bewerber bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang in Höhe von 6.100 (1,8%). Hier setzt sich der seit 2017/18 kontinuierliche Rückgang fort, wenn auch in verminderter Stärke. Das Berufsberatungsjahr ist noch zu jung für eine abschließende Bewertung.

Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit

Sommer der Berufsausbildung ist gestartet

Die Gemeinschaftsaktion unter dem Dach der Allianz für Aus- und Weiterbildung wird erneut durchgeführt. Ziel ist insbesondere, auf die sehr guten Chancen der Jugendlichen auf Ausbildung aufmerksam zu machen. Auf der Bundesebene gibt es verschiedene Themenbereiche, die durch regionale Partner aufgegriffen und ergänzt werden. Sie haben erneut die Möglichkeit, den Sommer der Berufsausbildung mit eigenen Veranstaltungen zu unterstützen. Es gibt keine Vorgaben bezüglich Format oder Umfang der Veranstaltungen und Angebote. Lediglich sollte eine Verbindung zu den breit gefassten Themen rund um die Berufsausbildung bestehen.

Homepage der Allianz für Aus- und Weiterbildung

Aus- und Weiterbildung werden bedarfsbezogen digitalisiert

In mehreren Studien hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Digitalisierung in der Berufsbildung untersucht. Es kommt u. a. zum Ergebnis, dass die Arbeitsprozesse digitaler werden. Das wirkt sich unmittelbar auf die Lehr-/Lernprozesse in der Aus- und in der Weiterbildung aus. Die Pandemiesituation der letzten Jahre ist ein zusätzlicher Digitalisierungstreiber. Webinare, Lernvideos, Podcasts usw. schaffen für diverse Lerninhalte eine bessere Veranschaulichung. Sie fördern Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien und bringen zudem eine zeitliche Flexibilität.

IW-Untersuchungsergebnisse im Ausbildungsbereich
IW-Untersuchungsergebnisse im Weiterbildungsbereich

Jetzt um den Hermann-Schmidt-Preis bewerben

Mit dem Hermann-Schmidt-Preis für innovative Berufsbildung werden in diesem Jahr gezielt Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die innovative Konzepte und Modelle zur Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Der Hermann-Schmidt-Preis 2022 ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus können bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden, der mit jeweils 1.000 Euro dotiert ist. Antragsberechtigt sind Unternehmen, berufliche Schulen sowie berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Unternehmen und/oder beruflichen Schulen. Die Bewerbungsfrist endet am 22.06.2022.

Wettbewerbshomepage

Übergang Schule/Beruf

Mehr Ausbildungsinteressierte durch praxisorientierte Berufsorientierung

Eine praxisorientierte Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen ist nach Handwerkspräsident Wollseifer ein Schlüssel, mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. In der Corona-Krise sind zahlreiche Informationsveranstaltungen an den Schulen sowie Betriebspraktika ausgefallen. Das ist ein Grund für den nur schwachen Anstieg an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.

Handwerkspräsident Wollseifer im Gespräch mit dem Handelsblatt

Gut jedes zweite Ausbildungsunternehmen nimmt Kompromisse in Kauf

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat Ausbildungsunternehmen zur Herausforderung, freie Ausbildungsstellen zu besetzen, befragt. Mit 48% gibt fast die Hälfte der Unternehmen an, dass die Zahl der Bewerbungen im Ausbildungsjahr 2021/2022 im Vergleich zum letzten Ausbildungsjahr vor der Pandemie (2019/2020) zurückgegangen ist. 41% der Unternehmen sind darüber hinaus der Auffassung, dass die Qualität der Bewerbungen abgenommen hat. Beide Probleme treffen vor allem auf Unternehmen zu, die schon vor der Pandemie Besetzungsprobleme hatten. Gut die Hälfte der Unternehmen ist bereit, Kompromisse bei der Qualität der Bewerbungen, zum Beispiel im Hinblick auf die schulische Qualifikation, einzugehen. 

IAB-Homepage

Ausbildung

Der Einzelhandel bietet deutlich mehr Ausbildungsstellen an

Die Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit bestätigt das auch während der Pandemie kontinuierlich wachsende Stellenangebot an Ausbildungsplätzen im Einzelhandel. Demnach baut die Branche ihr Angebot im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut deutlich aus. Für die praxisnahe Alternative zum Studium, die sogenannten Abiturientenprogramme des Handels, werden mehr als 10.600 Stellen angeboten.

HDE-Homepage

Wirtschafts- und Handwerksjunioren, handwerk magazin sowie Inter Versicherungsgruppe suchen das Ausbildungs-Ass 2022

Unternehmen, Organisationen, Institute, Schulen und Initiativen können sich noch bis zum 30.06.2022 mit ihren innovativen Ausbildungskonzepten für die Wahl zum "Ausbildungs-Ass 2022" bewerben. Zum 26. Mal werden Organisationen mit außerordentlichen Ideen für den Fachkräftenachwuchs geehrt – das Preisgeld beträgt insgesamt 15.000 Euro. Der Wettbewerb ist in mehreren Kategorien eingeteilt.

Wettbewerbshomepage

Befragung zur Berufsausbildung im digitalen Wandel

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt tiefgreifend – und dabei auch die Arbeit von Ausbilderinnen und Ausbildern. Das Institut der deutschen Wirtschaft möchte wissen: Wie bilden Ausbilderinnen und Ausbilder im digitalen Wandel aus? Welche Veränderungen erwarten sie oder erleben sie bereits jetzt durch das Arbeiten und Lernen von zuhause aus? Wie bereiten sie sich auf zukünftige Veränderungen vor und welche Unterstützung wünschen sie sich? Die Teilnahme an der Befragung nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch.

Direkt zur Umfrage

Onlineumfrage zu digitalen Medien in der Ausbildung

Welche Rolle spielen digitale Medien in der betrieblichen Ausbildung? Und welche Erfahrungen machen Ausbilderinnen und Ausbilder beim Einsatz digitaler Medien? Diesen und weiteren Fragen geht das Forschungsprojekt der Universität Konstanz nach. Sie lädt alle Personen, die in Ausbildungsprozesse involviert sind – von der ausbildenden Fachkraft bis hin zu hauptberuflich Ausbildenden, herzlich zur Teilnahme an der Onlineumfrage ein (Dauer ca. 10 Minuten), inklusive der Möglichkeit, einen Gutschein zu gewinnen!

Direkt zur Umfrage

Weiterbildung

Meisterqualifizierung als Karrierebooster

Die Meisterqualifizierung eröffnet in vielen Handwerken den Weg in die Selbstständigkeit. Auch darüber hinaus bietet sie viele Vorteile wie Aufstiegsperspektiven, höheres Einkommen und noch besseren Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Dr. Volker Born (ZDH) im dpa-Interview

HDE, zbb und Google Zukunftswerkstatt setzen Kooperation fort

Nachdem der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Zentralstelle für Berufsbildung im Handel (zbb) zusammen mit der Google Zukunftswerkstatt bereits im vergangenen Jahr Beschäftigte von Handelsunternehmen mit zielgerichteten Online-Zertifikatskursen bei der beruflichen Weiterbildung unterstützt haben, setzen die Partner ihre Kooperation im Jahr 2022 fort. Nicht zuletzt wegen der positiven Resonanz werden die Qualifizierungsangebote für stark nachgefragte Bereiche wie IT-Support, Projektmanagement, UX-Design und Datenanalyse im Rahmen des Stipendienprogramms „Google Career Certificates” in diesem Jahr verlängert.

HDE-Homepage

KWB intern

KWB verabschiedet Maria Elisabeth Schmitz in den Ruhestand

Nach fast 40 Jahren KWB ist Maria Elisabeth Schmitz Ende April in ihren wohlverdienten Ruhestand gewechselt. Im KWB war sie nicht nur in der Neuordnungsarbeit tätig, sondern zusätzlich für weite Teile der Verwaltung zuständig. Zwischen 2008 und 2017 übernahm sie beispielsweise die Redaktion unseres Newsletters. Mit ihrer hilfsbereiten Art und dem umfassenden Erfahrungswissen hat Maria Elisabeth Schmitz immer wieder wichtige Impulse eingebracht. Vorstand und Geschäftsstelle des KWB danken ihr für ihren vorbildlichen Einsatz und wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt nur das Beste!

KWB-Homepage

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.
 
Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Nico Schönefeldt (DIHK), Vorsitzender des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Markus Th. Eickhoff (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Dr. Markus Th. Eickhoff