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KWB-News Aus- und Weiterbildung


02.11.2021

"In eigener Sache"

Dr. Markus Th. Eickhoff neuer KWB-Geschäftsführer

Anlässlich einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Dr. Markus Th. Eickhoff ab dem 1. November 2021 zum neuen KWB-Geschäftsführer bestellt. Nach dem Studium in Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspädagogik arbeitete er zunächst im Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln. In dieser Zeit wurde er promoviert. Von 2005 bis 2008 war er bereits Projektreferent im KWB. Dort war er insbesondere im Projekt IMODE zur Stärkung der Qualifizierungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen tätig. Vom KWB wechselte Herr Dr. Eickhoff in die Handwerkskammer zu Köln, wo er mehr als zehn Jahre lang die Bildungspolitik verantwortete und zuletzt die Geschäftsstelle Bonn/Rhein-Sieg leitete.

(Berufs)Bildungspolitik

ALMA: Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen
Europa startet Aktion für benachteiligte junge Menschen

Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel genommen, benachteiligte junge Menschen, die
  • Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben,
  • langzeitarbeitslos sind,
  • unzureichende schulische Leistungen oder berufliche Fähigkeiten aufweisen,
  • Migrationshintergrund haben oder
  • mit einer Behinderung leben,
stärker zu unterstützen. Mit der Initiative ALMA soll der Zielgruppe geholfen werden, einen Weg in den Arbeitsmarkt zu finden. Neben der allgemeinen oder beruflichen Bildung bzw. Beschäftigung im jeweiligen Heimatland kann dies auch durch ein Praktikum in einem anderen EU-Land erfolgen. ALMA wird im ersten Jahr mit ca. 15 Mio Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) finanziert. Das Programm befindet sich zur Zeit in der Entwicklung. Nähere Informationen folgen.

"Berufenavi"
Neue Plattform zur Berufsorientierung online

Virtuelle Berufsorientierung stellt nicht nur in Corona-Zeiten eine Herausforderung dar. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung hatte in einer gemeinsamen Erklärung vom März 2021 vereinbart, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Landingpage mit Angeboten der virtuellen Berufsorientierung erstellt. Diese ist nun als Berufenavi online gegangen. Jugendliche ohne Berufsvorstellung, diejenigen, die eine Ausbildung beginnen möchten, und junge Erwachsene mit konkretem Wunschberuf finden Angebote und weitere Hinweise zum Vorgehen in ihrer jeweiligen Situation. „Berufenavi“ stellt sich in erster Linie als Linksammlung dar, es wäre wünschenswert gewesen, eine Einordnung oder Priorisierung vorzunehmen, die es den jungen Menschen erleichtert, sich in der Vielzahl der Angebote zu orientieren und zurechtzufinden.

Von der Modernisierung von Berufen bis zu neuen Berufsbildern
BDA präsentiert Infopapier zur Ordnungsarbeit 

Wie kommen eigentlich Ausbildungsberufe und ihre Ausbildungsordnungen zustande?
Was ist berufliche Ordnungsarbeit und wie funktioniert sie? Wer steckt dahinter und wie können sich Unternehmen einbringen?
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat diese und weitere Fragen in einem kurzen Informationspapier beantwortet und bietet einen Überblick über aktuelle Verfahren in der beruflichen Ordnungsarbeit.  

DIHK-Umfrage
Corona erschwert die Integrationsarbeit in Ausbildung und Beschäftigung

Seit gut fünf Jahren hat die Wirtschaft besondere Anstrengungen unternommen, junge Geflüchtete in die Berufsausbildung zu integrieren und ihnen somit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich die Integration gut, Corona hat jedoch auch hier deutliche Spuren hinterlassen. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) weist zwei Hauptprobleme auf:
Die Azubis sind für mobiles Arbeiten oder Fernunterricht technisch oft nur mangelhaft ausgestattet und die für die Erteilung der Arbeitserlaubnisse oder Aufenthaltspapiere zuständigen Behörden waren vielfach nur schwer erreichbar.
Darüber hinaus ist es für die Ausbildungsbetriebe schwieriger geworden, passende Kandidaten zu finden und zu kontaktieren. Gemeinsam mit der Kammerorganisation konnte aber diesen Trends entgegen gewirkt werden. So ist insbesondere das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge, eine gemeinsame Initiative von DIHK und Bundeswirtschaftsministerium, eine praktische Unterstützung mit Informations- und Vernetzungsangeboten für Betriebe, die sich bei der Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung engagieren wollen.

Berufsausbildung

Hoffnungssschimmer am Ausbildungsmarkt
Aktuelle Zahlen im Herbst 2021

Corona ist nach wie vor dominierend, die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber am Ausbildungsmarkt ist weiter rückläufig, auch bei den gemeldeten Ausbildungsplätzen gibt es weniger als im Vorjahr. Die Bundesagentur für Arbeit sieht aber einen Hoffnungsschimmer und geht in ihrem Monatsbericht davon aus, dass das Interesse an der dualen Ausbildung von den aktuellen Zahlen nicht korrekt widergespiegelt wird.
Von Oktober 2020 bis September 2021 wurden insgesamt 511.300 (minus 19.000 bzw. 3,6%) Berufsausbildungsstellen gemeldet.
Dabei lagen wiederum die Berufe vorne, die auch in den vergangenen Jahren oftmals freie Ausbildungsstellen vermeldeten:
  • Kaufleute im Einzelhandel (36.200 Ausbildungsangebote)
  • Verkäuferinnen und Verkäufer (25.600)
  • Kaufleute für Büromanagement (23.200)
  • Medizinische Fachangestellte (14.500)
  • Fachkräfte für Lagerlogistik (14.400)

"Kümmern ist das neue Geld"
Mit Wertschätzung die Abbrecherquote senken

Wer 2021 in seine duale Berufsausbildung gestartet ist, hatte oftmals viel weniger konkrete Vorstellungen von seinem zukünftigen Beruf als dies in den Jahren zuvor der Fall war. Dies liegt vor allem daran, dass es kaum praktische Berufsorientierungsmaßnahmen und Praktika in den Ausbildungsbetrieben gab. Experten befürchten, dass dies oftmals zu Ausbildungsabbrüchen führen könnte. Das Handwerk hat sich dieser Thematik angenommen und ist sich sicher, dass sich Ausbildungsbetriebe heute viel intensiver um die Azubis kümmern müssen. In einem ausführlichen Beitrag werden ganz konkrete Tipps und Hinweise beschrieben, wie dies gelingen kann.
Egal, ob es darum geht, überhaupt erst mal zu zeigen, wie cool der Job ist, die ersten Tage und Wochen möglichst geschickt zu gestalten und vor allem viel Aufmerksamkeit auf die neuen jungen Kolleginnen und Kollegen zu verwenden.

Mobiles Ausbilden
DIHK legt Impulspapier vor

In den letzten 20 Monaten haben die Begriffe Homeoffice und mobiles Arbeiten unseren Alltag geprägt, obwohl oftmals die Abgrenzung nicht so ganz deutlich war. Auch Auszubildende haben in vielen Branchen gezwungenermaßen einen Teil ihrer Ausbildungszeit außerhalb des Betriebs und der Berufsschule verbracht. Vieles spricht dafür, dass ein Teil dieser räumlichen Flexibilität auch nach der Pandemie erhalten bleibt. Nach wie vor ungeklärt sind einige rechtliche und viele organisatorische Aspekte, wenn es um die Ausbildung geht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat ein Impulspapier veröffentlicht, in dem er mobiles Ausbilden von Homeoffice und Telearbeit unterscheidet, einige Begriffsdefinitionen liefert und Voraussetzungen für digitales mobiles Ausbilden formuliert.

Ausbilderspersonal vor aktuellen Herausforderungen
Wie soll es mit der AEVO weitergehen?

Die steigenden und sich verändernden Anforderungen an das betriebliche Ausbildungspersonal werden derzeit an vielen Stellen diskutiert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Studie zum Qualifizierungsbedarf für Ausbilderinnen und Ausbilder durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Dabei können drei Empfehlungen zusammenfassend genannt werden:
  • Beibehaltung der AEVO / AMVO in der aktuellen Fassung mit den gestaltungsoffenen Formulierungen
  • Angebot von Weiterbildungsmodulen und Auffrischungskursen auf freiwilliger Basis
  • Anpassung und Konkretisierung des Rahmenplans durch den BIBB-Hauptausschuss
Im Rahmen der Studie wurden knapp 4.000 Praktiker aus allen Branchen online befragt. Die Sozialpartner und der Bund werden nun auf dieser Grundlage weiter über das Thema beraten.

Aktuelle Entwicklung der Ausbildungsberufe
Strukturen ▪ Beschulung ▪ Ausbildungsplätze

Die Wirtschaft kann aktuell in 324 anerkannten Ausbildungsberufen ausbilden. Eine Vielzahl von Berufen sind miteinander „verwandt“. Sie haben z.B. fachliche Gemeinsamkeiten, die im zeitlichen Ausbildungsablauf im selben Zeitraum vermittelt werden können oder Schnittmengen, die zu unterschiedlichen Zeiten vermittelt werden, oder es gibt Berufe, deren Ausbildung auf eine andere Ausbildung angerechnet werden kann. Andere Berufe sind so breit aufgestellt, dass sie in hoher Zahl in den unterschiedlichsten Branchen ausgebildet werden können, für viele Ausbildungsberufe gibt es auch die Möglichkeit gemeinsamer Beschulung. Einen Überblick über die Vernetzung von Berufen gibt die jährlich erscheinende Zusammenstellung des KWB Aktuelle Entwicklung der Ausbildungsberufe – Strukturen, Beschulung, Ausbildungsplätze
Ergänzende Informationen über die zahlenmäßige Entwicklung zweijähriger Ausbildungsberufe gibt die ebenfalls aktuell erschienene Übersicht über Auszubildende in zweijährigen Ausbildungsberufen 2003 bis 2020.

POSITION
IHK-Magazin für Berufsbildung erscheint in der Ausgabe IV / 2021

Ausbilden auf Augenhöhe? Die Herbstausgabe von POSITION, dem IHK-Magazin für Berufsbildung, stellt diese durchaus umstrittene Frage in den Mittelpunkt und beleuchtet, was dies für die – digitale – Ausbildung heißt und wie es funktionieren kann. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Themen rund um die duale Ausbildung – von einem Rückblick auf die Arbeit der Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag, über die ehrenamtliche Tätigkeit der vielen Prüferinnen und Prüfer, bis hin zu Psychologie des Lernens und praktischen Tipps für „mehr Spaß in der Ausbildung“ oder zur eigenen Motivation.

Auszeichnungen

InnoWard 2021
Versicherungswirtschaft hat in Sachen Bildung viel drauf

Die InnoWard-Trophäen haben nicht nur in der Versicherungsbranche einen guten Ruf und zeichnen seit 17 Jahren besondere Aus- und Fortbildungsideen aus. Je drei Preise in den Kategorien Berufliche Erstausbildung und Personalentwicklung / Qualifizierung wurden im Rahmen des Bildungskongresses der Deutschen Versicherungswirtschaft (BIKO) in Berlin verliehen. Besonders überzeugend waren die "DEVK Challenge Days - Fresh. Clear. Smart.“ sowie das Projekt "GVO TV - Mal Zeit GVO". Mehr zu den Projekten und Impressionen der Preisverleihung finden Sie auf der InnoWard-Homepage des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV), das den Preis organisiert.

Azubi des Nordens 2021
AGA verleiht begehrte Preise

„Der Azubi des Nordens beweist, dass die Duale Ausbildung eine echte Alternative zum Studium darstellt und den Weg für starke Karrieren ebnet. Diese Erfolgsgeschichten zu erzählen, ist ein wichtiges Anliegen, das AGA und INW mit dem Ausbildungspreis verbinden“, betonte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse zum Auftakt. „Wir stärken die Ausbildung und wollen junge Menschen dafür begeistern, ihre berufliche Zukunft im Handel zu suchen und zu finden. Die Betriebe unserer Wirtschaftsstufe bilden auf einem sehr hohen Niveau aus. Es ist wichtig, diese Qualität glaubhaft nach außen zu tragen.“
Die Auszeichnung wird seit über 20 Jahren vergeben, neben einem Publikums- und einem Förderpreis werden die Kategorien Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung und Einzelhandel ausgezeichnet.
Hinter den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen interessante und beeindruckende Persönlichkeiten, die bei der Preisverleihung in Kurzfilmen vorgestellt wurden:

Großhandel: Carolina Cimini | VAN MERHAGEN+SEEGER GmbH, Geesthacht
Außenhandel: Emily Costa Melzer | Wünsche Services GmbH, Hamburg
Dienstleistung: Naif Hamshou | Sparkasse Vorpommern, Greifswald
Einzelhandel: Mhd Nour Alhomsi | Media Markt Hamburg-Harburg, Hamburg
Förderpreis: Anastasia Mastoras | TJX Deutschland Ltd. & Co. KG, Schenefeld
Publikumspreis: Armin Künning | Marktkauf Meppen, Meppen

Veranstaltung

Ausbildungspersonal auf dem Weg in die Zukunft
KWB-Ausbildungsleitertagung findet online statt

Auch die gewerblich-technische Ausbildungsleitertagung des KWB, die traditionell im Herbst in Kooperation mit und bei einem Unternehmen stattfindet, fällt in diesem Jahr noch unter die besonderen Corona-Bedingungen. Da kaum ein Ausbildungsbetrieb derzeit gut einhundert Gäste in seinen Räumlichkeiten aufnehmen kann und viele auch Reisebeschränkungen unterworfen sind, findet die Tagung in kompakter Form online statt. Thematisch geht es um die Qualifizierung des Ausbildungspersonals. Anhand von drei Projekten mit unterschiedlichen Ansätzen zur Qualifizierung und Begleitung wird das Thema am 10. November in der Zeit von 13.00 bis ca. 16.30 Uhr aufgegriffen.
Eine Einladung erhalten Sie kurzfristig über die Website des KWB.

SCHULEWIRTSCHAFT
Festival 2021 „Berufliche Orientierung neu denken und machen“

Corona macht kreativ und bringt neue Ideen. Das bundesweite Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT veranstaltet am 18. November 2021 nachmittags von 14.00 bis 17.00 Uhr erstmals ein digitales Festival. Alles dreht sich um die Berufsorientierung und im Unterschied zu vielen anderen Formaten kommen hier die Zielgruppen selbst zu Wort: Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende geben Impulse zu ihren Erfahrungen und Vorstellungen der Beruflichen Orientierung. Aber auch Best-practice-Beispiele, neue Initiativen im Netzwerk und gute Laune sollen nicht zu kurz kommen.
Die Zielgruppe ist breit gewählt: interessierte Jugendliche, Lehrkräfte, Eltern, Betriebe und andere Akteure der Berufsbildung.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Nico Schönefeldt, Vorsitzender des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Markus Th. Eickhoff (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein