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KWB-News Aus- und Weiterbildung


03.03.2021

(Berufs)Bildungspolitik

Digitalisierung in der Bildung
BMBF stellt neue Initiative vor

Mit der "Initiative Digitale Bildung" will der Bund die digitale Bildung in Deutschland weiter vorantreiben und ihr einen deutlichen Schub vermitteln. Hochrangig gemeinsam präsentiert wurde die Initiative Ende Februar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Ziel ist es, das Lernen, Lehren und Ausbilden in digitaler Form weiter zu entwickeln und entsprechende Kompetenzen zu stärken. Als Kernstück wird ein digitaler Bildungsraum als neue nationale Bildungsplattform entstehen, in dem bestehende Angebote vernetzt werden und der einen sicheren Zugang für alle Bildungsbeteiligten bietet.

Initiative „MINT Zukunft schaffen!“
Schulkampagnen äußerst erfolgreich

Mit den beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ zeichnet die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ Schulen aus, die in Sachen Digitalisierung besonders innovativ und erfolgreich sind. Bundesweit sind dies mehr als 2.000 Schulen, die beweisen, dass guter digitaler Unterricht möglich und machbar ist. Der Weg zur Auszeichnung ist anspruchsvoll, die Schulen müssen in verschiedenen Bereichen detailliert nachweisen, dass sie das Thema der digitalen Bildung bzw. des Schwerpunkts im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik umfassend und konzeptionell fundiert adressieren.

Girls' Day und/oder Boys' Day
Digitale Veranstaltung am 22. April 2021

Berufsorientierung ist wichtig, aber unter den Umständen der Corona-Pandemie gestaltet sie sich schwierig. Nachdem im vergangenen Jahr der Girl’s bzw. Boy’s Day ausfallen musste, geht die klischeefreie Berufsorientierung Ende April weitgehend online an den Start. Die bundesweite Veranstaltung am 22. April 2021 bietet Unternehmen die Chance, sich selbst mit einem eigenen digitalen Angebot zu präsentieren, am zentralen Event der Koordinierungsstelle teilzunehmen und nur einen Teil selber zu koordinieren oder vor Ort ein Angebot mit entsprechendem Hygienekonzept zu organisieren und darauf zentral hinzuweisen.
Praktische Informationen, Hilfestellungen und die Möglichkeit, sich einzutragen finden sich auf den Homepages der Organisationen.

Berufsausbildung

Ausbildungsmarkt im Februar 2021

Für den Februar 2021 meldet die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht erste Zahlen für das noch junge Jahr; diese sind erfahrungsgemäß kaum belastbar und erlauben bestenfalls eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung. Sowohl bei den gemeldeten Ausbildungsplätzen (- 8,6%) als auch bei den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern (-11,9 %) sind deutliche Rückgänge erkennbar. Theoretisch verbessern sich dadurch die Chancen von Ausbildungsinteressierten; rechnerisch kommen auf jeden Bewerber 1,32 Ausbildungsstellen, aber das ist ein rein theoretischer Wert. Der Rückgang bei den angebotenen Ausbildungsplätzen ist wahrscheinlich auf die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Unsicherheiten zurückzuführen, bei den Bewerberzahlen macht es sich bemerkbar, dass noch immer kaum Berufsberatung und Berufsorientierungsmaßnahmen stattfinden können.

Sorge um Ausbildungsengagement

In einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden zehn Prozent der Ausbildungsbetriebe identifiziert, die ihr Angebot an Lehrstellen reduzieren oder sogar komplett einstellen wollen. In besonders von der Pandemie betroffenen Branchen wie bspw. der Gastronomie ist der Anteil noch deutlich größer. Aber es kommt nicht nur auf die Branche, sondern auch auf die Betriebsgröße an: Klein- und Kleinstbetriebe sind bei der Ausbildung zukünftig zurückhaltender als mittlere und größere Unternehmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. IAB-Direktor und Co-Autor der Studie Bernd Fitzenberger kommentiert die Studie:
„Für Betriebe kann es zum Bumerang werden, weniger Auszubildende einzustellen. Und das in einer Situation, in der krisenbedingt auch die Bewerberzahl zurückgeht. Mittel- bis langfristig können die Rückgänge am Ausbildungsmarkt dazu führen, dass den Betrieben die Fachkräfte fehlen.“

Publikationen

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse 
Verbesserte Beschäftigungschancen und höhere Einkommen

In einer 2021 vorgelegten Studie weist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nach, dass die Wahrscheinlichkeit einer Beschäftigung von Einwanderinnen und Einwanderern, die eine Anerkennung ihres Berufsabschlusses beantragt haben, nachweislich steigt. Dies wirkt sich auch auf das Einkommen der Personengruppe aus. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln bietet umfangreiche Informationen für kleine und mittlere Unternehmen, um sie bei der Auswahl, Planung und Umsetzung individuell passender Maßnahmen zur Personalarbeit zu unterstützen, hierzu zählt auch die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, die mit einer Handlungsempfehlung unterlegt ist.

Broschüre zum neuen Arbeitgebersiegel
"Wir fördern Anerkennung“

Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse oder langjährige Erfahrungen in einem Tätigkeitsbereich in Deutschland anzuerkennen ist möglich, aber manchmal ist hierfür ein längerer und komplizierter Weg erforderlich. Dass es sich trotzdem für alle Beteiligten, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, lohnt, dafür steht das Projekt „Unternehmen Berufsanerkennung“, das jetzt einige konkrete Beispiele in einer Broschüre vorgestellt hat. Zwölf ganz unterschiedliche Unternehmen präsentieren ihre guten Erfahrungen und helfen somit, das Anerkennungsverfahren bekannter zu machen. Mit dem kostenlosen Siegel „Wir fördern Anerkennung“ wurden bislang 25 Betriebe ausgezeichnet, nachdem sie sich einem dreistufigen Online-Test gestellt hatten.

BIBB-Aufsatz beleuchtet Praxis der Ordnungsarbeit

Ordnungsarbeit ist das tägliche Geschäft des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB), aber außerhalb eines überschaubaren Kreises von „Berufemachern“ sind der Begriff und die damit verbundenen Tätigkeiten und Zusammenhänge wahrscheinlich weniger bekannt. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gibt der Beitrag „Kontinuität und Wandlungsfähigkeit dualer Berufsbilder – der Beitrag der Ordnungsarbeit“ aus der Feder erfahrener BIBB-Kollegen Einblicke in die Ordnungsarbeit und zeigt auf, wie neue Entwicklungen frühzeitig erkannt und so in Ausbildungsberufe integriert werden, damit diese langfristig erfolgreich sind und in der Fläche ausgebildet werden können.

Schlüsselkompetenzen als Schwerpunktthema

Was sollten junge Erwachsene über die Qualifikationen in ihrem jeweiligen Beruf hinaus lernen, welche berufsübergreifenden Kompetenzen sind wichtig, um – nicht nur im Beruf – erfolgreich zu sein? Die aktuelle Ausgabe der BWP thematisiert die Schlüsselkompetenzen und geht u.a. den Fragen nach, wie sie zu definieren sind, welche spezifischen Potenziale sie beinhalten, wie und an welcher Stelle sie gefördert werden können und wie sie mit den berufsspezifischen Kenntnissen und Fähigkeiten korrespondieren.

Ausschreibungen

Hermann-Schmidt-Preis
Keine Verleihung in 2021

Die Mitgliederversammlung des Vereins „Innovative Berufsbildung“ hat es sich nicht leicht gemacht und intensiv darüber diskutiert, ob und unter welchen Umständen der „Hermann-Schmidt-Preis“ in diesem Jahr wieder vergeben werden kann. Aufgrund der anhaltenden Pandemielage und den damit verbundenen anderweitigen Herausforderungen in den ausbildenden Unternehmen kamen die Mitglieder zu der Entscheidung, auch im Jahr 2021 auf eine Ausschreibung zu verzichten. Hinzu kommt, dass eine ansprechende Preisverleihung im Rahmen einer Präsenzveranstaltung derzeit nicht absehbar ist.
Im nächsten Jahr soll dann im Lichte der Erfahrungen des aktuellen Jahres erneut darüber beraten werden, unter welchen Bedingungen und mit welchem Thema der Preis erneut ausgeschrieben werden kann. 

Medien

Jubiläum: 50 Jahre Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis

Die Fachzeitschrift Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist eine feste Größe in der Publikationslandschaft zur beruflichen Bildung und war für alle Beteiligten eigentlich „immer schon da“. Tatsächlich erscheint die BWP in diesem Jahr in ihrem 50. Jahrgang und umfasst somit rund 300 Ausgaben bzw. über 3.500 Beiträge, die von fast 1.200 Autorinnen und Autoren verfasst wurden.
Mehr zum Jubiläum, zum Jubiläumsjahrgang und einem Gewinnspiel findet sich auf der Homepage des BIBB.

Drei in eins 
Triales Studium 2021

Ausbildung, Meister und Bachelor – alles auf einen Streich und alles in fünf Jahren, die Anforderungen im trialen Studium sind hoch, aber die Anstrengung lohnt sich. Viele Ausbildungsberufe im Handwerk bieten mittlerweile eine Kombination aus Erstausbildung, Fortbildung und hochschulischem Abschluss, die ideale Voraussetzungen für zukünftige Führungsaufgaben oder eine Selbstständigkeit schafft.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) porträtiert in einer Reportage drei junge Erwachsene, die sich auf diesen Weg gemacht haben.

Teilzeitausbildung
O-Töne aus der Praxis

Mit der Neufassung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) zum 01.01.2020 sind auch die Regelungen für die Teilzeitberufsausbildung verändert und erweitert worden.
Der Steuerkreis Teilzeitberufsausbildung (TZBA) hat nun ein Video vorgestellt, in dem Praktiker sich zur Teilzeitberufsausbildung äußern und Mut machen, diesen Weg zu beschreiten.

KWB-Tagungen

Ausbildungsleitertagungen 2021 im digitalen Format

Angesichts der nach wie vor ungewissen Corona-Situation haben wir uns - schweren Herzens - entschieden, in diesem Jahr noch keine KWB-Ausbildungsleitertagungen in Präsenzform durchzuführen. Die Tagung für kaufmännische Ausbildungsverantwortliche wird am 18. Mai 2021 in komprimierter Form als Online-Format durchgeführt, Anmeldungsvormerkungen sind auf der KWB-Homepage möglich. 
Im November 2021 findet die gewerblich-technische Veranstaltung ebenfalls in digitaler Form statt, weitere Infos folgen zu einem späteren Zeitpunkt.


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Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Christina Mersch (DIHK), Vorsitzende des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein