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KWB-News Aus- und Weiterbildung


03.08.2020

Berufsbildungspolitik

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze fördern"
Förderrichtlinien veröffentlicht

Zur Bewältigung der Corona-Krise haben Bundesregierung und Bundestag im Sommer 2020 mehrere Maßnahmen beschlossen. Mit der ersten Förderrichtlinie für das mit 500 Mio Euro ausgestattete Programm „Ausbildungsplätze sichern“ liegen seit Ende Juli konkrete Punkte vor. Das Programm tritt zum 1. August 2020 in Kraft. Antragstellungen sind ab sofort möglich.
Es sind vier Förderbereiche für KMU (max. 249 Mitarbeiter) vorgesehen:
  1. Ausbildungsprämie“ in Höhe von 2.000 € für jede neu begonnene Berufsausbildung bei Erhalt des Ausbildungsniveaus der vergangenen drei Jahre
  2. Ausbildungsprämie plus“ in Höhe von 3.000 € für jede zusätzliche neu beginnende Berufsausbildung bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren
  3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ zur Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung in Höhe von 75 % der gezahlten Ausbildungsvergütung
  4. Übernahmeprämie“ in Höhe von 3.000 € bei Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingter Insolvenz eines bisherigen Ausbildungsunternehmens

Rückenwind für die berufliche Bildung in Europa
EU-Ratsempfehlung zur beruflichen Aus- und Weiterbildung

Im Mittelpunkt der EU-Ratsempfehlung steht die engere Verzahnung zwischen Arbeitsmarkt, Arbeitsplatz und Ausbildung unter Einbeziehung der Wirtschaftsakteure. Durch den Ausbau der höherqualifizierenden Berufsbildung, eine verbesserte Durchlässigkeit an die Hochschule und mehr Bereitschaft zur Digitalisierung in den beruflichen Bildungseinrichtungen soll die Qualität und Attraktivität der beruflichen Bildung verbessert werden. Neben höheren Investitionen der Mitgliedsstaaten in die Berufsbildung wird angeregt, europäische „Kernberufsprofile“ zu entwickeln, die u.a. zu einer höheren europaweiten Mobilität beruflich Qualifizierter beitragen sollen.
Die auf den ersten Blick überzeugenden Vorschläge dürfen nach Ansicht des DIHK jedoch nicht den Bedarf der Unternehmen als primäre Richtschnur der Berufsbildung aus den Augen verlieren. Die Idee europäischer "Kernberufsprofile" muss sich ebenfalls am konkreten Bedarf orientieren und in enger Abstimmung mit der Wirtschaft definiert werden.

OECD veröffentlicht Beschäftigungsausblick 2020

Unter dem Titel "Beschäftigungssicherheit und die Covid-19-Krise" hat die OECD ihren umfangreichen Beschäftigungsausblick 2020 veröffentlicht. Neben den arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stellt die Berufsbildung einen weiteren Schwerpunkt dar. Die OECD lobt Deutschland für eines der besten Berufsbildungssysteme im OECD-Raum, das jungen Menschen oftmals den Sprung in hochqualifizierte Berufe erlaubt und somit maßgeblich zu einer niedrigen Jugendarbeitslosigkeit beiträgt. Gleichzeitig sieht die OECD aber Arbeitsplätze der mittleren Qualifikationsebene aufgrund vergleichsweise geringer Grundkompetenzen junger Berufsbildungsabsolventinnen und -absolventen einem hohen Automatisierungsrisiko ausgesetzt. 

Innovationswettbewerb des BMBF
Ausgewählte Projekte des InnoVet entwickeln Zukunftsmodelle

Mit dem im Jahr 2019 gestarteten Wettbewerb InnoVET sucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die besten Ideen für eine exzellente berufliche Bildung. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, die Berufsbildung mit innovativen strukturbildenden Konzepten zukunftsfest zu machen und die Gleichwertigkeit dualer und akademischer Bildung weiterzuentwickeln. Nach den ersten Phasen wurden nun die von einer Fachjury ausgewählten 17 Projekte bekanntgegeben, die in den nächsten bis zu 48 Monaten umgesetzt und gefördert werden.

Duales Studium weiterhin gerne gewählt
BIBB präsentiert Auswertung der Datenbank „AusbildungPlus“

Die Beliebtheit des dualen Studiums hat auch im Jahr 2019 zugenommen, wenn auch etwas geringer als in den Vorjahren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in seiner Datenbank „AusbildungPlus“ insgesamt 1.662 duale Studiengänge an deutschen Hochschulen verzeichnet, in denen mehr als 108.000 Studierende eingeschrieben sind. „Diese Zahlen bestätigen den Erfolg dieses Bildungsweges, in dem berufliche und hochschulische Kompetenzen kombiniert erworben werden können“, betont BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser.
Auch bei den Ausbildungsbetrieben ist der Weg populär, es gibt ca. 51.000 kooperierende Unternehmen. Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften bilden den größten Anteil, aus der Perspektive der Berufsabschlüsse dominieren Berufe aus der Elektro- und Informationstechnik, aus Büro und Verwaltung sowie aus der Installations- und Metallbautechnik.

WorldSkills Germany befragte Auszubildende
Erfreulich positive Einschätzungen

WorldSkills Germany befragte über 500 Schüler und Auszubildende nach ihrer Meinung zu verschiedenen Aspekten in der aktuellen Corona-Krise. Die Auswertung zeigt, dass die überwiegende Mehrheit sich in ihrer Ausbildung sicher und vom Ausbildungsbetrieb mindestens gut, oftmals sogar sehr gut, betreut fühlt. 
Kritischer werden die Erfahrungen mit der Berufsschule bewertet. Nur etwa die Hälfte der jungen Menschen gibt an, dass bspw. der Online-Unterricht gut funktioniert. 
Nur ein geringer Teil von ca. einem Sechstel der Befragten ist weniger zuversichtlich im Bezug auf die eigene berufliche Zukunft. 
WorldSkills Germany hat aus der Befragung konkrete Vorschläge der Auszubildenden an die Politik entwickelt. „Die Umfrage zeigt, dass junge Menschen nicht nur eine Meinung haben, sondern sich auch aktiv mit konstruktivem Feedback einbringen möchten“, resümiert Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, „Unternehmen, Bildungseinrichtungen und auch die Politik sollten diese Motivation nutzen und Ideen der Auszubildenden in ihre Entscheidungen einbeziehen. Schließlich motivieren sie damit die jungen Menschen. Denn die Nachwuchskräfte sind es, die dafür sorgen, dass Deutschland auch in Zukunft stark bleibt.“

Berufsausbildung

Hohes Ausbildungsangebot
Schwache Ausbildungsnachfrage

Um rund acht Prozent brechen sowohl die Zahlen der Ausbildungsbewerber als auch die der Ausbildungsangebote angesichts der Corona-Krise im Sommer 2020 ein.
Mit 499.035 angebotenen Ausbildungsplätzen liegt die Zahl zwar nach wie vor hoch, die magische Grenze von 500.000 wird aber unterschritten. Diesen Plätzen stehen knapp 440.000 Jugendliche gegenüber, die als Ausbildungsbewerber gemeldet waren.
Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich eine Verzögerung von sechs bis acht Wochen beim Ausbildungsmatching, erfreulicherweise setzt sich der seit Mai zu beobachtende Aufholtrend fort. Die detaillierten Zahlen und ihre vorsichtige Interpretation finden sich im Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit.  

11 neu geordnete Berufe zum 1. August 2020 am Start

Zum Beginn des Ausbildungsjahres 2020 treten insgesamt elf neu geordnete Berufe in Kraft.
Eine größere öffentliche Wahrnehmung lösen dabei neben den Bankkaufleuten die vier IT-Berufe aus, die in einem längeren Prozess nunmehr auf eine hochmoderne und aktuelle Basis gestellt wurden. IT-Interessierte können zukünftig zwischen den beiden kaufmännisch geprägten Berufen Kaufleute für Digitalisierungsmanagement und Kaufleute für IT-System-Management oder den eher technisch orientierten Fachinformatikern und IT-System-Elektronikern wählen. Im Bereich der Chemie wurden die Laborberufe (Biologie-, Chemie- und Lacklaborant) in einem schlanken Verfahren fit für digitale Herausforderungen gemacht. Eine komplette Überarbeitung erfuhr auch der Groß- und Außenhandel, dessen Berufsbild nun unter der Bezeichnung der Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement auftritt. Eine intensive Modernisierung erlebte die Hauswirtschaft, deren Sachverständige sich allerdings nicht auf eine neue Berufsbezeichnung verständigen wollten. Mit dem Mediengestalter Bild und Ton konnte ein weiterer Medienberuf neu geordnet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der KWB-Website.

Neu geordnete IT-Berufe
BIBB stellt Umsetzungshilfen zur Verfügung

Die Neuordnung der vier IT-Berufe war ein umfangreiches und komplexes Verfahren, an dem zahlreiche Sachverständige mitgewirkt haben. Um den Ausbildungsbetrieben die Umsetzung der modernisierten Verordnung weiter zu erleichtern, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nach Abschluss des Sachverständigenverfahrens mit einigen Experten im Rahmen der Reihe „Ausbildung gestalten“ Umsetzungshilfen erarbeitet, die konkrete Hilfen, Praxisbeispiele und Anwendungen formulieren. Die Umsetzungshilfen stehen auf der Homepage des BIBB zum kostenlosen Download zur Verfügung:

"Wir wissen, was wir tun"
Imagekampagne des Handwerks wird fortgeführt

Das Handwerk ist für seine kreativen, manchmal provozierenden Imagekampagnen bekannt und entwickelt diese sehr bewusst. Die in diesem Jahr durch Corona erschwerte unmittelbare Kontaktaufnahme zwischen Ausbildungsbetrieben und angehenden Handwerkern kann mit einer mehrdimensionalen Kampagne hoffentlich ein wenig kompensiert werden.
Unter dem Slogan "Wir wissen, was wir tun" bietet Ausbildung 2020 mit dem „Berufe-Checker“ eine für Jugendliche aufbereitete Orientierung zu den bestehenden Handwerksberufen, darüber hinaus gibt es eine komplette Liste der 130 Berufe im Handwerk sowie eine direkte Verlinkung mit offenen Praktikums- und Ausbildungsstellen.
Informationen und Serviceangebote für Betriebe runden das Programm ab.

DIHK-Ausbildungsumfrage 2020

Der unmittelbare Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben vor Ort ist eine der Stärken der Kammerorganisationen im deutschen Berufsbildungssystem. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befragt seit 2006 regelmäßig tausende Ausbildungsbetriebe zu ihren Erfahrungen rund um die Ausbildung.
An welchen Stellen hakt es, was tun Betriebe selbst, und wie können sie unterstützt werden, um ihnen das Ausbilden zu erleichtern?
Die aktuelle DIHK-Ausbildungsumfrage wird selbstverständlich von der Corona-Pandemie dominiert. Auch wenn im Sommer 2020 das Lehrstellenangebot unter dem Vorjahresniveau liegt, besteht nach wie vor die Hoffnung, dass sich die Gesamtlage noch etwas verbessert. 
"Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes in diesem Krisenjahr ist schwerer abzuschätzen als in den Vorjahren", betont der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks
"Viele Betriebe sind derzeit gezwungen, auf Sicht zu fahren. Sie überdenken daher auch ihre Ausbildungsentscheidungen gründlich und verschieben bei Bedarf. Dies hat sich bereits im Herbst 2019 vor allem in Teilen der Industrie abgezeichnet, sodass die Unternehmen hier bereits vor der Corona-Pandemie Anpassungen vorgenommen haben".

Weiterbildung

Novelle des Aufstiegs-BAföG stärkt berufliche Bildung als Karriereweg Verbesserte Leistungen seit 1. August

Am 1. August trat die 4. Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) mit deutlichen Leistungsverbesserungen in Kraft. In der laufenden Legislaturperiode investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusätzlich 350 Millionen Euro in das Aufstiegs-BAföG. Neben mehr Geld sind flexiblere Rückzahlungsbedingungen und Verbesserungen für Familien neu. Zudem wird die stufenweise Förderung bis auf Master-Niveau eingeführt. Die wichtigsten Neuerungen finden sich auf der Homepage des BMBF.

DIHK informiert über Chancen durch berufliche Weiterbildung

Gut 60.000 Fortbildungsprüfungen wurden in 2019 bei den Industrie- und Handelskammern abgenommen. Die jetzt erschienene IHK- und DIHK-Fortbildungsstatistik verweist auf die eindrucksvolle Zahl von fast einer Million Fachkräften, die in den vergangenen 20 Jahren allein bei den IHKs eine Prüfung in der Höheren Berufsbildung abgelegt haben. Die Auswertungen der Kammerorganisationen zeigen, dass bei Fachwirten und Meistern nicht nur ein deutlich geringeres Risiko der Arbeitslosigkeit besteht, auch die Einkommen können sich sehen lassen und müssen sich nicht hinter denen von Akademikern verstecken. Am wichtigsten ist vielleicht die berufliche Zufriedenheit der Absolventen, von denen sich 85% wieder für die gleiche Weiterbildungsprüfung entscheiden würden. Besonders gefragt sind die IHK-Abschlüsse Wirtschaftsfachwirt, Industriemeister Metall, Handelsfachwirt, Betriebswirt und Bilanzbuchhalter.
Wie sich die Höhere Berufsbildung im Vergleich zu einer akademischen Laufbahn schlägt, beleuchtet der DIHK in einem eigenen Dossier auf seiner Website.

Lohnt sich höherqualifizierende Berufsbildung?
Berufliche Positionen, Einkommen und subjektiver Nutzen von Fortbildungsabschlüssen

Auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) schaut regelmäßig auf die höherqualifizierende Berufsbildung, die in Deutschland einen guten Karrierepfad in gehobene Berufs- und Führungspositionen bietet. Die jüngste Ausgabe des BIBB-Reports beleuchtet die Frage, ob sich Fortbildung und die höherqualifizierende Berufsbildung lohnen. Dafür blicken die Redakteure auf Meister/-innen, Techniker/-innen und kaufmännische Fortbildungsabschlüsse und deren Absolventen und richten den Blick auf mehr Aspekte als nur die Einkommensdimension.
Die Analysen beruhen auf den Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung von 2018.

Publikationen

"Position" III/2020:
"KI"-Ausgabe des IHK-Berufsbildungsmagazins

Corona pusht KI – so könnte man es ganz knapp zusammenfassen.
Die dritte Ausgabe 2020 des IHK-Magazins „Position“, das sich v.a. an Ausbilder, Prüfer und Personalverantwortliche in den IHK-Mitgliedsunternehmen richtet, dreht sich rund um das Thema „Künstliche Intelligenz“. Dabei geht es um den erfolgreichen kostenlosen Online-Kurs „Elements of AI“, digitales Recruiting, den digitalen Umstieg in der Weiterbildung sowie die Struktur im Homeoffice, aber auch um Weinliebhaber und agile Methoden.  
Mirko Drotschmann , Youtuber "MrWissen2Go" mit 1,26 Millionen Abonnenten, erläutert während der Zubereitung eines Kaiserschmarrens, was Kochen und die Aneignung von Wissen miteinander zu tun haben.

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft
BDA informiert über "Wirtschaft für Europa"

Mit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland am 01. Juli 2020 sind die Themen der Europäischen Union nochmals stärker in das Bewusstsein gerückt.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat unter dem Titel „Wirtschaft für Europa“ ein umfangreiches und spannendes Dossier zu europäischen Themen und Herausforderungen zusammengestellt.

Arbeiten in Deutschland 
Zuwanderungsmöglichkeiten ausländischer Fachkräfte

Die aktuelle Corona-Lage macht es derzeit möglich, dass auch ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten wieder zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Deutschland einreisen dürfen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall eine Broschüre aktualisiert, die das Verfahren detailliert erläutert. Die online verfügbare Publikation bietet eine Übersicht über die praxisrelevanten Aufenthaltstitel zur Erwerbsmigration und stellt die wesentlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die entsprechenden Aufenthaltstitel sowie hilfreiche Erläuterungen zum Prozess der Erteilung dar. Darüber hinaus verweist die Broschüre auch auf weiterführende Informationen anderer Institutionen.

BIBB-Jahresbericht 2019

Die Aktivitäten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) sind breit angelegt und berühren zahlreiche Einzelthemen. In seinem Jahresbericht für das Jahr 2019 legt das Institut jetzt anhand repräsentativ ausgewählter Schwerpunktthemen einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse, Projekte und Dienstleistungen des BIBB für Wissenschaft, Praxis und Politik vor.

Bildung für Europa
Die Zukunft der Erwachsenenbildung

Die im Juli 2020 erschienene jüngste Ausgabe des Journals der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) nimmt Fragen der Erwachsenenbildung in den Blick. Wie sieht sie in der Zukunft aus, wie kann sie gestärkt werden, welchen Nutzen bietet das lebenslange Lernen?
Neben allgemeinen Fragen wird aber bspw. auch thematisiert, welche Rolle Künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang spielt oder spielen kann.
Traditionell berichtet Bildung für Europa natürlich auch über das Projekt Erasmus+, die aktuelle Antragsrunde sowie Möglichkeiten der Mobilitätsförderung.

Barrierefreie Arbeitsplätze im Ausland
DGUV legt internationale Studie vor

Inklusion ist für den Arbeitsmarkt und die Berufsbildung in Deutschland seit vielen Jahren ein wichtiges und ernst genommenes Thema. Aber natürlich gibt es auch an anderen Stellen gute Ansätze und Ideen. Viele davon werden in einer internationalen Studie zur Barrierefreiheit in Unternehmen präsentiert, die die Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) vorgelegt hat. Der Blick reicht von europäischen Staaten über Russland, China, Malaysia bis in die USA. Ziel der Studie war es, innovative Beispiele für barrierefreie Arbeitsplätze im Ausland zu identifizieren, um auch in Deutschland den Zugang von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern.

Ausschreibungen

NEW VET "Share your Story" 2020 Wettbewerb

Marketing für die duale Berufsbildung braucht Gesichter und Geschichten. Das Projekt NEW VET hat sich dies zur Aufgabe gemacht und lädt ein, spannende Geschichten, die dazu beitragen, junge Menschen für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu gewinnen und ihre Berufsaussichten zu verbessern, einzureichen.
Der "Share you story"-Wettbewerb will das Bewusstsein für die Berufsbildung schärfen und anhand von Erfolgsgeschichten über die unterschiedlichen Karrieremöglichkeiten dank einer Berufsausbildung informieren. Angesprochen sind Auszubildende, Lehrkräfte der Berufsbildung und innerbetriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder aus Italien, Frankreich, Deutschland, Slowenien und Griechenland. Pro Land werden drei Gewinner ausgewählt, die im November 2020 nach Berlin reisen und dort die Gewinner der anderen Länder treffen werden.
Die IHK-Projektgesellschaft vergibt zusätzlich 3 Wunschgutscheine in Höhe von je 150 EUR.
Einsendeschluss der Geschichten ist der 15. September 2020.

#CedefopPhotoAward 2020
Grüne oder digitale Kompetenzgeschichte

Das europäische Berufsbildungszentrum Cedefop in Thessaloniki bietet einen ähnlichen Wettbewerb an. Teams von bis zu vier Berufsbildungslernenden in der Europäischen Union, Norwegen und Island sind eingeladen, ihre Berufsbildungserfahrungen in Bezug auf grüne oder digitale Fähigkeiten in einer kreativen Fotostory zu teilen, begleitet von einer Erzählung von bis zu 100 Wörtern, in der die Idee hinter ihrer Arbeit erläutert wird. Auf der Cedefop-Homepage erläutert ein Video, wie dies genau aussehen kann und funktioniert.
Auch hier läuft die Bewerbungsfrist bis zum 15. September 2020.

Ausschreibung des Stifterverbandes:
100 beste Ideen für morgen

Der Stifterverband existiert seit 1920 und war ursprünglich eine „Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft“, die von führenden Wissenschaftlern und Industriellen gegründet wurde, um die Interessen der Wissenschaft gegenüber dem Staat zu bündeln.
Seither hat er sich weiter entwickelt und sucht anlässlich seines Jubiläums nach den 100 besten Ideen und Projekten für das Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem von morgen. Die mehrphasige Förderung umfasst insgesamt bis zu zwei Millionen Euro. Die drei Projekte, die das größte Veränderungspotenzial aufweisen, werden außerdem mit einem Preis ausgezeichnet. Neben öffentlichen Institutionen können sich auch private Einrichtungen mit Projekten aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation bewerben. Ideal sind Projekte, die sich noch in einer frühen Phase befinden und erste Belege für ihre Machbarkeit und Wirksamkeit haben. Darüber hinaus sollten sie ambitionierte Ziele in den Bereichen Wirkung, Übertragbarkeit und Netzwerkarbeit verfolgen.
Einsendeschluss ist der 14. September 2020.  

Veranstaltungen

„Perspektiven für die berufliche Bildung“ –
Online-BMBF-Statuskonferenz zum Programm JOBSTARTER plus

Am 6. / 7. Oktober 2020 werden auf der Online-Konferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Perspektiven für die berufliche Bildung“ Erfahrungen, Praxisbeispiele und Ergebnisse aus sechs Jahren Laufzeit des Programms JOBSTARTER plus präsentiert. Aus der Arbeit der JOBSTARTER plus-Projekte werden im Plenum und in themenspezifischen Online-Foren innovative Konzepte im Bereich der Aus- und Weiterbildung diskutiert, um Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen für Ausbildung zu gewinnen oder diese bei Fragen der Digitalisierung zu unterstützen. Akteure aus der beruflichen Bildungspraxis, -politik und Wissenschaft sind eingeladen, die Ergebnisse mit Blick auf den Transfer und ihre nachhaltige Nutzung zu bewerten und kommende Bedarfe, Herausforderungen sowie Perspektiven für die berufliche Bildung zu identifizieren. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein