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KWB-News Aus- und Weiterbildung


05.05.2020

Corona aktuell

„Berufsbildungspolitisch nach vorne schauen“
BIBB-Präsident Esser zu möglichen Auswirkungen auf die Berufsbildung

Corona hat die Welt im Griff und auch in der Berufsbildung wurde vieles von jetzt auf gleich in einer Weise unvorstellbar anders, die niemand hätte vorauszusagen gewagt. Die möglichen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft zeichnen sich ab, aber noch immer besteht viel Unsicherheit, welche mittel- und langfristigen Konsequenzen dies in vielen Bereichen haben wird.
Der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, wagt in einem Interview eine erste Einschätzung, was in den nächsten Monaten auf den Bereich der Berufsausbildung zukommen könnte.

DIHK: Berufschulen und Bildungsstätten rasch wieder öffnen
Über 200.000 IHK-Prüfungskandidaten brauchen dringend gute Vorbereitung

Die Termine der IHK-Abschlussprüfungen wurden auf Mitte Juni 2020 verschoben.
Zur Vorbereitung der Prüfungen ist es nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) höchste Zeit, nicht nur die Berufsschulen, sondern auch die anderen Bildungseinrichtungen der beruflichen Bildung wieder flächendeckend zu öffnen.
"Die Berufliche Bildung kommt in der aktuellen Diskussion über Schulschließungen zu kurz", kritisiert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Er verweist auf die bundesweit mehr als 200.000 angehenden Fachkräfte, die im Sommer 2020 allein im IHK-Bereich geprüft werden. "Diese Fachkräfte von morgen, deren Prüfungen Corona-bedingt verschoben wurden, benötigen nun dringend eine entsprechende Vorbereitung", betont Dercks. "Hierzu brauchen wir nicht nur bundesweit offene Berufsschulen, sondern auch offene Lehrwerkstätten sowie ganz dringend die Vorbereitungslehrgänge zum Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter."
Die betroffenen Bildungseinrichtungen hätten in den vergangenen Wochen "eine Herkulesarbeit geleistet und auf geschlossene Klassen- und Schulungsräume mit digitalen Angeboten reagiert", lobt er.
Der DIHK hat ein Positionspapier vorgelegt, wie schriftliche Prüfungen ab Juni 2020 wieder möglich werden.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) schließt sich diesem Appell ausdrücklich an.

DHKT: Strukturen der beruflichen Aus-, Fort- Weiterbildung absichern

Auch der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT) hat in seiner virtuell durchgeführten Frühjahrskonferenz einen besonderen Akzent auf die Strukturen der beruflichen Bildung gelegt. Aus der Sicht des Handwerks ist die Fachkräftesicherung über Ausbildung unerlässlich und zentral für eine künftig gute Wirtschaftsentwicklung.
Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): „Es muss unbedingt vermieden werden, dass Betriebe, die von der Krise massiv betroffen sind, ihre Ausbildungsleistung einschränken oder sogar ganz einstellen müssen. (…) Primäres Ziel muss es sein, die bestehenden Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren und die Nachwuchsgewinnung nicht zum Erliegen kommen zu lassen. Dafür sollten die Ausbildungsbetriebe durch Kostenentlastungen, Fördermaßnahmen oder einen Ausbildungszuschuss unterstützt werden. (…)“
Für die zukünftige Fachkräftesicherung spielt zudem die bewährte Bildungsstätten-Infrastruktur im Handwerk eine entscheidende Rolle. Wegen der Corona-Beschränkungen mussten bundesweit bislang fast 12.000 Lehrgänge und Kurse ausfallen, Prüfungen mussten verschoben werden. „Für das Handwerk wie die deutsche Wirtschaft insgesamt ist es essenziell, dass diese Bildungsstätten-Infrastruktur durch die Corona-Krise keinen Schaden nimmt“, betont ZDH-Generalsekretär Schwannecke und fordert, die Hilfsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise auf Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung zu erweitern.

Ausbildung in Krisenzeiten sichern
DIHK stellt 10-Punkte-Plan vor

Mehr als 400.000 Betriebe in Deutschland bilden aus und viele von ihnen befinden sich derzeit in einer schwierigen Lage. Vor dem Hintergrund fehlender Einnahmen und geschlossener Berufsschulen werde es "von Tag zu Tag schwieriger, Ausbildung aufrechtzuerhalten und Ausbildungsplätze für das kommende Ausbildungsjahr anzubieten" warnt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Achim Dercks. Aber Ausbildung bleibt wichtig, denn nach der Krise sind die Betriebe mehr denn je auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen und auch Schulabgänger und Azubis brauchen verlässliche Perspektiven. Damit das gelingt, haben DIHK und IHKs Vorschläge für einen 10-Punkte-Plan erarbeitet. Dabei ganz besonders wichtig: die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen zu vermeiden. Dazu kann auch die Lehrstellenbörse der Kammereinrichtung eine zentrale Hilfe sein, bspw. um im Notfall Betriebe zu finden, in denen eine Ausbildung abgeschlossen werden kann. Auch in der aktuellen Lage sind hier rund 50.000 Ausbildungsplätze gelistet. Zunehmende Bedeutung gewinnt die individuelle Beratung, die IHK setzt hierbei beispielsweise auf Speed-Datings per Skype.
Insgesamt hat der DIHK zehn Punkte aufgeführt, die derzeit hilfreich und erforderlich sind.

AzubiSharing
In Corona-Zeiten werden kreative Ideen entwickelt

In der aktuellen Situation gibt es zahlreiche kreative Ideen, wie Ausbildung auch unter schwierigen Umständen gesichert werden kann.
Die IHK-Bezirke Nordwestfalen und Südthüringen weisen auf die Möglichkeit des AzubiSharings hin. Betriebe geben ihre(n) Auszubildenden vorübergehend an einen anderen Ausbildungsbetrieb mit ähnlichem Tätigkeitsfeld ab. Auszubildende können ihre Ausbildung so ohne Unterbrechung fortsetzen. Der abgebende Betrieb wird entlastet, auch bei der Vergütung des Azubis.
Andere Betriebe, die in der Corona-Krise gerne zusätzliche Azubis einsetzen würden, wie Supermärkte oder Apotheken, bekommen zusätzliche Arbeitskräfte.
Zudem bekommt der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb neue Impulse – wenn beispielsweise ein Kaufmann im Einzelhandel, der bisher vor allem im analogen Handel ausgebildet wird, an einen E-Commerce-Händler ausgeliehen wird und anschließend mit wertvollen Erfahrungen in seinen Ausbildungsbetrieb zurückkehrt.
Im Berufsbildungsgesetz ist dies so nicht beschrieben, aber ungewöhnliche Zeiten verlangen und erlauben auch ungewöhnliche Lösungen.

ZDH-Präsident Wollseifer:
„Wir müssen alles tun, um Ausbildungsbetriebe über Wasser zu halten“

In seiner jüngsten Umfrage hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Ende April Mitgliedsbetriebe nach den konkreten Auswirkungen der Corona-Krise befragt, ein besonderer Schwerpunkt lag in der Umfrage bei der Ausbildung. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer erläutert gegenüber tagesschau.de, dass fast 45 % der Handwerksbetriebe ihr Ausbildungsengagement im Herbst 2020 unverändert beibehalten oder sogar steigern wollen, andererseits sieht sich ein Viertel der Betriebe gezwungen, die Ausbildungsaktivitäten zu hinterfragen. Der ZDH-Präsident betont die wichtigste Herausforderung, „die Ausbildungsbetriebe über Wasser zu halten“ und regt dafür beispielswiese auch eine Ausbildungsprämie an.

BIBB: AusbildungPlus
Corona-Hinweise zu Ausbildung und Studium

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat auf seiner Homepage im Bereich von AusbildungPlus Hinweise für Auszubildende und dual Studierende zusammengetragen und eine FAQ-Liste erstellt.

Blick über den Tellerrand
Lehrabschlussprüfungen in der Schweiz

Im internationalen Vergleich gibt es nicht viele Länder, die ihre Berufsausbildung ähnlich wie Deutschland organisiert haben, am ähnlichsten ist das System in der Schweiz geregelt.
Dort hat der Bundesrat angesichts der Corona-Problematik Mitte April Regelungen getroffen.
Für die praktische Prüfung wird pro berufliche Grundbildung eine schweizweit durchführbare Variante gewählt. Die schulischen Prüfungen werden mit den Erfahrungsnoten ersetzt.
Die Verordnung über die Qualifikationsverfahren 2020 in der beruflichen Grundbildung tritt sofort in Kraft und gilt bis zum 15. Oktober 2020.
In der Eidgenossenschaft beenden im Sommer 2020 rund 75.000 Jugendliche ihre berufliche Grundbildung. Die Einigung unter den öffentlichen und privaten Partnern der Berufsbildung bietet ihnen die Chance, trotz der Auswirkungen des Corona-Virus einen auf dem Arbeitsmarkt anerkannten eidgenössischen Abschluss zu erhalten, wenn sie über die entsprechenden Kompetenzen verfügen.
Die  praktische Prüfung oder eine Beurteilung der praktischen Leistungen soll durch den Lehrbetrieb vorgenommen werden.
Auf schulische Abschlussprüfungen wird dieses Jahr in der beruflichen Grundbildung verzichtet; an deren Stelle treten Erfahrungsnoten.
Ein Eindruck von der sonstigen Lehrstellensituation in der Schweiz findet sich hier.

Berufsbildungspolitik

Ausbildungszahlen April 2020

Der Ausbildungsmarkt ist im Monat April (noch) nicht unmittelbar von der Corona-Krise betroffen, aber die Bundesanstalt für Arbeit verweist in ihrem Monatsbericht darauf, dass sich die Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt verlangsamt haben.
In den vergangenen sieben Monaten meldeten sich 384.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle, dies entspricht 34.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 241.000 im April noch unversorgt. Mit 455.000 Ausbildungsstellen waren 39.000 weniger als vor einem Jahr gemeldet. Im April gab es noch 274.000 freie Ausbildungsstellen.
Die meisten offenen Ausbildungsstellen gab es für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), für Verkäuferinnen und Verkäufer (19.000) sowie für Kaufleute für Büromanagement (17.000). Eine belastbare Aussage ist angesichts der aktuellen Situation nicht möglich, der Ausbildungsmarkt ist im April noch sehr in Bewegung.

Förderung beruflicher Weiterbildung im Strukturwandel
Bundestag beschließt neue Regelungen

Der Bundestag hat Ende April das Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung verabschiedet.
Das Gesetz entspricht im Wesentlichen dem Gesetzentwurf vom 10. März 2020.
Einige kurzfristige Änderungen kamen noch über den Ausschuss für Arbeit und Soziales hinzu.
Voraussichtlich wird das Gesetz am 15. Mai 2020 abschließend im Bundesrat beraten und tritt am Tag nach Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Standardberufsbildpositionen neu formuliert
Bund, Länder, Arbeitgeber und Gewerkschaften beschließen gemeinsam Mindeststandards für alle Ausbildungsberufe

Zwischen Änderungsschneidern und Zweiradmechatronikern gibt es auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten; jeder Ausbildungsberuf ist anders, aber mit den Standardberufsbildpositionen (SBBP) gibt es doch für alle Auszubildenden eine gemeinsame Schnittmenge. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Bund, Ländern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurden diese Inhalte, die während der gesamten Ausbildungszeit im Zusammenhang mit fachspezifischen Kompetenzen vermittelt werden und auch Gegenstand der Prüfungen sind, überarbeitet und modernisiert.
In den Kategorien
  • Organisation des Ausbildungsbetriebs, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierte Arbeitswelt
sind Mindestanforderungen formuliert, die in jedem Ausbildungsberuf zu vermitteln sind. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass vor allem die Position zur digitalisierten Arbeitswelt neu aufgenommen wurde und der Umweltschutz um die Thematik der Nachhaltigkeit ergänzt wurde. Die neuen Standards gelten für alle dualen Ausbildungsordnungen, die ab dem 01.08.2021 in Kraft treten. Im nächsten Schritt formuliert die Arbeitsgruppe eine Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses, auch in Ausbildungsberufen, in denen die neuen Standards noch nicht verordnet sind, gleichwohl danach auszubilden.
Der Wortlaut der neuen SBBP wird mit der BIBB-Hauptausschusssitzung veröffentlicht.

Online aktuell

IT-Berufe neu geordnet
KWB präsentiert kommentierten Foliensatz

Die Neuordnung der vier IT-Berufe war in den vergangenen Jahren eine umfassende Aufgabe, in der das KWB federführend für die Arbeitgeber engagiert war. Das Interesse an aktualisierten Berufen ist groß und zahlreiche Institutionen haben Informationsveranstaltungen geplant, die aktuell nicht oder nur virtuell stattfinden können. Das KWB hat auf seiner Homepage eine kommentierte Präsentation zu den neuen IT-Berufen eingestellt, die in ca. 10 Minuten einen ersten Überblick vermittelt. Dabei geht es um die Struktur der Berufe, die gegenseitige Abgrenzung, neue Fachrichtungen beim Fachinformatiker und vor allem um die zukünftig gestreckte Abschlussprüfung. Kammern und Verbände können die Präsentation gerne für ihre Informationsveranstaltungen in Form von Webinaren etc. nutzen.

Projekt JUNIOR unterstützt Schülerfirmen
Jetzt auch mit neuem digitalen Konzept

Seit über 25 Jahren können Schüler mit JUNIOR ihre eigene Firma gründen und so in das echte Wirtschaftsleben hineinschnuppern. Um auch in diesem Jahr die Wettbewerbe durchzuführen, wurde das Programm kurzerhand in ein digitales Format umgebaut.
Auch andere Bildungsangebote von JUNIOR werden derzeit online-tauglich gemacht.
Das Projekt hat in den letzten Jahren einen immensen Zulauf verzeichnet, im Schuljahr 2019 /  2020 haben sich fast 11.000 Schüler angemeldet. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts in Deutschland ist das IW JUNIOR.
Die dortigen Mitarbeiter sind Ansprechpartner für Lehrer und Schüler, vermitteln Mentoren aus der Wirtschaft und organisieren die Wettbewerbe, an denen die Schülerfirmen teilnehmen können.

Kostenfreie Arbeitsplattform für die Online-Kommunikation
von Bildungsorganisationen

Die BIBB-Fachstelle „überaus“ bietet Bildungsorganisationen und ihren Fachkräften eine kostenfrei nutzbare Lern- und Arbeitsplattform. Hierüber besteht die Möglichkeit, die Arbeit mit Kolleginnen und Kollegen sowie die Förderarbeit mit Teilnehmer/-innen an Bildungsmaßnahmen zu organisieren. Digitale Werkzeuge ermöglichen die zeit- und ortsunabhängige Kommunikation und Organisation auch von mobilen Geräten aus.

Infografiken zum Download
Erweitertes Angebot von Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis

Die wissenschaftliche BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ (BWP) fördert den Austausch zwischen Bildungsforschung, Bildungspraxis und Bildungspolitik. Im neuen BWP-Portal finden sich eine umfassende Archiv-Suche und eine große Auswahl von Infografiken für zahlreiche Gelegenheiten. Die Grafiken stehen als JPG-Dateien für die Verwendung in eigenen Veröffentlichungen, Präsentationen oder Vorträgen zur Verfügung.

Roadshow "Ditigale Medien im Ausbildungsalltag"
Jetzt online als Webinar

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt seit 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Roadshow "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" durch. Dort können sich Verantwortliche aus der Berufsbildungspraxis in Workshops über bewährte Konzepte informieren, die digitale Medien in den Ausbildungsalltag integrieren.
Die Auftaktveranstaltung des Jahres 2020 hätte am 27. April in Bremen (Handelskammer Bremen) stattfinden sollen, musste wegen der Ausbreitung des Coronavirus jedoch abgesagt werden.
Stattdessen konnte der für Bremen vorgesehene Workshop KeaP digital als Webinar angeboten werden.
Nach der erfolgreichen Premiere ist geplant, das Webinar-Format der Roadshow in diesem Jahr fortzusetzen.

Weitere digitale Lernportale

In unserem letzten Newsletter hatten wir auf einige aktuelle E-Learning-Angebote hingewiesen, die derzeit zum Teil mit Sonderkonditionen auf dem Markt angeboten werden. Dabei haben wir darauf hingewiesen, dass es sich um eine subjektive, eher zufällige, Auswahl handelt, die im KWB-Netzwerk Erwähnung fand. Gerne nehmen wir Hinweise auf weitere Angebote auf:
Die Westermanngruppe bietet in ihrem Portal für die Digitale Berufliche Bildung GEORG derzeit Angebote für die Berufe Industriekaufleute, Bankkaufleute, Elektroniker/-in Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in, Mechatroniker/-in sowie ein „Lernpaket: Digitalisierung“.
Die Webinare erleben einen guten Zulauf.
Das KWB unterhält zu den erwähnten Angeboten keinerlei wirtschaftliche Verbindungen.

Wettbewerbe

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2020
Ausschreibung gestartet

Die Kompetenz, Herausforderungen aufgeschlossen und innovativ zu begegnen, ist für Unternehmen eine sehr gefragte Fähigkeit – gerade in der heutigen Zeit.
Wer über Problemlösekompetenz verfügt, kann sich schnell auf neue Situationen einstellen, denkt kreativ und handelt zielorientiert. Um erfolgreich zu sein, müssen auch Bildungseinrichtungen Problemlösekompetenz beweisen – nicht zuletzt beispielsweise in der Corona-Krise. Das diesjährige Ausschreibungsthema für den Deutschen Arbeitgeberpreis lautet daher: 

Geht nicht - gibt's nicht!
Bildungseinrichtungen
zeigen und fördern Problemlösekompetenz

Gesucht werden Bildungseinrichtungen mit einer ausgeprägten Problemlösekultur, die schildern, vor welchen Herausforderungen sie in letzter Zeit standen und wie sie diese Situation erfolgreich gemeistert haben. Dabei geht es um das Lernen aus Fehlern, die richtigen Konsequenzen und wie die Lernenden bei der Ausbildung ihrer eigenen Problemlösekompetenz von diesen Erfahrungen profitieren. Der Preis wird traditionell in den vier Kategorien "Frühkindliche Bildung", "Schulische Bildung", "Berufliche Bildung" und "Hochschulische Bildung" vergeben und ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.
Bewerbungen können bis zum 16. August 2020 eingereicht werden.
Die Auswahl der Preisträger trifft eine hochkarätig besetzte Jury, der Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung angehören.
Die Preisverleihung findet am 26. November 2020 beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin statt.

BMBF Innovationswettbewerb INVITE
Digitale Plattform berufliche Weiterbildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat einen umfangreichen Innovationswettbewerb (INVITE) zum Thema „Digitale Plattform berufliche Weiterbildung“ ausgeschrieben.
Ziel dieses Wettbewerbs ist es, digitale Angebote der berufsbezogenen Weiterbildung zu optimieren. Dies soll durch eine bessere Vernetzung sowie Weiterentwicklung von bereits bestehenden internetbasierten Plattformen, Applikationen und Diensten sowie durch die Entwicklung innovativer digitaler Lehr- und Lernangebote erfolgen. In den förderfähigen Projekten soll anwendungsbezogenes Wissen generiert werden. Dabei können bislang isolierte Ansätze zusammengeführt sowie transferfähige und breitenwirksame Innovationen innerhalb bestehender Plattformen entwickelt werden.
Der BMBF-Innovationswettbewerb INVITE ist eingebettet in die Nationale Weiterbildungsstrategie und in die Digitalstrategie des BMBF.
Er adressiert – mit unterschiedlichen Fördervoraussetzungen – drei Entwicklungsfelder und ein Metavorhaben:
  • Vernetzung von Weiterbildungsplattformen
  • Entwicklung und Erprobung plattformbezogener Innovationen zur qualitativen Verbesserung bestehender Weiterbildungsplattformen
  • Entwicklung und Erprobung von KI-unterstützten Lehr- und Lernangeboten z. B. intelligenter Assistenzsysteme unter Berücksichtigung individueller Lernstrategien
Metavorhaben: Entwicklungsorientierte Begleitforschung zu Standards eines innovativen digitalen Weiterbildungsraumes.
Die Laufzeit der Förderung beträgt für Projekte in den Entwicklungsfeldern I, II und III bis zu 36 Monate. Die Laufzeit des Metavorhabens beträgt bis zu 42 Monate.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe ist eine Projektskizze einzureichen (bis zum 15. September). Nach positiver fachlicher Begutachtung werden die Projekte zur Einreichung von förmlichen Förderanträgen aufgefordert (zweite Stufe).
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) lädt interessierte Akteure ein, sich eventuell zusammenzuschließen.
Interessenten werden gebeten, sich unter bildung@arbeitgeber.de zu melden.

Publikationen

„Wir wissen, was wir tun.“
ZDH-Jahrbuch 2020

Das Jahrbuch des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) präsentiert in attraktiver und ansprechender Form die moderne Welt des Handwerks zwischen Daseinsversorgung und Zukunftsgestaltung.
Nachhaltigkeit und Tradition, aber auch gesellschafts- sowie sozialpolitische Verantwortung werden anhand von realen Handwerksbetrieben erlebbar und konkret.
Dabei sind einige Überraschungen gewiss.

POSITION – Das IHK-Magazin der Berufsausbildung
Ausgabe II/2020 erschienen

Die jüngste Ausgabe des IHK-Magazins zur Berufsausbildung ist Mitte April erschienen und greift selbstverständlich viele aktuelle Fragen des mobilen Lernen und Arbeiten, das Corona-bedingt ein wenig überraschend auch für manche Auszubildenden kurzfristig Realität geworden ist, auf.
-  Azubis lernen im Homeoffice – was bedeutet dies für Ausbilderinnen und Ausbilder?
-  Neue Lernwelten – „virtuell learning“
-  Klimaschutz und Nachhaltigkeit vor, mit und nach Corona
Weitere Infos über die aktuelle Ausgabe und die Themen finden Sie auf der Homepage von POSITIONEN.

Berufsbildung 4.0
Steht die berufliche Bildung vor einem Umbruch?

„4.0“ ist ein viel genutztes Schlagwort und suggeriert oftmals disruptive Umbrüche, bei denen nichts beim Alten bleibt. Ob und inwieweit dies auch für die duale Berufsausbildung gilt, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einem breit angelegten Forschungsprojekt untersucht.
Ende 2017 fand in diesem Kontext eine Fachtagung an der TU Darmstadt statt, deren Forumsbeiträge jetzt von Birgit Ziegler und Ralf Tenberg in der Reihe „Berichte zur beruflichen Bildung“ vorgelegt wurden.
Der Tagungsband steht auf der Homepage des BIBB zum Download bereit.

"Training - Made in Germany"
iMOVE-Marktstudie Südafrika

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gegründete Initiative iMOVE (International Marketing of Vocational Education) zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen ist heute ein Arbeitsbereich im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Mit "Training - Made in Germany" wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Zum Leistungsspektrum gehört auch die Erstellung von Studien über Länder und Regionen. Wer sich für Südafrika, sein Bildungssystem und insbesondere die Berufsbildung interessiert, findet in einer aktuellen Studie umfangreiche Informationen.

TV-Tipp

„Passt, wackelt und hat Luft“
WDR präsentiert Ausbildung im Handwerk

Sympathisch, authentisch und offen zeigen die Auszubildenden in einer neuen vierteiligen WDR-Dokureihe ihren Alltag. Sie alle haben sich bewusst für das Handwerk und gegen ein Studium entschieden. Ob Dachdecker, Tischler, Straßenbauer oder Garten- und Landschaftsbau, die Serie vermittelt einen Blick in die duale handwerkliche Ausbildung und bietet Berufsorientierung der etwas anderen Art.
Die seit Ende April ausgestrahlten Folgen stehen auch in der WDR-Mediathek zum Abruf bereit.

Abgesagt / verschoben

Absage Hermann-Schmidt-Preis 2020

Der vom Verein Innovative Berufsbildung seit 1997 jährlich vergebene Hermann-Schmidt-Preis (HSP) erinnert an den langjährigen Präsidenten des BIBB und zeichnet innovative Projekte der Berufsbildungspraxis aus.
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat sich der Vorstand entschlossen, den Wettbewerb um den HSP in diesem Jahr auszusetzen.

EuroSkills 2020
EM der Berufe auf Januar 2021 verschoben

Für  September 2020 war die Europameisterschaft der Berufe, EuroSkills 2020, geplant; auch diese Veranstaltung wird angesichts der Corona-Pandemie verschoben und soll im Januar 2021 nachgeholt werden. Als neuer Termin wird der 6. bis 10. Januar 2021 im Messe Congress Graz angepeilt; damit finden die EuroSkills wie geplant erstmals in Österreich statt. 
„So schwer uns dieser Schritt auch fällt, so vernünftig und alternativlos ist er“, erklärt EuroSkills 2020 Aufsichtsratsvorsitzender Josef Herk. „Wir danken allen Partnern, Unterstützern und Sponsoren, dass sie diesen Schritt mittragen. Und ich bin mir sicher, dass wir mit dieser erstmaligen Berufseuropameisterschaft in Österreich einen guten, ja sensationellen Start in ein gutes Jahr 2021 hinlegen werden. Gemeinsam schaffen wir das.“
„Die Entscheidung für eine Verschiebung wird von den 30 Mitgliedsländern begrüßt und unterstützt“, berichtet Geschäftsführerin Angelika Ledineg.
„Die Solidarität der World Skills Europe Familie in dieser Situation zeigt, dass im Moment andere Dinge Priorität haben. Die Gesundheit der jungen Fachkräfte, der Teams und Besucher steht jetzt im Vordergrund (...)".

Gewerblich-technische KWB-Ausbildungsleitertagung 2020
Verschiebung auf 2021

Die Corona-bedingten Absagen treffen immer mehr auch Termine, die erst für das vierte Quartal des Jahres geplant sind. Organisations- und Planungsvorläufe machen es aber erforderlich, jetzt über diese Termine Klarheit zu schaffen.
Wir haben lange gezögert, bis wir eine Entscheidung über die für November 2020 geplante gewerblich-technische KWB-Ausbildungsleitertagung bei AUDI in Ingolstadt getroffen haben. Unter Abwägung verschiedenster Aspekte haben wir uns entschieden, die Veranstaltung in diesem Herbst NICHT wie geplant durchzuführen, sondern das jährliche Treffen um ein Jahr zu verschieben. Ein neuer Termin für den Herbst 2021 ist in Abstimmung. Da der persönliche Austausch, das gemeinsame Erleben und die Vernetzung wichtige Aspekte der Tagung bilden, kam eine „digitale Tagung“ nicht in Frage.
Dies schließt aber nicht aus, dass wir im Herbst zu einem digitalen Austausch über aktuelle Berufsbildungsfragen einladen.
Mehr dazu finden Sie zeitnah auf der KWB-Homepage.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein