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KWB-News Aus- und Weiterbildung


03.03.2020

Berufsbildungspolitik

„Zukunftsdialog Ausbildung“- Bundestag befragt junge Erwachsene, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler

Seit Sommer 2018 beschäftigt sich die vom Deutschen Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ mit zentralen Fragen und Entwicklungsperspektiven der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der künftigen Arbeitswelt.
Ein Abschlussbericht wird für Sommer 2021 erwartet. Um nicht nur über die Zielgruppe zu sprechen, sondern den jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen, Perspektiven und Erwartungen direkt einzubringen, wurde nun eine Online-Befragung in Auftrag gegeben.
In der Zeit vom 02. März bis zum 03. April 2020 besteht die Chance für Auszubildende und junge Erwachsene, die sich in der Berufswahl befinden, ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen und zu diskutieren.
Die Ergebnisse der Befragung werden am 29. Juni 2020 in einer Sitzung der Enquete-Kommission im Bundestag debattiert. Hierzu werden auch fünf ausgeloste Teilnehmer der Online-Befragung eingeladen, um sich aktiv einzubringen.

Berufliche Bildung bietet gute Integrationschancen
OECD und Handwerk stellen Forschungsergebnisse vor

Das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland leistet einen entscheidenden Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt und trägt dazu bei, den Fachkräftebedarf zu decken. Insbesondere im Handwerk sind die Potentiale groß. Deutschland hat zudem Beeindruckendes geleistet, um Hindernisse für den Zugang von Migranten zur Berufsbildung und zum Arbeitsmarkt abzubauen, und dabei große Kreativität an den Tag gelegt. Um das Interesse an der dualen Ausbildung weiter zu stärken und um Auszubildende mit Migrationshintergrund zu einem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu führen, sollte allerdings noch mehr getan werden und eine noch bessere Aufklärung erfolgen.
Das waren die wichtigsten Botschaften der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), die Mitte Februar 2020 die vom BMBF finanzierte OECD-Studie „Unlocking the Potential of Migrants in Germany“ präsentierten.
„Deutschland verfügt mit dem dualen System über ein sehr wirkungsvolles Instrument für die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten. Mehr Aufklärungsarbeit über die Vorteile der dualen Ausbildung, eine bessere Verzahnung mit Sprachkursen und eine intensivere Begleitung von Azubis und Unternehmen während der Ausbildung können helfen, das Instrument noch effektiver zu machen“, sagte Ludger Schuknecht, stellvertretender OECD-Generalsekretär, bei der Präsentation der Studie.
„Die duale Berufsausbildung leistet einen wichtigen Beitrag für eine gesellschaftliche Integration. Sie unterstützt - insbesondere in den kleinen und mittleren Familienunternehmen im Handwerk - durch die individuelle Betreuung in den Betrieben die berufliche sowie die gesellschaftliche Eingliederung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund. Für ihr Ausbildungsengagement brauchen die Betriebe Rechtssicherheit. So richtig und gut die Aufnahme der 3+2-Regelung in das Aufenthaltsgesetz war, muss es jetzt darum gehen, sie bundesweit einheitlich und ausbildungsfreundlich umzusetzen“, so Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH.

Klassische Win-win-Situation
Ausbildung von Geflüchteten wird immer attraktiver

Seit 2016 engagiert sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im bundesweiten "Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge", das er gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründet hat. In einer aktuellen Befragung der fast 2.400 Mitgliedsunternehmen zeigt sich, dass der Trend zur Ausbildung von Geflüchteten anhaltend ist. Ausbildung ist die häufigste Beschäftigungsform und im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich angestiegen.Wie die Untersuchung zeigt, finden sich unter den Geflüchteten auch immer mehr Fachkräfte. So haben 30 Prozent der Umfrageteilnehmer Fachkraft- und Führungspositionen mit Geflüchteten besetzt, das sind dreimal so viele wie vor drei Jahren. Gleichzeitig haben die Herausforderungen, die mit der Beschäftigung von Geflüchteten einhergehen, leicht abgenommen. Das betrifft etwa komplizierte Verfahren, sprachliche Hürden oder die Unsicherheit bei der Personalplanung.
DIHK-Präsident Eric Schweitzer nennt dafür zwei Gründe: "Auf der einen Seite sind die Unternehmen mittlerweile besser informiert, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften es für Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten gibt. Zum anderen ist auch im öffentlichen Diskurs angekommen, dass die Betriebe unbürokratische Regeln und Planungssicherheit brauchen. Mit den neuen Gesetzen im Migrationspaket wurden Schritte in die richtige Richtung gemacht."
Als größte Hürden in der Praxis werden die sprachlichen und fachlichen Schwierigkeiten in der Berufsschule angesehen: über ein Drittel der befragten Unternehmen schätzen die Herausforderung für Geflüchtete, dem Unterricht zu folgen und die Abschlussprüfung zu bestehen, als sehr schwierig bis unüberwindbar ein. Dem versuchen die Betriebe mit zusätzlichen Angeboten zu begegnen: Jeder zweite Umfrageteilnehmer bietet mittlerweile Sprachkurse und Nachhilfeunterricht an.

Der Demografie-Countdown läuft
DIHK stellt Fachkräftereport 2020 vor

"Fachkräfteengpässe bleiben trotz Konjunkturschwäche eine große Herausforderung für die deutschen Unternehmen", fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Achim Dercks die Ergebnisse des DIHK-Fachkräftereports 2020 zusammen. An der Untersuchung hatten sich 23.000 Unternehmen beteiligt.
Nach wie vor hat fast jedes zweite Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen – und das, obwohl wegen der gebremsten Geschäftserwartungen derzeit wieder weniger Industriebetriebe neues Personal suchten.
"Der Fachkräftemangel wirft längst nicht mehr nur für die Betriebe Fragen auf, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt", so Dercks: "Wie gelingt beispielsweise hierzulande der für die Wirtschaft so wichtige Strukturwandel rund um die Digitalisierung und die Datensicherheit, wenn in den Betrieben die IT-Kräfte fehlen? Wie sichern wir eine gute Gesundheitsversorgung bei knappen Pflegekräften? Wie gelingen Wohnungs- und Infrastrukturausbau bei Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft? Wie kann die Planungsbeschleunigung bei Infrastrukturvorhaben vorankommen, wenn in den Planungsbüros die Fachleute fehlen?"
Und die Situation werde sich mit der demographischen Entwicklung noch weiter verschärfen.
Mit einer nachhaltigen Stärkung der dualen Berufsausbildung und der Berufsschulen sowie mehr Information und Unterstützung bei der Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt sieht der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer zwei Handlungsoptionen einer Gegenstrategie und kündigt an, dass sich die IHK-Organisation aktiv einbringen wird.

Berufsausbildung

Ausbildungsmarkt im Februar 2020
Rückläufige Zahlen bei Angebot und Nachfrage

Der Ausbildungsmarkt befindet sich im Februar noch in sehr starker Bewegung, eine fundierte Aussage ist noch nicht möglich. Die monatlichen Information der Bundesagentur für Arbeit lässt jedoch bereits einige erste Tendenzen erahnen.
In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung erkennbar zurückgegangen. Mit rund 334.000 Interessenten liegt die Zahl um 6,4 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der aktuell gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze ist mit rd. 421.500 derzeit ebenfalls rückläufig (-5,1 %).
Auffällig ist ein Zuwachs (+5,2 %) bei den gemeldeten außerbetrieblichen Berufsausbildungsplätzen, der geringe absolute Wert von 129 Stellen relativiert dies jedoch ein wenig.
Nach wie vor besteht ein Überangebot von freien Stellen gegenüber Ausbildungsinteressierten, das führt dazu, dass Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Fortbildung

Aufstiegs-BAföG: Rückenwind für die Fachkräftesicherung
Bundestag beschließt weitreichende Verbesserungen

Die Berufsbildung endet nicht zwangsläufig mit der Prüfung am Ende der dualen Ausbildungszeit, für viele Absolventen geht es danach in die Aufstiegsfortbildung, die zahlreiche Perspektiven bietet. Nachdem das Berufsbildungsgesetz im vergangenen Jahr novelliert wurde, hat jetzt auch das ehemalige „Meister-BAföG“ eine Reform erfahren und bietet als „Aufstiegs-BAföG“ (AFBG) großzügige Fördermöglichkeiten. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sieht hierin die „stärkste Leistungsverbesserung“ und „umfassendste Novelle, seit es dieses Gesetz gibt“. Für die laufende Wahlperiode werden 350 Millionen Euro als Fördersumme zur Verfügung gestellt.
Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), begrüßt neben der grundsätzlichen Aufwertung der Aufstiegsfortbildung vor allem, „dass der Beitrag zum Lebensunterhalt für den Besuch von Vollzeitkursen zukünftig zu 100% als Zuschuss gezahlt wird“ und Existenzgründern das Darlehen für die Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen werden. Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Achim Dercks lobt das "seit Jahrzehnten erfolgreiche Förderinstrument", das dazu beiträgt, dass gerade mittelständische Unternehmen auf beruflich exzellent qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen können. Damit das neue Aufstiegs-BAföG eine möglichst große Wirkung auf die Fachkräftesicherung der Wirtschaft entfalten kann, fordert er zeitgemäße digitale Zugänge zu raschen Verwaltungsverfahren.
"Dafür sollte die Politik schon jetzt in den Blick nehmen, dass das verbesserte Aufstiegs-BAföG in der Umsetzung auch problemlos den Weg zu angehenden Fachkräften und potenziellen Antragstellern findet", mahnt der DIHK-Verrtreter.

Publikationen

Zugang zu beruflicher Bildung für Zuwandernde – Chancen und Barrieren

Die Zuwanderung nach Deutschland wurde in den vergangenen Jahren immer wieder engagiert diskutiert. Oftmals wird dabei übersehen, dass die Zahlen in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen sind und viele Geflüchteten zwischenzeitlich in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Insbesondere für junge Menschen mit Fluchthintergrund ist es wichtig, Zugang zu beruflicher Bildung und in der Folge zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Dies ist der beste Weg für eine erfolgreiche Integration. Britta Matthes und Eckart Severing widmen sich in der vom BIBB herausgegebenen Untersuchung „Zugang zu beruflicher Bildung für Zugewanderte – Chancen und Barrieren“ der Frage, wie dieser Zugang gestaltet werden kann. Hierbei stehen neben den Bildungsvoraussetzungen der Zuwandernden und den institutionell-rechtlichen Rahmenbedingungen vor allem Konzepte zur (berufs)sprachlichen Förderung und Gestaltung der Ausbildung bzw. Ausbildungsvorbereitung im Fokus.

Azubis mit Fluchthintergrund
Arbeitgeber-Tipps für die Prüfung

Das Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" vernetzt Betriebe, die Geflüchtete ausbilden und leistet Unterstützung bei praktischen und rechtlichen Fragestellungen.
Nachdem mit dem "Workbook zur Prüfungsvorbereitung", ein Angebot produziert wurde, das sich direkt an die Auszubildenden wendet, hat das Netzwerk nun auch eine Publikation mit Tipps für Ausbildungsbetriebe erstellt.
Der 15-seitige Flyer beleuchtet beispielsweise die besonderen Herausforderungen, vor denen Azubis mit Fluchthintergrund stehen, bietet Ratschläge für praktische Hilfestellungen oder zur Zusammenarbeit mit der Berufsschule. Nicht zuletzt erläutern die Autoren auch, was im Falle eines Nichtbestehens zu tun ist.
Alle Publikationen stehen zum kostenfreien Download bereit.

Digi-Check für Ausbildungsbetriebe
Jobstarter plus-Projekt legt praxisorientierte Broschüre vor

Im Rahmen der JOBSTARTER plus-Projekte wird „Be smart – Lernen für die Ausbildung 4.0“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Initiative richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und des dazugehörigen Handwerks in Berlin und Brandenburg sowie an Berufsschulen aus dem entsprechenden Berufsfeld. Mit der Broschüre „Betriebliche Ausbildung: Wie digital sind Sie? Eine Anleitung zum Digi-Check und Einblicke aus der Praxis“ können nun auch Betriebe außerhalb des Einzugsgebiets den digitalen Stand Ihres Betriebes einschätzen und einen Überblick über aktuelle und immer wiederkehrende Herausforderungen bei der Begleitung der Auszubildenden erhalten. Darüber hinaus werden Ansätze und Strategien zur Bewältigung präsentiert. Zielsetzung ist die Stärkung der dualen Berufsausbildung mit Blick auf neue Anforderungen in Verbindung mit der Digitalisierung. In enger Kooperation mit Betrieben werden Status quo sowie Potenziale und Chancen der Digitalisierung für die Ausbildung analysiert und Impulse und Unterstützung zur Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie geliefert. Die Qualifizierung des Ausbildungspersonals, das angehenden Fachkräfte bei der Kompetenzentwicklung und bei Lernprozessen begleitet, ist dabei eines der Hauptziele.

Hilfe und Unterstützung für (neue) Ausbildungsunternehmen

Ausbildung ist für Unternehmen interessant und wichtig und bietet zahlreiche Vorteile.
Passgenaue Qualifizierung gehört ebenso dazu wie eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und ein verbessertes Unternehmensimage als Ausbildungsbetrieb. Obwohl die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze kontinuierlich steigt, gilt es nach wie vor, Unternehmen für Ausbildung zu interessieren und zu motivieren. Für (neue) Ausbildungsbetriebe stellen sich zahlreiche Fragen und Herausforderungen, auf die die Arbeitshilfe „Betriebe für die Ausbildung gewinnen - Grundlagen und Ideen aus der Projektpraxis“ der Initiative Jobstarter konkrete Antworten und Tipps bietet. In zahlreichen Praxisbeispielen wird aufgezeigt, wie Betriebe für die Ausbildung fit werden und auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb unterstützt werden können.

Mobil in Europa mit Erasmus+
Eine Datenanalyse

Druckfrisch sind die Daten leider nicht, aber es sind die aktuellsten verfügbaren Zahlen zu den Auslandsaufenthalten von Auszubildenden und Ausbildungspersonal. Die Analyse der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung zeigt, dass die Zahl der geförderten Projekte, das zur Verfügung gestellte Geld und die Anzahl derjenigen, die Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung absolviert haben, deutlich steigt. Dabei werden die Daten und Fakten der Jahre 2016 bis 2018 detailliert ausgewertet und präsentiert.

Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis
Onlineangebot stellt sich neu auf

Aus dem bekannten Newsletter der Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“, bislang „Kurz-und-aktuell“, ist der BWP-Newsletter geworden. In modernisiertem Layout informiert die Redaktion nach dem Relaunch nun achtmal im Jahr über Aktuelles und Wissenswertes rund um die Themen der BWP. Das neue BWP-Portal bietet ein Archiv mit erweiterten Recherchemöglichkeiten, sämtliche Beiträge zum kostenlosen Download, Dossiers zu nachgefragten Themen sowie eine Auswahl der meistgelesenen Artikel. 
Mit den neuen Rubriken und Anpassungen im Layout zeigt sich die BWP leserfreundlicher und attraktiver.

Ehrungen

IHK-Bildungspreis zeichnet Inklusion, Feedbackkultur und Digitalisierung aus

Ein Robotik-Unternehmen, ein Hotel, eine Consulting AG und ein Spanntechnik-Spezialist – die Sieger des IHK-Bildungspreises 2020 sind sehr unterschiedlich, aber alle zeichnen sich durch besonderes Engagement aus. Die traditionelle Auszeichnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Otto Wolff Stiftung wird in den Kategorien unterschiedlicher Unternehmensgrößen vergeben.
In der Kategorie kleine Unternehmen konnte sich die E-Solutions GmbH aus Thüringen durchsetzen: Sie bietet Schülerinnen und Schülern am Wochenende Robotik-AGs an, in denen die jungen Menschen selbst Roboter entwickeln, bauen und programmieren – Digitalisierung zum Anfassen.
Unter den Betrieben mit 50 bis 500 Mitarbeitern ging der Bildungspreis an die Nells Park Hotel GmbH aus Trier. Das Familienunternehmen schaffte es, die Zahl seiner Azubi-Bewerbungen zu versechsfachen. Das Erfolgsrezept: Das Programm "Move-up" erlaubt jungen Menschen den Austausch von praktischen Erfahrungen und Wissen, aber auch das stete Feedback mit ihren Ausbildern.
Bei den großen Unternehmen gewann BTC, die Business Technology Consulting AG, aus Oldenburg. Sie hat ein Programm zur Inklusion körperlich oder psychisch beeinträchtigter Menschen und Menschen mit Entwicklungsstörungen aufgesetzt: Inselbegabungen und besondere Fähigkeiten werden so entdeckt und gefördert – mit ausgesprochen positiven Auswirkungen auf das Betriebsklima.
Den Sonderpreis erhalten Projekte für Experimente und neue Ansätze, die aufzeigen, dass es sich lohnt, manches auszuprobieren. Er ging in diesem Jahr an die H.-D. Schunk GmbH & Co. Spanntechnik KG für ein Austauschprogramm ihrer Auszubildenden mit einer benachbarten Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Das Ziel des Unternehmens ist es, den Inklusionsgedanken weiter zu verbreiten und so für mehr Akzeptanz und Lebensqualität zu sorgen.
Die Auswahl der Siegerunternehmen erfolgte live und vor Ort unter zwölf Finalisten, die bei der Preisverleihung im bcc Berlin ihre Aktivitäten rund um die Berufliche Bildung in informativen Bewerbungsfilmen zeigten.

Ausschreibung

Begutachtung berufsbildender Fernlehrgänge
BIBB sucht externe Fachgutachter 

Eine der Aufgaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist die Begutachtung berufsbildender Fernlehrgänge. Angesichts der aktuell initiierten „Nationalen Weiterbildungsstrategie“ der Bundesregierung (NWS) dürfte sich in diesem Kontext auch der Bereich der berufsbegleitenden Weiterbildung mit dem Format des Fernlernens neu positionieren. Berufsbegleitende Qualifizierung ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine große Flexibilität und freie Zeiteinteilung. Die Begutachtung des Angebots durch das BIBB sichert die Qualität berufsbildender Fernlehrgänge. Turnusmäßig sucht das BIBB hierfür externe Fachgutachter und Fachgutachterinnen. Bis zum 06.04.2020 läuft eine aktuelle Ausschreibung. Weitere Fragen können unter fernlernen@bibb.de gestellt werden.

Veranstaltungen

DIDACTA 2020 - Forum Berufsbildung bietet umfassendes Programm

Die DIDACTA 2020 öffnet Ende März ihre Tore in Stuttgart.
Neben einem großen Angebot an Lehr- und Lernmitteln bietet das Rahmenprogramm auch wieder zahlreiche Vorträge, Foren und Workshops. Für diejenigen, die sich für Berufsbildung interessieren, ist das Forum Berufsbildung 2020 in Halle 7 ein zentraler Anlaufpunkt.
Vom Digitalpakt 2.0 und der Medien- und IT-Kompetenz in der Ausbildung über Fragen der Berufsorientierung bis hin zu Ethik in der Digitalisierung bietet das Forum an allen Ausstellungstagen Informationen, Diskussionen und Denkanstöße.

Auf dualen Wegen zum Erfolg –
Nachwuchs sichern durch Ausbildung und Studium
KWB-Tagung für kaufmännische Ausbildungsverantwortliche im April 2020

Die diesjährige KWB-Tagung für kaufmännische Ausbildungsverantwortliche findet am 29. / 30. April in Düsseldorf statt und hat mit der FOM-Hochschule einen außergewöhnlichen Partner gefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Spannungsfeld zwischen dualen und akademischen Ausbildungsangeboten, zwischen denen sich junge Erwachsene entscheiden können. Mit dem Angebot der FOM, der Hochschule für Berufstätige, wird eine weitere Möglichkeit aufgezeigt, berufliche Karrieren zu organisieren. Das abwechslungsreiche Programm beleuchtet mit der Shell-Jugendstudie 2019 die Zielgruppe der Ausbildung und geht den Fragen nach, wie die „richtigen“ Auszubildenden gefunden und für das Unternehmen gebunden werden können, welche neuen Anforderungen gestellt werden und welche Unterstützungsangebote existieren. Ein Rückblick auf die Erfahrungen des vor fünf Jahren neu geordneten Berufs der Kaufleute für Büromanagement steht ebenso auf der Tagesordnung wie ein Blick auf das „Serviceportal Bildung“ der IHK-Organisation.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich auf der KWB-Homepage.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein