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KWB-News Aus- und Weiterbildung


07.01.2020

Willkommen in 2020

Die Weihnachtstage 2019 liegen hinter uns, die Zeit "zwischen den Jahren" war wie immer kurz und hoffentlich ein wenig ruhiger als der übliche Alltag, das Jahr ging zuende und das neue noch ganz junge Jahr wirft seine ersten Schatten voraus.

Vor wenigen Tagen ist das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten, nicht für alle Neuerungen ist schon jetzt klar, wie und in welcher Form sie sich in der Praxis auswirken werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zugesagt, die Implementierung des neuen BBiG gemeinsam mit den Sozialpartner und den Bundesländern zu gestalten und in die Praxis umzusetzen.
Wir werden an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen berichten.

Auch darüber hinaus bleibt es in der Welt der Berufsbildung spannend ...

Wir, das Team des KWB, wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr, Erfolg, Glück, Gesundheit und vor allem Zufriedenheit für die nächsten Monate. 

(Berufs)Bildungspolitik

Pisa-Ergebnisse:
Unternehmen sind besorgt, identifizieren aber auch Hoffnungsschimmer

Die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie waren für Deutschland nicht zufriedenstellen.
Die Leistungen der 15-Jährigen in Lesen (489 Punkte), Mathematik (500) und Naturwissenschaften (498) liegen zwar insgesamt über dem OECD-Durchschnitt, die erhoffte Verbesserung hat sich seit den letzten Untersuchungen allerdings nicht gezeigt, es ist sogar ein Abwärtstrend in allen Bereichen zu konstatieren. Rund jeder fünfte Jugendliche zählt zu den Leistungsschwachen, das ist fast das Niveau von vor zwanzig Jahren.
Erfreulicherweise ist aber die Gruppe der Leistungsstarken auf 11% angestiegen. Somit öffnet sich allerdings die Schere zwischen einer anwachsenden Spitzengruppe und einer ebenso anwachsenden Gruppe am unteren Ende der Leistungsskala besorgniserregend .
"Deutschland darf sich mit durchschnittlichen Ergebnissen nicht zufriedengeben", so Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Um an die Spitze zu kommen, ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern sowie dem Bund notwendig. "Für unsere Betriebe sind bundesweite und verbindliche Bildungsziele und Standards wichtig. Die bundeseinheitlichen Prüfungen der Industrie- und Handelskammern im Bereich der Beruflichen Bildung zeigen, dass dies möglich ist.“
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände erkennt aber auch einen Hoffnungsschimmer im  gestiegenen Anteil von Kindern mit ungünstigen Startchancen im obersten Leistungsbereich. Diese Erfolgsgeschichten sollten analysiert und für bildungspolitische Handlungsansätze fruchtbar gemacht werden. Ebenso bewertet sie es positiv, dass die Angstfreiheit der 15-Jährigen in Deutschland, die zu rund 70% mit ihrem Leben insgesamt zufrieden sind, gestiegen ist.
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, ergänzt: „ (…) Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualitätsstandards in den Kompetenzfeldern nicht abgesenkt, sondern auf hohem Niveau weiterentwickelt werden müssen. Eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern ist zwingend geboten, um bereits in der allgemeinbildenden Schule die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung und weitere Bildungskarriere zu legen."

KMK: Zehn Grundsätze für mehr Bildungs­gerechtigkeit

Die Kultus- und Bildungsminister der Länder verabschiedeten zum Abschluss der hessischen Präsidentschaft Empfehlungen zur Bildungssprache Deutsch und zum sprachsensiblen Unterricht an beruflichen Schulen.
„Lesen, Schreiben, Zuhören, Sprechen (…) Diese bildungssprachlichen Kompetenzen sind für alle Schülerinnen und Schüler die wesentliche Voraussetzung zum erfolgreichen Lernen und sind von herausragender Bedeutung bei der Verbesserung der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. (…)“, erklärte der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Unter seiner Präsidentschaft in der Kultusministerkonferenz 2019 wurde ein Orientierungsrahmen zur Stärkung der bildungssprachlichen Kompetenzen in deutscher Sprache als Empfehlung erarbeitet. Die Länder haben sich auf zehn Grundsätze verständigt, die die Basis für eine erfolgreiche Stärkung bildungssprachlicher Kompetenzen in der deutschen Sprache bilden.
Außerdem gibt es eine Empfehlung „Sprachsensibler Fachunterricht an beruflichen Schulen“, die sich den besonderen Herausforderungen gerade der Förderung der Fachsprache an den beruflichen Schulen widmet. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft mit oder ohne Migrationshintergrund stellt auch die beruflichen Schulen vor Herausforderungen.
„Die Förderung berufssprachlicher Kompetenzen ist grundlegend für einen erfolgreichen Übergang in die Arbeitswelt und weiterführende Bildungsgänge. Gleichzeitig bietet die berufliche Bildung durch ihren unmittelbaren Anwendungs- und Handlungsbezug vielfältige Anknüpfungspunkte für einen sprachsensiblen Unterricht“, so der KMK-Präsident.

Die Bildungsausgaben sind 2018 um 3,5% gestiegen
Statistisches Bundesamt legt Bildungsfinanzierungsbericht vor

Der Ende 2019 vorgelegte Bildungsfinanzierungsbericht beleuchtet die öffentlichen Bildungsausgaben für das Jahr 2018. Auch wenn im Vorjahr die Bildungsinvestitionen noch um 3,9% gestiegen waren, bleibt ein Zuwachs von rd. 4,6 Mrd Euro (3,5%). Die Gesamtsumme beläuft sich auf 138,8 Mrd Euro, davon floss knapp die Hälfte in die Schulen; Hochschulen und Kindertagesbetreuung teilen sich in etwa die zweite Hälfte. Die Pro-Kopf-Ausgaben haben sich seit 2010 um 400 Euro auf 1.700 € erhöht, rechnet man nur die Unter-30-Jährigen liegt die Summe bei heute 5.500 €. Somit werden 9,1% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung und Forschung investiert. Das Institut der Deutschen Wirtschaft kritisiert diesen Betrag als zu gering und fordert einen Bildungsaufbruch sowie eine Erhöhung auf 10% des BIP.
Die aktuellen Herausforderungen werden in sechs großen Handlungsfeldern beschrieben.

Lehrkräftemangel in der Berufsbildung

Ende 2019 legte die Kultusministerkonferenz eine Zusammenfassung der Modellrechnungen der Länder zum Lehrereinstellungsbedarf und zur voraussichtlichen Zahl der Absolventen des Vorbereitungsdienstes für den Zeitraum 2019 – 2030 vor.
Eine zentrale Erkenntnis: „Es fehlen schon lange Lehrkräfte in der Fachrichtung Metall-, Elektro- sowie Fahrzeugtechnik, aber auch in der Pflege und Sozialpädagogik. Die Situation ist schon lange brenzlig. Der Bedarf steigt bis 2030 noch weiter an und das Lehrerangebot bleibt auf der Strecke“, so Joachim Maiß, Vorsitzendes des Bundesverbandes für Lehrkräfte an Berufsschulen (BvLB).
„Es fehlen grundständig qualifizierte Lehrkräfte. Berufliche Schulen setzen schon oft auf Seiteneinsteiger, die „on the job“ nachqualifiziert werden. Was ursprünglich als Notlösung gedacht war, ist heute gängige Praxis“, ergänzt sein Co-Vorsitzender Eugen Straubinger.
Der BvLB formuliert konkrete Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung.

Anerkennung von der OECD
Deutsche Berufsbildung vorbildlich bei der Integration von Flüchtlingen

Die OECD hat in einem ausführlichen Länderbericht Maßnahmen von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft zur Integration von Geflüchteten ausgewertet. Dabei hat sich das System der Beruflichen Bildung als besonders geeignet erwiesen, junge Flüchtlinge in Deutschland zu integrieren. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „(…) Eine Ausbildung erleichtert jungen Geflüchteten den Weg in den qualifizierten Arbeitsmarkt erheblich. Denn sie lernen unter realen Arbeitsbedingungen genau das, was sie später im Betriebsalltag brauchen. In den Betrieben bekommen Auszubildende das nötige ‚Handwerkszeug‘ – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im Austausch mit den Kollegen vertiefen sie außerdem ihre deutschen Sprachkenntnisse und knüpfen Kontakte. So trägt die berufliche Bildung ganz konkret zu gesellschaftlicher Teilhabe bei.“
Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass viele Geflüchtete den Wert einer beruflichen Ausbildung nicht leicht erkennen. Das hängt oftmals damit zusammen, dass berufliche Bildung in vielen Herkunftsländern keinen so hohen Stellenwert hat.
Seitens der OECD stellt Ludger Schuknecht, stellvertretende Generalsekretär, fest: „Die Welt kann viel davon lernen, wie Deutschland die Integration von Migranten durch die berufliche Bildung stärkt. Wenn das deutsche Berufsbildungssystem weiterhin auf Qualität setzt, kann es jedermann den Zugang zur beruflichen Bildung ermöglichen und gleichzeitig den hohen Qualitätsstandard der Ausbildung erhalten.“

Jubiläumsmagazin deutsch-israelisches Programm

Das Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung hat 2019 sein 50-jähriges Jubiläum unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefeiert.  In einem Jubiläumsmagazin werden nicht nur die Geschichte des Programms und die vielfältigen Aktivitäten dargestellt, darüber hinaus kommen auch zahlreiche Zeitzeugen und ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort, die anschaulich berichten, was ein Auslandsaufenthalt für sie bedeutet hat.

Berufsausbildung

Weniger Schulabsolventen führen zu weniger Auszubildenden
BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2019

Seit 2016 sinken die Zahlen der Absolventen an den allgemeinbildenden Schulen, damit kommen auch immer weniger junge Menschen auf den Ausbildungsmarkt. Zum 30.09.2019 wurden nach Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) 525.100 neue Ausbildungsverträge geschlossen, das waren 6.300 weniger als im Vorjahr. Rund 13.500 junge Ausbildungsanfänger hatten einen Fluchthintergrund, die Zahl entspricht in etwa dem Vorjahreswert.  Betriebe haben nach wie vor Schwierigkeiten, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen, 53.100 (9,4%) Lehrstellen blieben unbesetzt, gleichzeitig suchten Ende September 2019 noch 73.700 Jugendliche eine Ausbildungsstelle. Immerhin wuchsen 2019 erstmals die seit zehn Jahren stetig zunehmenden Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt nicht weiter an, sondern gingen auf das Niveau des Jahres 2017 zurück. Zahlreiche Details, regionale Auswertungen und erste Interpretationsansätze finden sich im Informationsangebot des BIBB.

„Karliczek trifft“…Deutschlands Super-Azubis
Bestenehrung des DIHK in Berlin

Die jährliche Bestenehrung des DIHK ist seit vielen Jahren Tradition. Anfang Dezember 2019 trafen sich die Jahrgangsbesten der 198 IHK-Ausbildungsberufe zur großen Feier mit rund 1000 Gästen in Berlin. Da es in Einzelfällen gleich zwei „Beste“ mit gleicher Punktzahl gab, wurden insgesamt 206 junge Fachkräfte geehrt.
Ein Absolvent wurde sogar doppelt ausgezeichnet, er hatte seine zweijährige Ausbildung zum Isolierfacharbeiter im Winter abgeschlossen und absolvierte dann im Sommer die Anschlussausbildung zum Industrie-Isolierer – jeweils mit Bestnoten und in verkürzter Zeit.
Neu war ein Format, bei dem es sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nicht nehmen ließ, mit einigen der Ausgezeichneten in einen intensiveren Austausch zu kommen. Die Ministerin hatte eine Gruppe der jungen Absolventen mit ihren Ausbildungsverantwortlichen in ihr Ministerium eingeladen, um sich über Attraktivität und die Perspektiven der beruflichen Bildung auszutauschen.
Wie kann die berufliche Ausbildung noch weiter verbessert werden? Wie können auch die Eltern von guten Schülerinnen und Schülern überzeugt werden, ihren Kindern zu einer Ausbildung zu raten? Und was lässt sich gegen das Vorurteil tun, dass man ohne Studium per se schlechter verdient?
Diese und weitere Fragen wurden diskutiert. Die jungen Fachkräfte hatten einige Ideen, so etwa die Anregung, bei der Berufsorientierung den Fokus nicht auf Studiengänge oder Ausbildungsgänge zu legen, sondern die ganze Palette der Möglichkeiten zu präsentieren.
 

Handwerk ehrt besten Ausbilder 2019
„Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk“ vergeben

Wilhelm Knoll, Geschäftsführer der malerknoll GmbH & Co. KG aus Kaufering bei München, ist mit dem „Heribert-Späth-Preis“ 2019 ausgezeichnet worden.
„Es sind engagierte Betriebsinhaber wie Wilhelm Knoll, die ihre Betriebe in der Region fest verwurzeln, die sich für ihre Mitarbeiter einsetzen und die auch förderbedürftigen Jugendlichen Perspektiven bieten. Sie sorgen für den hohen Stellenwert des Handwerks in der Gesellschaft“, betonte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), in seiner Laudatio.
Überzeugt hat die Jury vor allem das hohe Engagement von Wilhelm Knoll in der Nachwuchsgewinnung und -sicherung. Knoll sei ein äußerst engagierter Inhaber eines Familienbetriebes, der gesellschaftliche Verantwortung wahrnehme und dabei einen ganzheitlichen Ansatz verfolge, heißt es zur Begründung. In dem 1988 gegründeten Betrieb sind 17 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 5 Auszubildende. Zu den Auszubildenden zählen Benachteiligte und Migranten ebenso wie Begabte. Für Schüler umliegender Schulen werden Praktika und Projekte angeboten, die dann inhaltlich direkt mit dem Unterricht der Schule abgestimmt werden. Alle Mitarbeiter haben gemeinsam einen kleinen Imagefilm erstellt, um das Maler-Gewerk in der Öffentlichkeit zu stärken.
Der mit 3.000 € dotierte „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk“ wird von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk e. V. seit 1997 jährlich an einen Betriebsinhaber oder eine Betriebsinhaberin im Handwerk verliehen. Namensgeber ist der ehemalige Präsident des ZDH (1988-96).

Weiterbildung

Weiterbildungsstipendium für junge Fachkräfte wird attraktiver
Begabte erhalten künftig deutlich mehr Geld

Seit fast dreißig Jahren werden Weiterbildungsstipendien vergeben, rund 145.000 Berufseinsteiger profitierten von diesem Programm des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dies entspricht einer Fördersumme von rd. 500 Millionen Euro investiert.
Mit dem Weiterbildungsstipendium, dessen Abwicklung über die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) erfolgt, erhalten junge Fachkräfte mit Berufsausbildung Unterstützung für fachliche Weiterbildungen und Aufstiegsfortbildungen oder aber fachübergreifende Weiterbildungen wie Software-Kurse oder Intensiv-Sprachkurse.
Zum Jahresbeginn 2020 ist die Förderung deutlich erhöht worden, die Fördersumme beträgt knapp 30 Mio Euro, damit können jährlich rund 6.000 junge Fachkräfte unterstützt werden. Die maximale Förderhöhe steigt von 7.200 Euro auf 8.100 Euro und zukünftig können Intensivsprachkurse oder berufsbezogene Weiterbildungen auch im Ausland absolviert werden.

Novelle des Aufstiegsfortbildungs­förderungsgesetzes
350 Millionen Euro zusätzlich für berufliche Aufstiegsfortbildungen geplant

Nach der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, das in seiner neuen Fassung am 01. Januar 2020 in Kraft tritt, hat der Bundestag im Dezember in erster Lesung über die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AufstiegsBAföG) beraten. Der Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sieht deutliche Leistungsverbesserungen, höhere Zuschüsse, höhere Freibeträge und modernere Strukturen vor. Es ist geplant, in der laufenden Legislaturperiode 350 Millionen Euro für berufliche Aufsteigerinnen und Aufsteiger zu investieren.

Veranstaltungen

Kongress „Bildung für die Zukunft – Schule im Wandel“
Kurzfristige Anmeldung erforderlich

Der ehemalige Wettbewerb „Starke Schule“ hat sich inzwischen zu einer gleichnamigen Initiative von aktiven Schulleitern der ausgezeichneten Schulen entwickelt und wird als eigenständiges Netzwerk unter dem Alumni-Netzwerk der Hertie Stiftung („fellows and friends“) fortgeführt.
Welche Kompetenzen soll Schule heute für morgen vermitteln?
Was bedeutet das für die Rolle der Lehrkräfte sowie für die Organisation des Lernens und der Schule?
Diese und weitere Fragen werden am 19./20. März 2020 im Haus der Deutschen Wirtschaft auf dem Bildungskongress „Bildung für die Zukunft – Schulen im Wandel“ diskutiert.
Die Anmeldefrist endet am 08. Januar 2020.

Girls'Day und Boys'Day am 26. März 2020

2001 fand der erste „Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag“ in Deutschland statt. Ergänzend wurde im Jahr 2010 für den Jungen-Zukunftstag der Name "Boys'Day" beschlossen. In diesem Jahr öffnen Unternehmen bundesweit am 26. März wieder ihre Tore, damit Schülerinnen und Schüler Berufe kennenlernen können, in denen Frauen bzw. Männer bislang noch unterrepräsentiert sind. Beim Girls' Day sollen daher insbesondere Berufe im Bereich Technik, Digitalisierung und Handwerk im Mittelpunkts stehen, beim Boys' Day vor allem Berufe im erzieherischen oder gesundheitlichen Bereich.
Unternehmen, die sich am Aktionstag beteiligen möchten, werden gebeten, sich im "Girls' Day-Radar" unter  bzw. "Boys' Day-Radar" eintragen. Nur so wird das große Engagement seitens der Verbände und Unternehmen sichtbar und statistisch erfasst. Zudem sind Schülerinnen und Schüler dann auch über ihre Schule unfallversichert, wenn die Schule die Teilnahme als Schulveranstaltung anerkennt. Im vergangenen Jahr haben sich über 10.000 Unternehmen offiziell über den Radar an den Aktionstagen beteiligt.

ETAPP – bundesweit einheitliche Standards in der Teilqualifizierung
Auftaktveranstaltung des BMBF-Förderprojekts in Berlin

Modularisierte Teilqualifizierungen ermöglichen bedarfsgerechte und gezielte Nachqualifizierung an- und ungelernter Erwachsener bis hin zum Berufsabschluss. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt ETAPP soll ein branchen- und bundeslandübergreifendes Konzept für einen modularisierten Teilqualifizierungsstandard nach akademischen, praxisrelevanten und bildungspolitischen Erkenntnissen entwickelt werden. Gleichzeitig sollen arbeitsmarktverwertbare und berufsanschlussfähige modulare Teilqualifizierungen (TQ) etabliert werden. Die Auftaktveranstaltung am 23. Januar 2020 beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Praxis und Theorie.

„Textile goes Textile – Lernen in der digitalen Berufsschule“
BIBB setzt Veranstaltungsreihe fort

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat 2019 die Veranstaltungsreihe „Digitalisierung der Arbeits- und Berufewelt - Umsetzungsbeispiele aus der Praxis“ begonnen. Ihr Ziel ist es, aus verschiedenen Berufsbereichen wegweisende und bereits umgesetzte Digitalisierungsprojekte vorzustellen und den Dialog zur Gestaltung und Umsetzung einer Berufsbildung 4.0 zwischen Akteuren, Multiplikatoren und Interessierten aus Bildung, Wissenschaft und Politik zu fördern. Nachdem sich die Auftaktveranstaltung mit der Berufsbildung im Spannungsfeld Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung im Oktober 2019 beschäftigte, werden nun einzelne Berufsbereiche in den Mittelpunkt gestellt. Die Textilbranche, die am Standort Mönchengladbach in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus der Hochschule Niederrhein in Eigeninitiative die Berufsschulausbildung für gewerblich-technische Ausbildungsberufe im Textilbereich ins Leben gerufen hat, macht am 12. Februar den Auftakt für 2020.   
Die Anmeldung ist über das BiBB möglich.

Bundeswettbewerb Fremdsprachen
TEAM Beruf blickt auf 30 Jahre zurück

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen blickt mittlerweile auf eine 40jährige Geschichte zurück und gehört damit zu den traditionellen Schülerwettbewerben in Deutschland. Mehr als 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in jedem Jahr dabei, seit 1989 auch mit einem Gruppenwettbewerb für Auszubildende, der heutigen Wettbewerbskategorie TEAM BERUF
Hier zeigen Auszubildende und Berufsschülerinnen und –schüler, dass sie fit für internationale Herausforderungen sind, sei es in Englisch oder einer anderen Wirtschaftssprache. Der Wettbewerb wird in Teams von zwei bis acht Mitgliedern ausgetragen, die gemeinsam einen Beitrag vorbereiten und präsentieren. Das Thema ist dabei frei, es muss ich nur auf die Berufswelt beziehen.
Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2020, die Beiträge werden dann bis zum 01. Juni fertiggestellt. Wenn dies für die Vorbereitung zu knapp ist, kann man den Wettbewerb auch passiv verfolgen und die eigene Teilnahme für 2021 planen. Die erfolgreichsten Teams qualifizieren sich für die Teilnahme am Azubiturnier, das vom 26. - 28. November 2020 in Baunatal (Hessen) stattfindet.

Erster Digitaltag: Freitag, 19. Juni 2020

Die Initiative „Digital für alle“ beschäftigt sich mit der Frage, wie alle Menschen in Deutschland die digitalen Entwicklungen besser verstehen und von ihnen profitieren können. Fast täglich hört und liest man von neuen Technologien, Geschäftsmodellen oder digitalen Trends, allerdings können fast ein Drittel der Bundesbürger und auch viele gerade kleinere Unternehmen dieser Entwicklung kaum noch folgen. Dabei ist aber ein Zusammenhalt in der digitalen Gesellschaft nur denkbar, wenn möglichst alle an ihr teilhaben und sie mitgestalten können. Mit dem „Digitaltag“ am 19. Juni 2020 sollen die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung beleuchtet und gemeinsam diskutiert werden: Sorgen und Ängste, Chancen und Herausforderungen. Der Tag bietet die Gelegenheit, Digitalisierung erlebbar und damit verständlich zu machen sowie Menschen rund um digitale Themen zusammenzubringen. Dies bietet auch eine Chance für Unternehmen und Ausbildungsbetriebe, daher haben sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) der Initiative angeschlossen.
Auf einer interaktiven Aktionslandkarte lassen sich schon jetzt zahlreiche Angebote finden.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein