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KWB-News Aus- und Weiterbildung


02.12.2019

Berufsbildungspolitik

Berufsbildungsmodernisierungsgesetz
Bundesrat stimmt zu, Inkrafttreten zum 01.01.2020

Die Länderkammer hat in ihrer Sitzung Ende November der vom Bundestag beschlossenen Modernisierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ebenfalls zugestimmt. Somit kann das Gesetz zum Jahresbeginn 2020 in Kraft treten.
Als kritisch sahen die Ländervertreter allerdings die Neuregelung des Freistellungsanspruchs für alle, auch volljährige, Auszubildenden, die zukünftig beispielswiese am Tag vor der schriftlichen Abschlussprüfung nicht mehr zur Arbeit in den Betrieb müssen. Auch nach einem längeren Berufsschultag entfällt diese Pflicht. Der Bundesrat befürchtet, dass dadurch vor allem kleine und mittlere Unternehmen erheblich belastet werden. Er bittet daher die Bundesregierung, die neue Regelung nach zwei Jahre zu evaluieren.
Ebenfalls an die Bundesregierung richtet sich ein Appell, die Einführung eines nationalen Bildungsregisters zu prüfen. Hierdurch ließen sich Ausbildungsverläufe innerhalb des Systems der dualen Bildung vollständig erfassen.
Diese Hinweise gehen nun weiter an die Bundesregierung, die entscheidet, ob sie das Anliegen der Länder aufgreift. Hierfür gibt es allerdings keine festen Fristen.

Europäischer Rat "Bildung, Jugend, Kultur und Sport"

Die europäischen Bildungs- und Finanzministerinnen und -minister haben auf der jüngsten Sitzung des Ministerrates für Bildung, Jugend, Kultur und Sport im November in Brüssel über Grundsätze der Bildungspolitik beraten. Die Grundlage stellte ein Diskussionspapier mit dem Titel "Eine starke wirtschaftliche Basis für Europa: Streben nach Wirksamkeit, Effizienz und Qualität in der allgemeinen und beruflichen Bildung" dar. Dies war die erste Gelegenheit für einen gemeinsamen Austausch der Ministerinnen und Minister für Finanzen sowie für Bildung über die Bedeutung des Humankapitals als Grundlage für Wohlstand in Europa. Bei den Beratungen wurde betont, dass der Europäische Rat bestrebt ist, die Investitionen in die Kompetenzen und die Ausbildung der Menschen aufzustocken. Dabei standen auch Fragen der Mobilität und der beruflichen Bildung auf der Tagesordnung. Besonderes Interesse galt unter anderem der Künstlichen Intelligenz in der allgemeinen und beruflichen Bildung. Die Beratungsergebnisse sowie sämtliche Dokumente finden sich auf der Homepage des Europäischen Rates.

Europäische Stiftung für Berufsbildung

Die Europäische Stiftung für Berufsbildung (European Training Foundation, ETF) unterstützt seit 1994 EU-Nachbarländer bei der Reform in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Beschäftigungspolitik. Die ETF arbeitet derzeit mit 22 Partnerstaaten im südlichen und östlichen Mittelmeerraum, in der Östlichen Partnerschaft und in Zentralasien zusammen. In den vergangenen 25 Jahren hat die ETF über 40 Länder bei der Modernisierung ihrer Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsysteme unterstützt. 13 dieser Länder sind nun Mitglieder der Europäischen Union und weitere sieben befinden sich in verschiedenen Stadien des EU-Beitrittsverfahrens.
Cesare Onestini, Direktor der ETF: "Die Europäische Stiftung für Berufsbildung wurde nach dem Fall der Berliner Mauer gegründet, um den neu geöffneten Ländern Mittel- und Osteuropas bei der Anpassung an offene Märkte und Demokratie zu helfen. Wir stehen nun vor den Herausforderungen Globalisierung, Digitalisierung, Migration und Umstieg auf eine grüne Wirtschaft, und es ist von entscheidender Bedeutung, in die Entwicklung des Humankapitals zu investieren und den Menschen die Fähigkeiten zu vermitteln, die notwendig sind, um die Zukunft bewältigen zu können. (…) Zu Beginn einer neuen Legislaturperiode und mit neuer Führung in Brüssel ist dies ein wichtiger Zeitpunkt, um die Rolle von Bildung, Training und Qualifikation bei der nächsten Generation von Richtlinien und Programmen für die EU-Außenbeziehungen zu berücksichtigen". 

Deutsche Fachkräfte sind Spitzenreiter bei Auslandsaufenthalten
Europass Mobilität bereits 300.000 mal vergeben

Auslandserfahrungen in der Berufsbildung machen zukünftige Fachkräfte fit für den internationalen Arbeitsmarkt und erweitern den eigenen Horizont. Mit dem „Europass Mobilität“ gibt es seit fast 15 Jahren ein Zertifikat, in dem im Ausland erworbene Kompetenzen beschrieben und europaweit vergleichbar dargestellt werden. Sprach- und IT-Kenntnisse sowie berufliche, organisatorische oder soziale Kompetenzen sind so für zukünftige Arbeitgeber in ganz Europa ersichtlich. Mitte November wurde nun der 300.000ste Europass vergeben. Damit ist Deutschland bereits seit 2005 Spitzenreiter in der Mobilität. Eine der Voraussetzungen für die erhöhte Mobilität ist das EU-Bildungsprogramm Erasmus+, über das ein Großteil der Auslandsaufenthalte realisiert wird. Mehr als zehn Millionen Menschen nahmen in über 20 Jahren europaweit an Erasmus+ bzw. dessen Vorgängerprogrammen teil. Damit zukünftig noch mehr junge Menschen gewonnen werden können, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Pläne der Europäischen Kommission, Erasmus+ in der nächsten Programmperiode deutlich auszubauen. Somit können noch mehr Lernende – besonders in der Berufsbildung – von wertvollen Auslandserfahrungen profitieren.

ICILS-Studie 2018: Keine Verbesserung digitaler Kompetenzen in der Schule

Eher enttäuschend sind die Ergebnisse der computer- und informationsbezogenen Kompetenzen der Achtklässler/innen in Deutschland zu bewerten. Im Vergleich mit der ersten Erhebung vor fünf Jahren haben sich kaum Fortschritte ergeben. Die ICILS (International Computer and Information Literacy Study) wurde in 14 Ländern durchgeführt, dabei wurden im Frühsommer des vergangenen Jahres 3.655 Schüler/innen und 2.386 Lehrpersonen der 8. Klasse befragt. Ein Drittel der Achtklässler/innen erreicht nur die unteren beiden Kompetenzstufen und verfügt damit über nur rudimentäre Kompetenzen, gut 40% können immerhin unter Anleitung Informationen ermitteln, Dokumente mit Hilfestellung bearbeiten und einfache Informationsprodukte erstellen. Knapp ein Viertel sind in der Lage, selbstständig und reflektiert digitale Medien in unterschiedlichen Bereichen zu nutzen. In den letzten Jahren hat sich auch die Ausstattung der Schulen mit IT in der Fläche nicht verbessert. 17% der befragten IT-Koordinatoren der Schulen klagen über mangelnden technischen, 23% über fehlenden pädagogischen Support.
Besserung könnte in Sicht sein: immerhin geben knapp 60% der Schulleitungen an, Prioritäten bei der Digitalisierung zu setzen. Nur gut ein Viertel der Lehrpersonen in Deutschland haben in der eigenen Lehrerausbildung erfahren, wie man digitale Medien im Unterricht verwendet, der internationale Wert liegt deutlich höher. Deutlich stärker als vor fünf Jahren ist die Nutzung digitaler Medien, die in Deutschland mit Abstand häufigste Form ist allerdings das Präsentieren von Informationen im Frontalunterricht. Nur gut jeder fünfte Achtklässler berichtet, dass wöchentlich digitale Medien in der Schule genutzt werden.

Verbreitung digitaler Lern­anwendungen in der beruflichen Bildung noch begrenzt

Trotz zahlreicher Initiativen, Programme und Projekte steckt die Digitalisierung im Bereich der Aus- und Weiterbildung noch in den Anfängen. Das Magazin „Bildungspraxis – didacta Magazin für berufliche Bildung“ hat hierzu zwei Experten befragt. Michael Härtel, Leiter des Bereichs Lehren und Lernen am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), und Katja Stamm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geben einen Überblick über den aktuellen Stand. „Die digitalen Assistenzsysteme in der Ausbildung werden immer moderner, leistungsfähiger und smarter, aber die Nutzung ist in den letzten Jahren nur leicht gestiegen“ so Michael Härtel (BIBB). Mit der Roadshow „Digitale Medien im Ausbildungsalltag“ zeigt das BMBF Beispiele und praxisrelevante Projekte zur Ausbildung 4.0.
Bildungspraxis wird von der Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH gemeinsam mit dem AVR Verlag herausgegeben und erscheint viermal im Jahr. Ein kostenloser Testbezug ist möglich.

Berufsausbildung

Ausbildungszahlen im sogenannten "5. Quartal" 2019

Das sogenannte „fünfte Quartal“, der Ausbildungsmarkt zwischen Oktober und Dezember zeigt noch einige Dynamik. Die Bundesanstalt für Arbeit teilt in ihrem Monatsbericht mit, dass im November 2019 noch 20.300 freie Ausbildungsplätze zur sofortigen Besetzung zur Verfügung standen. Dem gegenüber waren 25.900 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt und weiter auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Weitere 15.900 junge Menschen befanden sich in einer Alternative zur dualen Ausbildung, sie hielten aber ihren Wunsch nach einem sofortigen Ausbildungsbeginn aufrecht.

Vier von fünf Jugendlichen erlernen ihren Wunschberuf  
Ergebnisse der BA/BIBB-Bewerberbefragung

Die überwiegende Mehrheit (83%) der Bewerberinnen und Bewerber, die eine betriebliche Ausbildungsstelle gefunden hat, wird in ihrem Wunschberuf oder einem ihrer Wunschberufe ausgebildet. Es ist wenig erstaunlich, dass sie mit ihrer aktuellen beruflichen Situation somit deutlich zufriedener sind als diejenigen, die in anderen Berufen als ihren Wunschberufen ausgebildet werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatten von November 2018 bis Februar 2019 rund 4.400 junge Menschen befragt. Die Studie zeigt auch, dass Männer häufiger als Frauen angaben, dass ihr Ausbildungsberuf ihr Wunschberuf sei. Wer sich bereits in den Vorjahren vergeblich um eine Ausbildung bemüht hatte, befand sich seltener im Wunschberuf als Personen, die sich erstmalig bewarben. Auch konnten Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund seltener ihren Wunschberuf realisieren.
Interessanterweise berichteten auch Studienberechtigte seltener, sich im gewünschten Ausbildungsberuf zu befinden als Bewerberinnen und Bewerber mit mittleren Abschlüssen. Dies könnte daran liegen, dass sich diese Gruppe häufiger für Berufe mit einer starken Konkurrenzsituation interessiert.

Integration fördern – Hindernisse beseitigen
DIHK-Vorschläge für eine bessere Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung

Die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft erfordert gemeinsame Bemühungen seitens Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Industrie- und Handelskammern steht die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung im Mittelpunkt. Dazu stehen den Unternehmen deutschlandweit in den Kammern zahlreiche Ansprechpartner beratend zur Seite.
Nach Auffassung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages müssen die Sprachförderung für die betriebliche Praxis verbessert, die Ausbildungsduldung ausbildungsfreundlich gestaltet und der Wechsel in die Erwerbsmigration für gut integrierte Geflüchtete ermöglicht werden, damit Geflüchtete noch besser dazu beitragen können, den Fachkräftemangel hierzulande abzumildern.
Im November 2019 hat der DIHK dazu ein Positionspapier mit acht konkreten Vorschlägen unterbreitet und zur Diskussion gestellt.

Weiterbildung

Wuppertaler Kreis wehrt sich gegen Regulierung der betrieblichen Weiterbildung – Positionspapier veröffentlicht

Der Wuppertaler Kreis beobachtet mit Sorge, dass in aktuellen Diskussionen zur Bildungspolitik immer wieder Forderungen nach Reglementierungen für den Bereich der betrieblichen Weiterbildung aufgestellt werden und daraus ein politischer Handlungsbedarf für den Bund abgeleitet wird. Vor diesem Hintergrund haben seine Mitglieder ein Positionspapier verfasst, in dem die ordnungspolitischen Überlegungen zusammengefasst werden.
Der Wuppertaler Kreis e.V. ist der Verband der führenden Weiterbildungsdienstleister der deutschen Wirtschaft. Seine Mitglieder erzielen zusammen einen Jahresumsatz von deutlich mehr als einer Milliarde Euro. Mit knapp 14.000 eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 40.000 freien Dozentinnen und Dozenten führen sie jedes Jahr rund 100.000 Veranstaltungen durch. Jährlich nehmen über eine Million Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft an den Seminaren, Tagungen und Lehrgängen der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises teil.

Wettbewerbe / Auszeichnungen

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2019
Die Preisträger

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) prämiert auf dem Deutschen Arbeitgebertag herausragende Leistungen in der Bildungsarbeit. Der seit 1999 ausgelobte Preis stand in diesem Jahr unter dem Thema „Persönlichkeit gefragt! Bildung, die Werte vermittelt und für Demokratie begeistert“. Er wird traditionell in den Kategorien „Frühkindliche Bildung“, „Schulische Bildung“, „Berufliche Bildung“ und „Hochschulische Bildung“ verliehen, von denen jede mit je 10.000 Euro dotiert ist. BDA-Vizepräsident und Juryvorsitzender Dr. Gerhard F. Braun: „Es macht mich sehr stolz, dass der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung dieses Jahr sein 20. Jubiläum feiert. Die Arbeitgeber in Deutschland zeichnen mit diesem Preis seit zwei Jahrzehnten Best-Practice-Beispiele aus, die unser Bildungssystem besser machen und Vorbildfunktion für andere Institutionen haben können. 2019 haben wir ganz bewusst den Schwerpunkt auf Persönlichkeitsbildung, Wertevermittlung und Demokratieerziehung gelegt. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Europa und weltweit unterstreichen wir damit einmal mehr die politische Aktualität unseres Preises.“

In der Kategorie „Berufliche Bildung“ wurde die Karl-Volkmar-Stoy-Schule in Jena ausgezeichnet. Die Thüringer Schule überzeugte mit vielfältigen kreativen Aktivitäten und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ein direktes Zusammentreffen mit Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dies trägt nach Auffassung der Jury zur innovativen Demokratieerziehung bei.
Weitere Infos und eine Übersicht aller Preisträger finden Sie auf der Homepage des Deutsches Arbeitgeberpreises.

„Mach was! Der Handwerkswettbewerb für Schulteams“
250.000 Euro Fördergelder stehen zur Verfügung

Die Aufgabe klingt einfach und kann auf unterschiedlichste Weise angegangen werden:
Gemeinsam das Schulgelände attraktiver machen. Dabei ist alles mit einem handwerklichen Hintergrund willkommen. Das von der Adolf Würth GmbH & Co. KG initiierte und finanzierte Projekt richtet sich an Handwerksprojekte in den Klassenstufen 7 bis 10 und verbindet Berufsorientierung mit einem praktischen Nutzen für die eigene Schule. Die einzelnen Projekte können mit je 1.000 Euro gefördert werden, darüber hinaus gibt es einen Leitfaden zur Durchführung, ein Starterpaket und es winken attraktive Preise. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Schirmherrschaft, der „Aktion Modernes Handwerk (AMH)“.

Publikationen

"Inklusive Führung -
So gelingt die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Unternehmen"

Menschen mit Behinderung finden sich in zahlreichen Unternehmen, die Forderung nach Inklusion ist schon lange auf der Tagesordnung, aber nach wie vor berechtigt. Wie der konkrete Umgang von Führungskräften mit Menschen mit Behinderung gelingen kann, ist Schwerpunkt einer Publikation des Unternehmens-Netzwerk INKLUSION. Die Autoren zeigen, wie Führungskräfte dieses besondere Potential optimal nutzen und wie Unternehmen von ihrer Beschäftigung profitieren können. Darüber hinaus bietet das Buch einen Überblick über die wichtigsten Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen und Fördermöglichkeiten sowie eine umfassende Literaturliste zu den Arten der Behinderung, zur Arbeitsplatzgestaltung und Barrierefreiheit. Konkrete Beispiele, praktische Tipps und Erfahrungen aus Betrieben machen die Publikation für Führungskräfte, aber auch für Kolleginnen und Kollegen, nützlich und hilfreich. Ein kostenloser Download ist auf der Homepage des Unternehmens-Netzwerk INKLUSION möglich.

Veranstaltungen

"Herausforderung: Schülerbetriebspraktikum erfolgreich gestalten", Fachtagung am 16.01.2020 von SCHULEWIRTSCHAFT und BA in Berlin

Schülerbetriebspraktika sind fester Bestandteil der beruflichen Orientierung. Wie aber muss das Praktikum gestaltet werden, damit es erfolgreich wird? Dieser zentralen Frage und zahlreichen weiteren Aspekten rund um das Schülerpraktikum widmet sich eine gemeinsame Fachtagung von Bundesagentur für Arbeit (BA) und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland (SW) am 16. Januar 2020, 11.00 bis 16.00 Uhr, in Berlin. Hintergrund sind die ebenfalls gemeinsam 2018 publizierten „Checklisten Schülerbetriebspraktikum“. Das Programm bietet neben einer Podiumsrunde sechs Foren mit konkreten Herausforderungen, praktischen Tipps und Empfehlungen.
Eine Anmeldung ist bis zum 8. Januar 2020 möglich.

Evonik-Ausbildung war Gastgeber der KWB-Ausbildungsleiter-Tagung 2019 Digitale Kompetenz und sonst noch was?

Mit dieser und weiteren Fragen zur Zukunft der Ausbildung beschäftigten sich rund 130 gewerblich-technische Ausbildungsleiter/-innen, die der Einladung der Evonik Ausbildung und dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) nach Marl gefolgt sind. Darunter Experten aus Industrie und Handwerk, unterschiedlichster Schulformen, Verbänden, Vereinen und Bildungsakademien sowie der Kammerorganisationen aus ganz Deutschland. „Wir stehen vor der Herausforderung, den Wandel in unserer sich immer schneller verändernden Gesellschaft mit zunehmend neu definierten Werten der Jugendlichen aktiv mit zu gestalten und Perspektiven zu schaffen“, so Peter Dettelmann, Leiter Geschäftsbereich Site Management der Evonik Technology & Infrastructure GmbH, der die Gäste im Chemiepark Marl begrüßte. Die Basis für den Austausch legte der Evolutionspsychologe und Verhaltensforscher Dr. Martin Morgenstern.
In seinem Vortrag über die „Zeit für artgerechte Haltung von Robotern und Gorillas“ spricht er über individuelle Motivationsstrukturen, Energieaggregatzustände, Bewegung & Ernährung von uns „Säugetieren“, die evolutionsbiologisch noch in der Steinzeit stecken. Er hilft uns, den „Affen in uns“ zu verstehen und seine Bedürfnisse zu befriedigen, um effizientes Arbeiten und Leben vereinbar zu gestalten". In verschiedenen Foren entstanden lebhafte Diskussionen beispielsweise über Gamification & Influencer-Marketing, Neuordnung der IT-Berufe und frühzeitige Berufsorientierung in kleinen Gruppen. Einen Einblick zu einem ganzheitlichen Ausbildungsansatz in der naturwissenschaftlich-technischen Ausbildung in Marl wurde am Thema Kunststofftechnik ermöglicht. Die Vorstellung von AR/VR-Anwendungen, der Blick in die Mediathek Ausbildung, abgerundet durch den Blick in die praktische Umsetzung im Kunststofftechnikum verdeutlichten die Vorteile des Einsatzes digitaler Technik (auch) im praktischem Ausbildungsumfeld. 
„Die diesjährige Tagung unterstrich wieder einmal, dass bei aller Digitalisierung auch der persönliche Austausch große Chancen bietet und ein kreativer Rahmen ist, um die Herausforderungen in der beruflichen Bildung besser bewältigen zu können.“ fasste Dieter Omert, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der gewerblich-technischen Ausbildungsleiter den intensiven Austausch während der KWB-Ausbildungsleitertagung 2019 zusammen.
„Ein direkter Auftrag das bewährte Format auch im Jahr 2020 fortzusetzen.“
Mit dem Fazit wurde die Ankündigung und auch die Einladung der Audi AG nach Ingolstadt verbunden, die im kommenden Jahr Gastgeber der KWB-Ausbildungsleitertagung sein wird.
Materialen zur diesjährigen Tagung finden sich auf der Homepage des KWB.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein