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KWB-News Aus- und Weiterbildung


04.11.2019

Berufsbildungspolitik

Berufsbildungsmodernisierungsgesetz
Bundestag beschließt mit Mehrheit der großen Koalition

In den letzten Wochen hat die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes weitere wichtige parlamentarische Etappen im Deutschen Bundestag absolviert.
Der zuständige Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung hat Mitte Oktober eine öffentliche Anhörung durchgeführt, an der für die Arbeitgeber Dr. Volker Born (ZDH), Dr. Achim Dercks (DIHK), Dr. Barbara Dorn (BDA) sowie Katharina Weinert (HDE) als Sachverständige teilgenommen haben. Stellungnahmen aller Experten sowie die weiteren Unterlagen der Beratungen sind auf der Homepage des Deutschen Bundestages verfügbar.
Die abschließende Beratung im Fachausschuss sowie die zweite und dritte Lesung im Plenum des Deutschen Bundestages haben Ende Oktober stattgefunden. Erwartungsgemäß haen die Abgeordneten dem Gesetzentwurf der Bundesregierung in der Fassung des Bildungsausschusses mehrheitlich zugestimmt. Interessierte können die Debatte kann auf der Homepage des Bundestages nachvollziehen.
Der Bundesrat beschäftigt sich Ende November im zweiten Durchgang nochmals mit dem Gesetz.

IQB-Bildungstrends 2018

Der "Bildungstrend 2018" des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hat im Auftrag der Kultusministerkonferenz zum zweiten Mal untersucht, inwieweit rd. 45.000 Neuntklässler/innen aus 16 Bundesländern die Bildungsstandards in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik der Sekundarstufe I erreichen. Die Veränderung des Kompetenzniveaus in den einzelnen Ländern wird durch den Vergleich mit den Ergebnissen von 2012 deutlich. Die Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften sind weitgehend stabil geblieben, allerdings stellen sich die Bundesländer sehr unterschiedlich dar: wie in den PISA-Untersuchungen liegen Bayern und Sachsen vorne; Berlin, Bremen, Hamburg und Hessen weisen eher ungünstige Ergebnisse auf. Auffallend sind rückläufige Entwicklungen in den Gymnasien. Die Leistungs- und Motivationsentwicklung bei Jungen und Mädchen sind nach wie vor unterschiedlich, eine gewisse Angleichung ist jedoch feststellbar. Der sozialen Status der Familie bleibt für den Bildungserfolg relevant und unverändert.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bewertet die Ergebnisse skeptisch. Stabilität im Leistungsniveau angesichts gewachsener Heterogenität seien zwar erfreulich, können aber nicht zufrieden stellen. Das Ziel müssten, gerade bei Kindern mit schwierigeren Startbedingungen, Leistungsverbesserungen sein. Die BDA fordert eine frühe Sprachförderung mit konsequentem Einbeziehen der Familie, ein strukturierter und aktivierender Unterricht, wirksame Fortbildungen für Lehrkräfte und eine Ausstattung der Schulen nach Sozialindex.

„Digitalisierung ist Treiber in der beruflichen Bildung“ 
BIBB legt Jahresbericht 2018 vor

Der Jahresbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) stellt ein wichtiges Dokument für aktuelle Trends und Tendenzen in der Berufsbildungslandschaft dar.
Für den BIBB-Präsidenten, Professor Dr. Friedrich Hubert Esser, ist es ganz klar:
„Die Digitalisierung ist zum Treiber in der beruflichen Bildung geworden. Wir stellen fest, dass die Digitalisierung auf allen Ebenen der beruflichen Bildung angekommen ist: Sie hat Auswirkungen auf nahezu alle Aus- und Fortbildungsberufe, sie verändert Aufgaben und verlangt neue Qualifikationen und Kompetenzen. Ihr Einfluss auf Lehr- und Lernmaterialien ist nicht zu übersehen, und sie geht auch an den Lernorten der beruflichen Bildung – den Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren – nicht spurlos vorbei.“
Der Jahresbericht zeigt exemplarisch auf, wie sich die berufliche Bildung im vergangenen Jahr angesichts dieser konkreten Auswirkungen weiterentwickelt hat und welchen Beitrag das BIBB hierzu leistete.
Besorgt äußert sich der BIBB-Präsident darüber, dass sich trotz aller insgesamt positiven Entwicklungen und Faktoren des Jahres 2018 der Attraktivitätsverlust der beruflichen Bildung gegenüber akademischen Alternativen weiter fortgesetzt hat. Es bleibe daher – neben der Bewältigung der Herausforderungen durch die Digitalisierung – die zentrale Aufgabe aller Akteure, das Image der beruflichen Bildung zu verbessern und ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung für den Standort Deutschland deutlicher herauszustellen.
Der Bericht kann auf der Homepage des BIBB kostenlos heruntergeladen werden.
Eine gedruckte Version (Bestell-Nr. 09.925) kann – ebenfalls kostenlos – angefordert werden unter vertrieb@bibb.de

"Wir brauchen mehr deutsch-französische Fachkräfte"
DIHK regt Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobiliät an

Anfang Oktober fand der sechste Berufsbildungstag der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer in Paris statt.
Die von rund 300 politischen Entscheidern und Wirtschaftsvertretern besuchte Veranstaltung stand zum ersten Mal im Zeichen des neuen, Anfang 2019 in Aachen unterzeichneten Élysée-Vertrages, der explizit die Kooperation in der Berufsbildung stärkt und verankert. Dr. Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, wies bei dieser Gelegenheit auf die neuen Herausforderungen hin, vor denen die Berufliche Bildung steht: "Digitalisierung und Fachkräftesicherung müssen durchgängig in allen Bildungsbereichen und in einem engen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und weiteren Partnern gemeinsam angepackt werden. Dazu ist es wichtig, neben der beruflichen Aus- und Weiterbildung auch die Schulen in den Blick zu nehmen."
Um den im Aachener Vertrag erstmals explizit formulierten Bildungskontext stärker mit Leben zu erfüllen, plädierte Dercks für eine gemeinsame Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung.
"Zudem sollten wir länderübergreifende duale Studiengänge mit akademischem und beruflichem Abschluss anstreben", regte er an, "Formate, bei denen deutsche Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern mit Hochschulen in Deutschland und/oder Frankreich kooperieren. Wir brauchen mehr deutsch-französische Fachkräfte – im Interesse der Unternehmen, aber auch als ganz konkreten Beitrag, der den Geist des Élysée-Vertrages mit Leben füllt. Unser heutiger Berufsbildungstag wird dafür sicherlich noch weitere Impulse aussenden."

„Berufliche Aus- und Weiterbildung für Alle – Kompetenzen fürs Leben“
Europäische Woche der Berufsbildung 2019 in Helsinki

Die europäische Woche der Berufsbildung (VET Skills Week) ist seit vier Jahren eine Tradition, die vom Land der jeweiligen EU-Ratspräsidentschaft organisiert wird. Mitte Oktober fanden in Helsinki zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten rund um die Berufliche Bildung statt.
EU-Kommissarin Marianne Thyssen erläutert:
„Seit ich 2014 mein Amt als EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität angetreten habe, steht die Förderung der Beschäftigung in Europa ganz oben auf der Liste meiner wichtigsten Ziele. Fast fünf Jahre später verzeichnen wir in der EU ein Rekordniveau bei den Beschäftigtenzahlen und sehr niedrige Werte bei der Arbeitslosigkeit. (...) Vor diesem Hintergrund bin ich überzeugt, dass die berufliche Bildung ein enormes Potenzial hat, Menschen jeden Alters mit den Kompetenzen auszustatten, die sie zur Wahrnehmung neuer Chancen benötigen. Deshalb habe ich mich von Beginn meiner Amtszeit an für die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung engagiert. Die berufliche Aus- und Weiterbildung steht für konkrete, praktische Möglichkeiten zum Erwerb neuer Kompetenzen und Kenntnisse und gibt den Menschen Zugang zu neuen beruflichen Laufbahnen, die ihr Leben verändern können."

Im zweiten Halbjahr 2020 hat Deutschland die EU-Ratspäsidentschaft.
Die Vorbereitungen für die VET Skills Week im November 2020 in Berlin laufen.

Berufsausbildung

Ausbildungsmarktbilanz 2018/2019

Insgesamt 572.000 Berufsausbildungsstellen wurden den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern von Oktober 2018 bis September 2019gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr waren dies 6.600 mehr. Der ganz überwiegende Teil sind betriebliche Ausbildungsstellen; hier gibt es ein Plus von 9.500 auf 556.000. Seit dem 1. Oktober 2018 haben insgesamt 511.800 Bewerberinnen und Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch genommen. Im Vorjahr waren es 23.800 mehr.Nach wie vor gibt es mehr gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen als gemeldete Suchende.
Ungeachtet der regionalen Disparitäten kamen auf 92 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen. Allerdings bleiben die regionalen, berufsfachlichen und qualifikatorischen Ungleichgewichte eine Herausforderung für den Marktausgleich. Am 30. September 2019 waren insgesamt noch unbesetzte 53.100 Ausbildungsstellen zu vermitteln. Zum gleichen Zeitpunkt waren 24.500 Bewerberinnen und Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle. Diese haben weitere Chancen in der Nachvermittlung.
Detaillierte Infos finden sich auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit.

Digitale Kompetenzen des Ausbildungspersonals stärken

Digitale Kompetenzen sind ein wichtiger Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit nicht nur in der Berufsbildung. Eine besondere Rolle spielt dabei das Berufsbildungspersonal in den Betrieben.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Mit dem digitalen Wandel verändern sich Arbeitsinhalte und Arbeitsformen. Neue berufliche Kompetenzen sind gefordert. Wir wollen die Fachkräfte von morgen auf die neuen Anforderungen gut vorbereiten. Denn digitale Medien eröffnen auch neue Möglichkeiten des Lernen und Lehrens in der Ausbildung. Hier spielt die fachliche und pädagogische Exzellenz des Berufsbildungspersonals die entscheidende Rolle.
Und da setzen wir als Bundesbildungsministerium an: Wir schaffen die Voraussetzung, damit das Ausbildungspersonal mit dem digitalen Wandel Schritt halten kann."
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Oktober 2019 die "Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0" gestartet, deren Ziel die Entwicklung von Weiterbildungskonzepten für das Berufsbildungspersonal ist, um auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Anforderungen in der dualen Ausbildung vorzubereiten.
Die Qualifizierungsinitiative läuft bis Ende 2022 und wird vom BMBF mit rund 30 Mio. Euro gefördert.

Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2019 liegt vor

Das offizielle Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe erscheint regelmäßig im Spätsommer auf den Internetseiten des Bundesanzeigers.
Das umfangreiche Verzeichnis ist auch auf der Homepage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) abrufbar.

Veranstaltungen

Blick über den Tellerrand
Tagung zur grenzüberschreitenden Mobilität in der beruflichen Bildung

Mit der neuen „Allianz für Aus- und Weiterbildung“, die im Sommer des Jahres unter­schrieben wurde, unterstrichen Politik und Wirtschaft nochmals die Bedeutung von Auslandsaufenthalten in der beruflichen Bildung. Verschiedene Programme wie "Erasmus+", "Ausbildung weltweit" oder "Berufsbildung ohne Grenzen" unterstützen die grenzüberschreitende Mobilität und ermöglichen Auszubildenden und jungen Fachkräften den Blick über den Tellerrand. Nachdem die Unterstützung über lange Jahre auf Europa konzentriert war, hat sich der Aktionsradius mittlerweile global erweitert. Auch das betriebliche Ausbildungspersonal profitiert von diesen Angeboten.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat für den 13. November 2019 in Berlin eine Tagung organisiert, bei der Ausbildungsbetriebe zeigen, wie sie das jüngste Förderprogramm "Ausbildung Weltweit" nutzen und welche Vorteile sie daraus ziehen. Auszubildende und Ausbildungspersonal schildern Impressionen, die sie mitgenommen haben.
Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Programmwebseite.

Roadshow „Digitale Medien in der Berufsbildung“ goes international -
BIBB-Treffen mit Partnerinstitutionen

Die auf nationaler Ebene erfolgreiche Roadshow „Digitale Medien in der Berufsbildung“ startet jetzt auch international durch. Im Oktober präsentierten Berufsbildungsakteure aus Asien auf der Fachmesse „Worlddidac Asia“ in Bangkok erstmals in einem internationalen Format der Roadshow Beispiele guter Praxis zur Anwendung digitaler Medien in der Berufsbildung.
Es sei unabdingbar, betont BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, berufliche Lehr- und Lernprozesse durch digitale Hilfsmittel zu unterstützen, um die Aktualität und Attraktivität der Berufsbildung sicherzustellen. „Die effektive Nutzung digitaler Medien erfordert jedoch sowohl Qualifikationen und Kompetenzen als auch Kreativität und Initiative des ausbildenden Personals. Entsprechend stellt die Roadshow mit seinen guten Praxisbeispielen für den internationalen Kontext auf dieser Fachmesse ein geeignetes Format zur Präsentation innovativer Ansätze sowie zum Meinungs- und Ideenaustausch dar.“
Insgesamt hatten sich 13 Projekte aus der Asien-Pazifik-Region um eine Teilnahme an der internationalen Roadshow beworben.
Aus Deutschland eröffnete das Praxisbeispiel „Social Virtual Reality“ den Teilnehmenden Einblicke in das Potenzial von virtuellen Umgebungen zum handlungsorientierten beruflichen Lernen in der Druck- und Medienbranche.

Auszeichnungen

IHK-Bildungspreis: Finalisten stehen fest
Die Sieger werden am 10. Februar 2020 live in Berlin gekürt

Der IHK-Bildungspreis ist eine Institution mit dem der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Otto Wolff Stiftung herausragende Konzepte der betrieblichen Aus- und/oder Weiterbildung auszeichnen. Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden jetzt die zwölf Kandidaten für die Endrunde ausgewählt.
Die Auszeichnung geht in drei Hauptkategorien (kleine, mittlere und große Unternehmen) und als Sonderpreis an Betriebe, die den hohen Stellenwert der Beruflichen Bildung für den eigenen Geschäftserfolg und für ihre Belegschaft erkannt haben und dem mit einem besonderen Engagement Rechnung tragen.
Die Sieger werden am 10. Februar 2020 bei einer feierlichen Abendveranstaltung in Berlin live von rund 400 Experten aus dem IHK-Ehrenamt gekürt und ausgezeichnet.
Ihnen winkt ein Preisgeld von jeweils 6.000 Euro, das zur Spende an gemeinnützige, mit der Förderung der Beruflichen Bildung befasste Organisationen vorgesehen ist. Darüber hinaus profitieren alle Finalisten von den vorab vom DIHK produzierten Filmbeiträgen über ihre Bildungsaktivitäten, die sie im Anschluss für eigene Zwecke nutzen können.

„Frauen für die duale MINT-Ausbildung gewinnen“
Verleihung des Hermann-Schmidt-Preises 2019

„girlsatec – Junge Frauen erobern technische Berufe“ – ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH erhält den diesjährigen Preis
Das seit 2013 bestehende Projekt richtet sich an junge Frauen und Schülerinnen mit dem Ziel, sie an technische Berufe heranzuführen. Hierzu werden junge Frauen, die sich in der Ausbildung in technischen Berufen befinden oder diese bereits abgeschlossen haben, zu „girlsatec-Botschafterinnen“ ernannt. Diese dienen als weibliche Rollenvorbilder und stellen das „Herzstück“ des Projekts dar. Hinzu kommen Veranstaltungen – zum Beispiel in Form von „Technik-Camps“, in denen die Schülerinnen die Welt der MINT-Berufe in handlungs- und praxisorientierten Aufgabenstellungen kennenlernen können – sowie Kontakte zu Betrieben, um diese für das Thema „Frauen in technischen Berufen“ zu sensibilisieren. Die Jury betont den sinnvollen Beitrag des Projekts zur Erschließung technischer Ausbildungsberufe für junge Frauen und würdigt insbesondere den herausragenden Einsatz der „girlsatec-Botschafterinnen“.
Auf der Homepage des Bundesinstituts für Berufsbildung finden sich weitere Informationen zum Preis und den drei Sonderpreisträgern 2019.

Azubi des Nordens ausgezeichet
Bundespräsident a.D. gratuliert

Es gibt nicht viele Auszubildende, die Glückwünsche von so prominenter Stelle erhalten wie die diesjährigen Azubis des Nordens. Kein Geringerer als Bundespräsident a. D. Christian Wulff formulierte: „Ich wünsche Ihnen für Ihr Berufsleben viel Erfolg, auf dass Sie die Kontakte in die Welt vertiefen und dass Sie es als Geschenk betrachten, dass wir so viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unserem Land haben. Denn aufgrund der Potenziale und der damit einhergehenden Vielsprachigkeit können wir die Kundenbedürfnisse in der ganzen Welt passgenau befriedigen.“ 
Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner hatten sich durch sehr gute Prüfungsergebnisse und herausragende weitere Leistungen ausgezeichnet. Seit mehr als 18 Jahren vergeben der Unternehmensverband AGA und das Bildungswerk INW ihren Ausbildungspreis im Norden. Die Auszeichnung für den Titel Azubi des Nordens ist mit 1.000 Euro sowie einem Bildungsgutschein dotiert. Darüber hinaus wird ein Förderpreis der Senator Ing. Albert Brickwedde Stiftung verliehen. Eine Jury aus Ausbildungsexperten wählt aus den Bewerbungen die besten Auszubildenden aus. Seit zwei Jahren gibt es auch einen Publikumspreis und in 2019 erstmals einen spontan von der HELM AG gestifteten Sonderpreis für soziales Engagement & Diversity.
Die Porträts aller Preisträgerinnen und Preisträger sowie weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des AGA Unternehmensverbandes.

Medien

"Position" 4/2019: So begeistern Sie mit Bikes und Boni
Das neue IHK-Berufsbildungsmagazin ist da

Im Wettbewerb um den Nachwuchs müssen sich Ausbildungsbetriebe immer mehr einfallen lassen. Benefits, mit denen Arbeitgeber bei Azubis und jungen Fachkräften punkten können, stellt das IHK-Bildungsmagazin "Position" in seiner jüngsten Ausgabe vor.
Das neue Heft nennt eine ganze Reihe solcher freiwilligen Zusatzleistungen – von der vierwöchigen Überlassung eines Firmenwagens für den "Azubi des Monats" über Essenszuschüsse und Teamevents bis hin zu finanziellen Anreizen für gute Berufsschul-Noten.
Detaillierter beschreiben die Autoren dabei zwei mögliche Anreize – zum einen das Leasing-Fahrrad, zum anderen die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu bringen. Klargestellt wird aber auch, dass die attraktivsten Benefits nichts nützen, wenn das Betriebsklima grundsätzlich nicht stimmt.
Außerdem lesen Sie in der aktuellen "Position" beispielsweise, welche psychologischen Tricks Ausbildern ihre komplexe Aufgabe erleichtern, wie Schülerpraktika zum Gewinn für beide Seiten werden, welche Chancen die Ausbildung im Verbund eröffnet oder warum es sich lohnt, in Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter zu investieren.
Weitere Themen sind die Initiative "Klischeefrei", fälschungssichere Zeugnisse, Wissensvermittlung in der Belegschaft von jung nach alt, Verhaltensregeln für die Nutzung von Smartphones im Betrieb sowie das digitale Recruitment.
Nicht zuletzt werden Initiativen vorgestellt, die sich um bezahlbaren Wohnraum für Azubis kümmern – schließlich sind Mieten gerade in beliebten Großstädten für Nachwuchskräfte kaum erschwinglich und werden damit zum Problem auch für einstellungswillige Arbeitgeber.

"Studien- und Berufsorientierung wirksam begleiten"
Stiftung der Deutschen Wirtschaft engagiert sich bundesweit

Seit März 2017 setzt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) das bundesweite Vorhaben "Studien- und Berufsorientierung wirksam begleiten" im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) um. Ziel des Engagements ist es, Studien- und Berufsorientierung noch stärker als gemeinsame Aufgabe von Berufsberatung und Lehrkräften der gymnasialen Oberstufe wahrzunehmen, in gegenseitiger Abstimmung wirksam zu gestalten und dadurch auch die Angebote zur Beruflichen Orientierung in der gymnasialen Oberstufe besser zu platzieren. Durch ein neues Projekt wird für Lehrkräfte der gymnasialen Oberstufe ein attraktives Unterstützungsangebot erarbeitet, das die Umsetzung von wirksamen Angeboten zur Studien- und Berufsorientierung deutlich erleichtert. Dabei wird ein länderspezifisches Handbuch erstellt, das mit handlungsorientierten, passgenauen Unterrichtsmaterialien wirksame Methoden zur Begleitung des Orientierungsprozesses von Schülerinnen und Schülern bietet. Die passgenauen Methodenhandbücher werden den Schulen mit gymnasialer Oberstufe je nach Bundesland 2018 oder 2019 kostenfrei zur Verfügung gestellt. Anschließend werden sie in gemeinsamen Vernetzungsworkshops von Lehrkräften und den Berufsberaterinnen und Berufsberatern in den Schulalltag integriert. Auf diese Weise werden beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass bundesweit Schülerinnen und Schüler mit Erlangen des Abiturs ihren weiteren Werdegang erfolgreich beschreiten. Die sdw leistet mit diesem Know-how-Transfer aus ihrer Stiftungsarbeit einen wichtigen Beitrag für gelungene Bildungs- und Berufsbiografien und wirkt möglichen Abbrüchen präventiv entgegen.

Altes Handwerk, junge Meister
Mit Tradition in die Zukunft

Segelmacher, Schmied oder Reetdachdecker sind traditionelle Handwerksberufe, die jedoch immer seltener werden, einige drohen sogar ganz auszusterben. Den meist kleinen Betrieben machen günstige Industrieprodukte oder Konkurrenz aus dem Ausland oftmals schwer zu schaffen.
Umso erfreulicher, dass es immer wieder junge Menschen gibt, die bereit sind, mit Mut und Leidenschaft in die alten Handwerke einzusteigen und sie auch im 21. Jahrhundert zu beleben. Dabei schließen sich Tradition und Moderne nicht aus, gleichzeitig wird ein regionales Kulturgut erhalten und weiterentwickelt.
Der Norddeutsche Rundfunk hat vier junge Meister in traditionellen Handwerksberufen begleitet und ihre Arbei filmisch dokumentiert. Der einstündige Beitrag ist in der NDR-Mediathek verfügbar. 

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein