Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


KWB-News Aus- und Weiterbildung


01.08.2019

Berufsbildungspolitik

Neues BIBB-Internetangebot

„Look & Feel“ heißt die Erwartung, die an moderne Internetauftritte geknüpft ist. Diesem Motto ist auch das Bundesinstiut für Berufsbildung (BIBB) gefolgt und hat nach fünf Jahren seine Homepage überarbeitet. Mit dem Relaunch will das BIBB im Sinne seiner Strategie 2025 einen Beitrag leisten, um den Transfer der Arbeitsergebnisse des Instituts in Wissenschaft, Politik und Praxis weiter auszubauen und qualitativ zu verbessern. Dem liegt eine intensive Evaluierung des Nutzerverhaltens zugrunde, die u.a. zu einem neuen verbesserten Navigationskonzept geführt hat.
Außerdem hat das BIBB erstmals nach über 20 Jahren auch sein Logo überarbeitet:
aus BIBB wird bibb.

"InnoVET"
30 Ideen erreichen nächste Runde

Anfang 2019 hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Akteure der beruflichen Bildung zum "InnoVET" aufgerufen, um neue Konzepte für eine exzellente berufliche Bildung zu entwickeln. Aus 176 Förderanträgen hat die aus zehn Expertinnen und Experten von Schulen, Hochschulen, Bildungszentren der beruflichen Bildung und Unternehmen bestehende Jury die 30 erfolgversprechendsten Ideen ausgewählt. Diese gehen nun in eine zweite Phase und haben ab August 2019 ein halbes Jahr Zeit, ihre Ideen zu einem umfassenden Förderantrag auszuarbeiten und diesen einzureichen. In einem zweiten Durchgang entscheidet die Jury dann über die überzeugendsten Konzepte, die mit Förderung vom BMBF bis 2024 umgesetzt und erprobt werden. Die Projekte werden mit insgesamt 82 Millionen Euro gefördert.

NRW bietet landesweites Azubi-Ticket

Mobilität ist für Auszubildende ein  wichtiges Thema. Wer kein eigenes Fahrzeug nutzen kann, ist auf den öffentlichen Personenverkehr angewiesen. Dies gilt nicht nur für die Fahrten zum Betrieb und zur Berufsschule, sondern auch im privaten Bereich. Passend zum Beginn des neuen Ausbildungsjahr am 1. August besteht für Auszubildende in Nordrhein-Westfalen jetzt die Möglichkeit, für 20 Euro ein landesweites und freiwilliges Azubi-Ticket „NRWUpgradeAzubi“ als Zuschlag zu den verbundweiten Azubi Ticket zu erwerben.  
Hendrik Wüst (CDU), Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit dem neuen landesweiten Azubi-Ticket „NRWUpgradeAzubi“ sind Azubis über Tarifgrenzen hinweg mobil und das kostengünstig und klimafreundlich. Für nur 20 Euro mehr im Monat können sie in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs sein, auch in der Freizeit und am Wochenende.“
Das Ticket kann für den Nutzer noch günstiger werden, wenn sich die Ausbildungsbetriebe an den Kosten beteiligen. Der Zuschuss kann dabei vom Ausbildungsbetrieb als Betriebsausgabe steuerlich abgesetzt werden.  
„Das Azubi-Ticket bietet den Ausbildungsbetrieben eine Chance ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern und so neue Auszubildende für ihren Betrieb zu gewinnen. Die Ausbildung von jungen Menschen wird nicht mehr an den Tarifgrenzen der Verkehrsverbünde scheitern.“

Auf dem Land gibt es kaum noch Auszubildende

Binnenwanderungen und regionale Arbeitsmärkte stehen im Mittelpunkt einer Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vorgelegt hat. Sie zeigt auf, wo besonders viele Akademiker und Auszubildende fehlen, weil der Trend in die Städte ungebrochen ist. Dieser Trend zeigt sich sowohl bei jungen Akademikern wie auch bei Auszubildenden und führt bei Unternehmen im ländlichen Raum zu großen Fachkräfteproblemen. Aber auch die Landkreise und Kommunen geraten dadurch zunehmend in Schwierigkeiten. Die Untersuchung gibt auch Hinweise darauf, wie die Landflucht junger Menschen gestoppt oder zumindest verringert werden könnte.

sequa: neuer Onlineauftritt und Fortführung des Mobilitätsprogramms für Auszubildende

Die sequa gGmbH ist eine weltweit tätige, gemeinnützige Entwicklungsorganisation der deutschen Wirtschaft  und führt seit 1991 Programme und Projekte der internationalen Zusammenarbeit in enger Zusammenarbeit mit deutschen Kammern, Verbänden, Bildungszentren und Privatunternehmen durch. Ihr umfangreiches Tätigkeitsfeld, in dem auch die weltweite Mobilität in der dualen Ausbildung eine zentrale Rolle spielt, präsentiert sich jetzt in einem aktualisierten Online-Auftritt. Das sequa-Mobilitätsprogramm wird aus Erasmus+ Fördergelder unterstützt. Für die Förderperiode 2019 – 2021 stehen insgesamt 700 Plätze zur Verfügung. Die drei Programmsegmente fördern die Mobilität von Auszubildenden in der dualen Erstausbildung, Lernende im ersten Jahr nach der Prüfung und von Berufsbildungspersonal.

Internationale Berufswettbewerbe: Zeitzeugen gesucht

Internationale Berufswettbewerbe gibt es schon lange und Deutschland war meist sehr erfolgreich. Über viele Jahre hinweg wurde jedoch davon nur wenig dokumentiert. WorldSkills Germany sucht nun nach Zeitzeugen und Unterlagen aller Art, denn es soll ein Museum entstehen. Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, freut sich über jede Rückmeldung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Trainerinnen und Trainern sowie Organisatorinnen und Organisatoren vor allem aus der Zeit 1953 bis 1990. Die diesjährige „Berufe-Olympiade“ findet im August in Kasan und damit erstmals in Russland statt. Dabei treffen mehr als 1.500 junge Fachkräfte aus über 60 Ländern in 56 Disziplinen aufeinander und messen sich in ihren beruflichen Kompetenzen.

Berufsausbildung

Neue Ausbildungsordnungen ab 01.08.2019

Zum 01. August 2018 treten drei modernisierte Ausbildungsordnungen in Kraft.
Gegenüber den 24 Berufen, die 2018 an den Start gingen, erscheint dies auf den ersten Blick wenig, aber die Ordnungsarbeit geht weiter und für das nächste Jahr kündigt sich bereits wieder eine größere Zahl aktualisierter Ausbildungsordnungen an.
Auf der KWB-Homepage finden Sie detaillierte Informationen zu den jeweiligen Änderungen in den Berufen 
Gebäudereiniger/in,
Orgelbauer/in und
Papiertechnologe/in.

Darüber hinaus wurden auf Wunsch der Sozialpartner im Beruf „Packmitteltechnologe/in“ die Regelungen zur Abschlussprüfung verändert. Der schriftliche Teil der Prüfungen wurde aufgewertet und die Gewichtung der Prüfungsbereiche angepasst.
Die neuen Prüfungsregelungen wurden per Änderungsverordnung durch den Verordnungsgeber zum 01. April 2019 in Kraft gesetzt.

Neuordnung der IT-Berufe

Die letzte grundlegende Neuordnung der IT-Berufe fand vor gut 20 Jahren statt. Dies wird oftmals mit großer Verwunderung wahrgenommen, aber die damaligen „Berufemacher“ haben so gute offene Formulierungen gefunden, dass auch nach vielen Jahren und immenser technischer Entwicklung die Ausbildungsordnungen in der Praxis nach wie vor anerkannt waren. Seit Anfang 2018 befinden sich die IT-Berufe in einem aufwendigen und komplexen Neuordnungsverfahren, das langsam in die Zielgerade mündet. Die neuen IT-Berufe sollen zum 01.08.2020 an den Start gehen. Da das Interesse an diesen Berufen sehr groß ist, haben KWB und DGB eine gemeinsame vorläufige und unverbindliche Präsentation der Zwischenergebnisse abgestimmt und unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien veröffentlicht.   

Ausbildungssituation Sommer 2019

479.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle registrierten die  Agenturen für Arbeit und die Jobcenter von Oktober 2018 bis Juli 2019, dies sind 23.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. 178.000 von ihnen waren im Juli noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.Auf der Angebotsseite waren 543.000 Ausbildungsstellen gemeldet (+11.000 gegenüber dem Vorjahr). 207.000 Ausbildungsplätze waren im Juli noch nicht besetzt. Die meisten Ausbildungen wurden für angehende Kaufleute im Einzelhandel, für Kaufleute für Büromanagement sowie für Verkäuferinnen und Verkäufer angeboten. Nach aller Erfahrung werden in den nächsten Wochen noch viele bislang Unversorgte einen Ausbildungsplatz finden oder sich für eine Alternative entscheiden.
Nach wie vor bestehen jedoch auch aktuell regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die das Matching von Angebot und Nachfrage deutlich erschweren.

IHK-Bildungsmagazin "Position" 3/2019:
Wie gelingt der Start mit neuen Azubis?

Für einen gelungenen Start in das neue Ausbildungsjahr müssen einige Spielregeln im Unternehmen klar sein. Darauf macht das IHK-Bildungsmagazin "Position" in seiner neuen Ausgabe aufmerksam. Das neue Heft klärt darüber hinaus fünf klassische Missverständnisse zwischen den Generationen und gibt Ausbildern Tipps für eine möglichst reibungslose Kommunikation.
Aber auch weitere Themen werden behandelt:
Studienabbrecher – und wie Unternehmen von ihnen profitieren können, 
digitale Alltagsgewohnheiten junger Menschen – und wie beliebte Online-Tools zunehmend auch in Unternehmen genutzt werden,
Fachkräftemangel in der Gastronomie – und mit welchen Initiativen die Branche gegensteuert.
Und nicht zuletzt geht es darum, wie die DIHK-Bildungs-GmbH mit ihrem neuen YouTube-Kanal "Like a Boss" schrittweise eine Community aufbaut. Die jüngste Ausgabe von "Position" erschien Mitte Juli und richtet sich vor allem an Ausbilder, Prüfer und Personalverantwortliche in den Unternehmen.

Fortbildung

Weiterbildungsbranche stellt sich dem digitalen Wandel
Trendstudie 2019 des Wuppertaler Kreises

Die gute wirtschaftliche Lage, der Fachkräftemangel in vielen Branchen und die Herausforderungen der digitalen Transformation führen zu einem hohen Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen. Der jährlich ermittelte Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Wuppertaler Kreises beträgt für das laufende Jahr 118 Punkte und liegt damit im positiven Bereich.
Die Bildungsdienstleister der Wirtschaft rechnen überwiegend mit wachsendem Umsatz.
Die Erwartungen sind allerdings weniger euphorisch als im Vorjahr, der Indikator ist im Vergleich zum Vorjahres-Wert von 125 Punkten leicht gefallen.
Der Wuppertaler Kreis e.V. – Bundesverband betriebliche Weiterbildung ist der Verband der führenden Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft. Der Verband veröffentlicht regelmäßig Mitte des Jahres seine Trendstudie zur betrieblichen Weiterbildung und informiert über aktuelle Entwicklungen im Weiterbildungsmarkt.
Mehr als eine Million Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 2018 an Seminaren und Lehrgängen der Mitglieder des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Die Anbieter im Wuppertaler Kreis erzielten mit den Weiterbildungsdienstleistungen in 2018 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro und beschäftigten nahezu 14.000 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Meisterprüfungsausschüsse im Handwerk

Einmal jährlich macht der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eine Bestandsaufnahme der in den einzelnen Handwerkskammern bestehenden Meisterprüfungsausschüsse und ihrer Ansprechpartner. Über das jeweilige Dropdown-Menü kann nach Handwerk/Gewerbe und/oder nach Handwerkskammerbezirk gesucht werden. Außerdem gibt es neben der Listen- auch eine Kartenansicht.

BMBF kündigt Verbesserung beim Aufstiegs-BAföG an

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatte kürzlich angekündigt, mit einem Gesetzentwurf zum Ausbau des Aufstiegs-Bafög die Förderbedingungen für Fortbildungsteilnehmer zu verbessern. Die Ankündigung wird vom Zentralverband des Deutschen Handwerks gerne gesehen. 
ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: „Das Handwerk begrüßt die von Frau Karliczek angekündigten Maßnahmen, berufliche Fortbildung im Rahmen des Aufstiegs-Bafög künftig besser finanziell zu fördern. Vor allem die Förderung von bis zu drei aufeinander aufbauenden Fortbildungen ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der dringend benötigten Fachkräfte und Ausdruck jener Wertschätzung, die das Fortbildungssystem der Höheren Berufsbildung verdient.“

Publikationen

Bertelsmann-Studie „Berufsbildung für eine digitale Arbeitswelt“

Die Professoren Dieter Euler und Eckart Severing bilden ein bewährtes Autorenduo für zahlreiche Fragen rund um die Berufliche Bildung. Für die Bertelsmann-Stiftung haben sie Fakten, Gestaltungsfelder und offene Fragen rund um die Herausforderungen der Berufsbildung für eine digitale Arbeitswelt identifiziert. Die Studie fragt nach der zukünftigen Gestaltung der Berufsbildung auf ausbildungsorganisatorischer, didaktischer und ordnungspolitischer Ebene. Darüber hinaus werden Spannungsfelder an der Schnittstelle von Arbeit und Berufsbildung thematisiert. Die Autoren fassen ihre Erkenntnisse in der Formulierung von acht Handlungsperspektiven der Berufsbildung für eine digitale Arbeitswelt zusammen.

Berufsbildung 4.0
BIBB veröffentlicht erste "Wissenschaftliche Diskussionspapiere" zu einzelnen Ausbildungsberufen

Im Rahmen des umfangreichen Forschungsprojekts „Berufsbildung 4.0“ hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 14 Ausbildungsberufe intensiv untersucht und somit eine Diskussionsgrundlage zur Weiterentwicklung der Einzelberufe, aber auch des gesamten Berufsbildungssystems geschaffen. Die Ergebnisse werden in zehn Teilstudien und einer vergleichenden Gesamtstudie präsentiert.
Für die  Ausbildungsberufe „Fachkraft für Lagerlogistik“ sowie „Maschinen- und Anlagenführer/-in – Textiltechnik und Textilveredelung“ liegen jetzt die Einzeluntersuchungen vor. Die Ergebnisse der weiteren untersuchten Ausbildungsberufe folgen.

SBB stellt Jahresbericht vor

Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung - Gemeinnützige Gesellschaft mbH (SBB) vergibt im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Weiterbildungs- und Aufstiegsstipendien. Die Zielgruppe sind sowohl Berufseinsteiger, an die sich das Weiterbildungsstipendienprogramm richtet, als auch Berufserfahrene, die mit dem Aufstiegsstipendium gefördert werden können. Über die aktuelle Arbeit der SBB informiert der jetzt erschienene Jahresbericht 2018.

Veranstaltung

BMBF-Roadshow "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" präsentiert Best-Practice-Fallbeispiele in der Handwerkskammer Düsseldorf

Mit der Veranstaltungsreihe "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" bringen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Ergebnisse aus aktuellen Projekten in die Breite und informieren über das Potential der entwickelten Konzepte für die Bildungspraxis. Die Veranstaltungen haben bereits mehr als 800 Ausbilderinnen und Ausbilder aus ganz Deutschland erreicht. Die Teilnehmenden lernen innovative Lern- und Lehrwerkzeuge in praxisorientierten Anwenderworkshops kennen und können diese selbst erproben.
Am 17.09.2019 werden in Düsseldorf präsentiert:
Kfz4me: ein didaktisch-methodisches Konzept zur Entwicklung und Nutzung von Erklärvideos
Social Virtual Learning: gemeinsames Lernen in der virtuellen Realität
KeaP digital: digitale Lerneinheiten für Anlernprozesse am Produktionsarbeitsplatz

Weitere Veranstaltungen in Schwerin und Mainz folgen im Oktober und November 2019.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein