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KWB-News Aus- und Weiterbildung


11.03.2019

Berufsbildungspolitik

Berufsbildungsmodernisierungsgesetz

In unserer letzten Ausgabe haben wir über den Referentenentwurf zur Modernisierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiMoG) und die Stellungnahmen hierzu berichtet. Die ursprüngliche Terminplanung, in der das Kabinett sich mit dem Entwurf Ende Januar befassen wollte, konnte nicht eingehalten werden. Derzeit ist uns kein verbindlicher neuer Zeitplan bekannt.

Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt im Februar 2019

Erfahrungsgemäß können im ersten Quartal noch keine verlässlichen Aussagen über den Ausbildungsmarkt des laufenden Jahres gemacht werden. Die Bundesagentur für Arbeit berichtet in ihrer monatlichen Pressekonferenz daher nur über einige Eckwerte. Von Oktober 2018 bis Februar 2019 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 356.000 (- 7.000 gegenüber Vorjahreszeitraum). Im gleichen Zeitraum waren 447.000 Ausbildungsstellen gemeldet (+ 18.000 gegenüber dem Vorjahr).

Publikationen

Abi – und dann?
BIBB-Untersuchung zu Motiven von Schulabgängern für Ausbildung oder Studium

Warum entscheiden sich Abiturienten für eine berufliche Ausbildung – oder eben nicht? 
Vor dem Hintergrund steigender Studierendenzahlen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) analysiert, welche Hochschulzugangsberechtigte sich eher für eine Ausbildung als ein Studium entscheiden und welche Faktoren dies begründen. Neben Einflüssen des sozialen Umfelds (Eltern, Freunde, Peergroup) spielen auch der Berufsorientierungsprozess sowie Kosten-, Nutzen- und Chanceneinschätzungen der Jugendlichen eine zentrale Rolle. Die BIBB-Untersuchung zeigt weiterhin, dass umso eher eine Ausbildung angestrebt wird, wenn die eigenen beruflichen Vorstellungen möglichst konkret sind, die Jugendlichen also „wissen, was sie wollen“. Aus den Untersuchungsergebnissen will das BIBB Empfehlungen für die Berufsorientierung ableiten.
BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser appelliert daher: „Um die Attraktivitätsverluste der beruflichen Bildung in den Griff zu bekommen, braucht es eine gesamtgesellschaftliche Debatte über den Wert von Berufen.“

BIBB Report 1/2019 – Beruflicher Aufstieg durch überwertige Erwerbstätigkeit – Männer und Frauen mit dualer Ausbildung im Vergleich

Mit dem Begriff der „überwertigen Erwerbstätigkeit“ wird die Situation beschrieben, dass eine dual beruflich qualifizierte Person eine Tätigkeit ausübt, für die in der Regel mindestens ein Fortbildungs- oder Hochschulabschluss erforderlich ist. Dieser Bereich ist erst vor kurzer Zeit in den Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung geraten. Grundsätzlich ist eine überwertige Erwerbstätigkeit als ein beruflicher Aufstieg zu werten. Ein Forschungsbeitrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) untersucht überwertige Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen mit dualer Berufsausbildung; dabei werden als zentrale Merkmale der erlernte Beruf und das Geschlecht analysiert, da diese die beruflichen Aufstiegschancen maßgeblich beeinflussen.

Komfortable Recherche und mehr Volltexte –
Neuer Fachinformationsservice des BIBB

Die Fülle der (wissenschaftlichen) Literatur zu Berufsbildung und Berufsbildungsforschung ist mittlerweile unübersehbar groß und selbst Fachleuten fällt es schwer, einen gewissen Überblick zu bewahren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sieht sich auch hier als Dienstleister und unterstützt den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Im Internet kann jetzt einschlägige Fachliteratur komfortabel recherchiert und teilweise sogar im Volltext eingesehen werden.
Möglich macht dies das „VET Repository“ des BIBB, das auf der Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) des BIBB mit über 62.000 Literaturnachweisen und mehr als 8.000 Links zu kostenfrei verfügbaren Volltexten basiert. „Mit dem ‚VET Repository‘ leistet das BIBB einen wichtigen Beitrag zur Berufsbildungsforschung, weil es wissenschaftliche Fachliteratur für alle Nutzerinnen und Nutzer Open Access zugänglich macht“, betont BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl.

Erfolgsfaktor Berufsqualifikationen im Handwerk

Die handwerkliche Meisterpflicht ist derzeit wieder in der politischen Diskussion. Mit seinem aktuellen Flyer „Erfolgsfaktor Berufsqualifikation“ fasst der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zehn Fakten zu meisterpflichtigen Handwerksberufen zusammen und betont die Wichtigkeit des qualifikationsgebundenen Berufszugangs. Das deutsche Handwerk ist mit seinen leistungsfähigen Strukturen der beruflichen Aus- und Weiterbildung im europäischen Kontext gut aufgestellt und sieht dies noch stärker als bisher auch als Vorbild in Europa.

50 Jahre berufsbildungspolitischer Austausch mit Israel

Das Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung ist ein bilaterales Kooperations- und Förderprogramm zwischen dem israelischen Ministerium für Arbeit und Soziales und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zwar sind die Gegebenheiten und Rahmenbedingungen der Berufsbildung in beiden Ländern unterschiedlich, die fünfzigjährige Erfahrung hat aber gezeigt, dass sie sich gegenseitig Anregungen geben und voneinander lernen können. Daher finden regelmäßig Studienreisen von Berufsbildungspersonal,
-expertinnen und -experten sowie Auszubildenden statt, die dazu beitragen, in beiden Ländern Impulse zur Weiterentwicklung der Berufsbildung auf unterschiedlichen Ebenen zu geben. Mit dem Schwerpunktthema „Digitalisierung in der Berufsbildung“ war eine deutsche Delegation aktuell in Israel unterwegs und hat Hintergrund und Programmablauf des Studienbesuchs sowie Eindrücke in einem Blog festgehalten.


Personalien

Neuer Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Freien Berufe

RA Peter Klotzki (54) hat zum 01. März 2019 die Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Freien Berufe (BFB) übernommen. Er folgt Stefanie Bauer, die den BFB bis zum 01. November 2018 leitete. 
Seit November 2009 war Peter Klotzki Geschäftsführer Kommunikation beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), davor hatte er Aufgaben bei der Bundesvereinigung der Deutsschen Arbeitgeberverbände (BDA) und beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall. 
Der BFB ist als außerordentliches Mitglied im KWB engagiert.

Veranstaltungen

Ist das noch Handwerk?
Kampagnenstart 2019 in der Factory Berlin - Handwerk überrascht mit Modernität in vielen Facetten

Am Beispiel von fünf Kampagnenbotschaftern zeigt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) auf, wie zukunftsweisend einer der ältesten deutschen Wirtschaftsbereiche tatsächlich ist.
Ob Kfz-Mechaniker,  Tischlermeisterin, Bestatter oder Modellbauer - „Unsere Kampagnenbotschafter verdeutlichen beispielhaft, dass viele Handwerkerinnen und Handwerker mutig und unkonventionell sind, Neues ausprobieren und tradierte Werte neu interpretieren. Kurzum: Sie widersprechen gängigen Klischees“, so ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.
Internationalität, Digitalisierung, Diversität, Humanität gehören heute genauso zum Handwerk wie Tradition, Werkbank und Blaumann.  Neben einer zeitlich befristeten Plakataktion werden kurze Imagespots im TV und in den sozialen Netzwerken zu sehen sein. Weitere Infos finden sich auf der Homepage des ZDH.

Berufsbildung international und attraktiv mit Erasmus+ Mobilität:
Bewerben Sie sich für eine Teilnahme am Erasmus+-Kontaktseminar in Berlin

Sie möchten Ihren Auszubildenden und ihrem Bildungspersonal Lernaufenthalte im europäischen Ausland ermöglichen?
Die Nationale Agentur beim BIBB lädt gemeinsam mit den Nationalen Agenturen aus Frankreich, Irland und Island nach Berlin ein, um Vertretern von Berufsbildungseinrichtungen, die in 2020 einen Erasmus+-Antrag stellen möchten, die Möglichkeit zu geben neue Kontakte zu knüpfen und Mobilitätsprojekte zu entwickeln und gestalten.
Die Veranstatlung findet vom 27. bis 29. Mai 2019 in Berlin statt.
Weitere Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Homepage der Nationalen Agentur im BIBB.

Kaufmännische KWB-Ausbildungsleiter-Tagung 
23. / 24. Mai 2019 bei Vodafone in Düsseldorf

Die diesjährige KWB-Tagung für kaufmännische Ausbildungsverantwortliche findet Ende Mai auf dem Vodafone-Campus in Düsseldort in Kooperation mit dem Telekommunikationsunternehmen und der örtlichen Industrie- und Handelkammer statt. Unter dem Titel "Ausbilden in neuen Arbeitsweilten" richtet sich der Blick in verschiedenen Vorträgen auf die Arbeits- und Lernwelt von morgen. Darüber hinaus sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, sich in einem Workshop aktiv mit "agilen" Methoden vertraut zu machen und (erste) eigene Erfahrungen zu sammeln. Das detaillierte Programm ist auf der KWB-Homepage zu finden. Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Teilnehmerzahl ist limitiert.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Barbara Dorn (BDA), Vorsitzende des KWB
Sven-Uwe Räß (Gesamtmetall), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein