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KWB-News Aus- und Weiterbildung


20.12.2018

Berufsbildungspolitik

BBiMoG unter dem Weihnachtsbaum
Referentenentwurf zur BBiG-Novelle liegt kurz vor Jahresende vor

Die Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ist Bestandteil des Koalitionsvertrages und mit einem engen Terminplan versehen. Vor allem die zwischen den Regierungsparteien vereinbarte Mindestausbildungsvergütung, die von der Wirtschaft deutlich kritisiert wird, soll zum 1. Januar 2020 in Kraft treten, dafür soll das neue Gesetz bis zum 1. August 2019 beschlossen werden. Unter Berücksichtigung aller zu berücksichtigen Verfahrensabläufe legt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seinen Referentenentwurf zur Verbändeanhörung kurz vor Weihnachten vor. Neben der „Einführung einer ausbalancierten und unbürokratischen Mindestvergütung für Auszubildende“ sind die „Stärkung und Weiterentwicklung der „höherqualifizierenden Berufsbildung mit transparenten beruflichen Fortbildungsstufen und mit eigenständigen und attraktiven Abschlussbezeichnungen“, die „Verbesserung der Durchlässigkeit auch innerhalb der beruflichen Bildung“ sowie die „Optimierung der Rahmenbedingungen des BBiG insbesondere für rechtsbeständige und hochwertige Prüfungen sowie für ein attraktives Ehrenamt“ Schwerpunkte der Überarbeitung.Wenig Freude löst die Terminsetzung aus.
Die Verbände haben bis zum 08. Januar 2019 Gelegenheit, den Gesetzesentwurf zu kommentieren; angesichts der Weihnachtsfeiertage eine extrem kurze Frist.
Die Anhörung findet am 10. Januar 2019 in Bonn statt.
Geplant ist u.a., die Mindestausbildungsvergütung an das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu koppeln und Abschlussbezeichnungen wie „Geprüfter Berufsspezialist“, „Berufsbachelor“ bzw. „Berufsmaster“ einzuführen. Der klassische „Meister“ wird also zukünftig offiziell „Berufsbachelor“ heißen, es soll allerdings ermöglicht werden, diesem Begriff eine weitere Abschlussbezeichnung beizufügen, sofern daran ein besonderes öffentliches Interesse besteht.

Betriebliche Ausbildungsangebote auf Rekordhoch
BIBB legt Analyse zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes 2018 vor

Mit den vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Mitte Dezember vorgelegten Zahlen zur Ausbildungsmarktentwicklung 2018 werden Rekordwerte hervorgebracht. Das Angebot der betrieblichen Ausbildungsplätze stieg um 17.800 (+3,2%) auf einen Spitzenwert von 574.200 Plätzen – Höchstwert seit 2009. Leider blieben auch extrem viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Mit 57.700 (+8.700 / 17,7 % gegenüber 2017) waren dies dreimal mehr als vor zehn Jahren. Insgesamt kamen auf 100 Ausbildungsplatznachfragende rund 97 Angebote. Das Engagement der Wirtschaft für die duale Berufsausbildung hat sich gelohnt, rund 385.000 junge Männer interessierten sich für eine Ausbildung, ein deutlicher Rückgang ist allerdings bei den jungen Frauen zu verzeichnen. Mit 225.000 Interessentinnen wird ein historischer Tiefstand erreicht. Als Erklärung hierfür werden bessere Schulabschlussnoten und höhere Studierbereitschaft der jungen Frauen gesehen. Hintergründe hierzu erörtert das BIBB in einem Fachbeitrag. Außerdem haben in der Zielgruppe der jungen Geflüchteten deutlich mehr Männer als Frauen Interesse an einer Ausbildung.
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt bei 531.400 und somit um 8.100 (+1,6 %) höher als im Vorjahr.

Prüferehrenamt stärken!
Hintergründe, Herausforderungen, Handlungsfelder

Mehr als 150.000 ehrenamtliche Prüfer sind das Rückgrat der beruflichen Bildung, sie engagieren sich allein bei den Industrie- und Handelskammern in über 30.000 Prüfungsausschüssen. Wie ihre Leistungen stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und für die Zukunft gesichert werden können, beschreibt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt in einem Strategiepapier. Ehrenamtliche Prüfer führen jährlich mehr als 600.000 Zwischen- und Abschlussprüfungen in der Ausbildung, mehr als 60.000 Prüfungen in der Höheren Berufsbildung und über 70.000 Ausbildereignungsprüfungen durch. Rund 3.000 Prüfer arbeiten zudem unentgeltlich in den zentralen IHK-Aufgabenerstellungseinrichtungen mit. All diese Leistungen stehen leider häufig im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit. Auch die erforderliche Bereitschaft der Unternehmen und Berufsschulen, Prüfer für ihre ehrenamtliche Aufgabe freizustellen, wird oft nicht hinreichend gewürdigt. Wie es gelingen kann, die Wertschätzung des Prüferehrenamtes zu erhöhen, beschreibt das Strategiepapier und nennt Hintergründe, Herausforderungen und Handlungsfelder. Dabei geht es unter anderem darum, wie der Aufwand für Prüfungen in praktikablen Grenzen gehalten werden kann, welche Chancen die Digitalisierung bietet oder wie sich rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen, insbesondere bei der anstehenden Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, verbessern lassen. Die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, Berufsschulen und Verbänden wird ebenso thematisiert wie das Erfordernis, bei Betrieben und Berufsschulen für Freistellung zu werben, der Austausch von Good Practices oder die Nutzung der Potenziale Älterer.

Mehr Geflüchtete in dualer Berufsausbildung?
Überblick über Datenlage und Angebote

Der Beginn einer Berufsausbildung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Integration junger Geflüchteter. Wie viele von ihnen haben es bereits geschafft, einen Ausbildungsplatz zu finden? Diese vermeintlich einfache Frage ist jedoch nicht ganz so leicht zu beantworten. In einer kompakten Überblicksarbeit stellen Wissenschaftler aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) dar, woher welche Zahlen kommen und erklären, warum es nicht „die eine richtige Zahl“ gibt, sondern für das Gesamtbild verschiedene Statistiken herangezogen werden müssen, die alle etwas Anderes erfassen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Geflüchteten in Ausbildung deutlich gestiegen, aber dennoch befinden sich noch viele junge Geflüchtete in Angeboten des Übergangsbereichs. Hier ist sind Aussagen noch schwieriger zu treffen, da es auf der Bundesebene keinen Überblick über die oftmals auf Landes- oder kommunaler Ebene initiierten Maßnahmen gibt.
Dionisius, Regina; Matthes, Stephanie; Neises, Frank: Weniger Geflüchtete im Übergangsbereich, mehr in Berufsausbildung? Welche Hinweise liefern amtliche Statistiken? Bonn 2018.

Qualifizierung in der Berufsbildung für behinderte Menschen
Kooperation mit israelischen Berufsbildungsexperten

Im Rahmen einer neu gestarteten Projektteamkooperation zum Thema „Qualifizierung von Berufsbildungspersonal für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung“ haben sich Ende November deutsche und israelische Berufsbildungsexperten in Heidelberg getroffen. „Wir freuen uns sehr über diese enge Zusammenarbeit mit den israelischen Experten“, berichtet Kirsten Vollmer, Leiterin der deutschen Projektgruppe und verantwortliche wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Berufliche Bildung behinderter Menschen im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). „Gemeinsam untersuchen wir, wie Experten, aber auch ausbildendes Personal in der Berufsbildung in Deutschland und Israel – seien es beispielsweise Ausbilder oder Berufsschullehrer – noch besser für ihre Arbeit mit behinderten Menschen qualifiziert werden können. "Die Kooperation ist im Sommer 2018 angelaufen und basiert auf einer Study Tour, einem Auslandsaufenthalt für Berufsbildungsexperten, im Deutsch-Israelischen Programm zum Thema „Berufsbildung für Menschen mit Behinderung“. Bei dem Projekttreffen in Heidelberg wurden nun erste Ergebnisse beider Teams zusammengetragen. Das Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung bietet verschiedene Formate des Austauschs zwischen deutschen und israelischen Teilnehmenden und Institutionen, um Impulse zur Weiterentwicklung der Berufsbildungssysteme beider Länder zu geben und den Kulturaustausch zu fördern. Zielgruppen sind dabei sowohl Auszubildende, Berufsbildungsexpert/-Innen sowie Wissenschaftler/-Innen. Bei der Projektteamkooperation kommen deutsche und israelische Expert/-Innen zusammen, um längerfristig gemeinsam ein Thema zu bearbeiten, das für beide Berufsbildungssysteme relevant ist. Weitere Aktivitäten sind die Study Tour, der Lernaufenthalt im anderen Land für Auszubildende sowie Seminare und Konferenzen zu aktuellen Themen der Berufsbildung.
Gefördert wird das bilaterale Kooperations- und Förderprogramm vom israelischen Ministerium für Arbeit und Soziales und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Seit 2013 ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB die durchführende Stelle in Deutschland.

Veranstaltungen

DIDACTA
19. - 23. Februar 2019 in Köln

Die Bildungsmesse DIDACTA findet im nächsten Jahr wieder in Köln statt. Der Veranstalter hat jetzt die Programmplanung online gestellt. Neben frühkindlicher Bildung, Schule und Hochschule spielt auch die berufliche Bildung und Qualifizierung wieder eine besondere Rolle. Zahlreiche Aussteller und ein umfangreiches Informations- und Diskussionsangebot im Forum Berufliche Bildung und weiteren Sonderflächen geben Einblicke in die aktuellen Fragen und Themen der Berufsbildung.

Save the date: 27.02.2019 
Fachtagung "Fachkräftesicherung für die Arbeitswelt der Zukunft"

In den letzten drei Jahren sind im Rahmen der europäischen Sozialpartnerrichtlinie im Programm "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ rund 120 Projekte gestartet worden. Das Programm unterstützt die Anstrengungen der Sozialpartner und betrieblichen Akteure bei der Fachkräftesicherung und Anpassung an den demografischen und technologischen Wandel. Die bundesweit verorteten Vorhaben zielen auf den Ausbau nachhaltiger Weiterbildungsstrukturen in Unternehmen und die Verbesserung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt. Bei der Fachtagung "Fachkräftesicherung für die Arbeitswelt der Zukunft" am 27.02.2019 in Berlin werden Lösungsansätze aus Projekten der Initiative vorgestellt und künftige Herausforderungen unter einem branchenspezifischen Blick reflektiert. Zudem sollen Anforderungen und Strategien erörtert werden, die sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Digitalisierung für den sozialpartnerschaftlichen Dialog ergeben. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie in Kürze auf der Homepage des Programms.

Girls'Day 2019 läuft
Mädchen-Aktionstag im kommenden Jahr schon Ende März

Am 28. März 2019 ist wieder Girls'Day - Unternehmen und Organisationen, die Schülerinnen Berufsalternativen jenseits der klassischen Rollenverteilung aufzeigen möchten, können diese ab sofort online stellen.
Der Mädchen-Zukunftstag ist eine Erfolgsgeschichte. Seit seinem Start im Jahr 2001 erkundeten auf diesem Weg rund 1,9 Millionen Schülerinnen die vermeintlich "männliche" Berufswelt. Jährlich beteiligen sich Unternehmen und Organisationen mit etwa 10.000 Veranstaltungen. Der Erfolg gibt ihnen recht: 40 Prozent der Teilnehmerinnen möchten in dem am Girls'Day kennengelernten Beruf ein Praktikum absolvieren oder eine Ausbildung beginnen. Rund ein Drittel der Unternehmen, die mehrfach beim Girls'Day aktiv waren, hat mittlerweile Bewerbungen von ihren "Ehemaligen" erhalten. 
Parallel zum Girls'Day findet auch im kommenden Jahr wieder der Boys'Day statt. 

Save the dates:
KWB-Ausbildungsleitertagungen 2019

Die KWB-Ausbildungsleitertagungen sind feste Blöcke in unserer Jahresplanung und wir freuen uns, dass Partner und Termine für das nächste Jahr jetzt feststehen. Es geht mit beiden Veranstaltungen nach Nordrhein-Westfalen.
Mit den kaufmännischen Kolleginnen und Kollegen treffen wir uns am 23./24. Mai 2019 mit Unterstützung der örtlichen IHK bei Vodafone in Düsseldorf. Das Programm ist in Vorbereitung und wird diesmal für alle Beteiligten besonders aktiv werden.
Die gewerblich-technische Tagung führt uns am 19./20. November 2019 in einen der größten Chemiestandorte Deutschlands, den Chemiepark Marl, wo uns Gastgeber Evonik besondere Einblicke gewährt. Die Programmplanungen starten im Frühjahr nächsten Jahres.
Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten finden Sie zeitnah auf der KWB-Homepage.

Auszeichnungen

Bestenehrung
Handwerk ehrt bundesweit beste Auszubildende

Die dritte „Europäische Woche der Berufsbildung“, deren nationale Botschafterin Elke Büdenbender ist, bildete 2018 den Rahmen für die Auszeichnung von 130 Bundessiegern des Leistungswettbewerbes des Deutschen Handwerks unter dem Motto „Handwerk: Die nächste Generation. Wir zeigen, was kommt.“
„Die berufliche Bildung erfährt wieder gesellschaftlichen Aufwind. Und es sind junge Leistungsträger wie unsere Bundessiegerinnen und Bundessieger, die zeigen, wie weit man kommen kann, wenn man Erfüllung in seinem Traumberuf gefunden hat. Die Bundessieger und Preisträger stehen als Beste in ihrem Gewerk für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks. Diese Profis zeigen, was das Handwerk in der Zukunft zu leisten imstande ist“, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), in seiner Begrüßung. An dem Leistungswettbewerb, der in diesem Jahr bereits zum 67. Mal ausgetragen wird, hatten sich rund 3.000 qualifizierte junge Gesellinnen und Gesellen beteiligt, knapp 800 qualifizierten sich als Landessieger für die Bundesebene. In über 100 Wettbewerbsberufen (inklusive Fachrichtungen) konnten sich schließlich 234 von ihnen über die besondere Auszeichnung der ersten drei Plätze freuen. Mehr als ein Drittel der Ausgezeichneten sind junge Frauen. Bei der Festveranstaltung wurden auch die Sieger im Kreativ-Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr in 25 Gewerken durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, insbesondere die gestalterischen Fähigkeiten und Ästhetik junger Fachkräfte zu würdigen. Jungen Menschen vermittelt er die hohe Bedeutung von Formgebung und Gestaltung in den kreativen Handwerksberufen, in denen sie sich voll entfalten können.

Bestenehrung
IHK-Organisation ehrt bundesweit beste Auszubildende

Die Ehrung und Auszeichnung der bundesweit besten Auszubildenden hat in der IHK-Organisation Tradition. Bereits zum dreizehnten Mal wurde die Veranstaltung im Dezember 2018 in Berlin zentral organisiert. Rund 1.000 Gäste, darunter nicht nur die stolzen Familien, sondern auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Bundestagsabgeordnete sowie Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern, folgten der Festrede des Bundespräsidenten und dem bunten Programm unter Moderation von Barbara Schöneberger.
Rund 300.000 Azubis haben in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung in 205 Ausbildungsberufen abgelegt; die jeweils besten waren zum DIHK nach Berlin eingeladen. Dass es gleich 213 Bundesbeste gibt, liegt daran, dass in einigen Berufen zwei Absolventen die exakt gleiche Punktzahl in den Prüfungsergebnissen hatten, in einem Fall gab es sogar drei punktgleiche Bundesbeste. Die maximale Punktzahl von 100 wurde dreimal erreicht.
 "Ohne unsere tausende ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern wären unsere duale Ausbildung und die Höhere Berufsbildung nicht möglich", so Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). "Bei der bevorstehenden Novellierung des Berufsbildungsgesetzes setzen wir uns als IHK-Organisation dafür ein, dass unser Ehrenamt in Zukunft durch weniger Bürokratie belastet wird und wir auch morgen noch genügend Prüfer für ihr verdienstvolles Amt motivieren können."

„Heribert-Späth-Preis" für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk“

Der diesjährige „Heribert-Späth-Preis" geht nach Holzgerlingen bei Stuttgart und zeichnet Klaus Finger, Geschäftsführer der Elektro Breitling GmbH, aus. Die Jury überzeugte vor allem sein ganzheitlicher „Masterplan“, um sein Unternehmen mit über 150 Mitarbeitern, darunter 15 Auszubildende, als starke Arbeitgebermarke in der Region zu positionieren.
Ein firmeneigenes Ausbildungszentrum (Elektro Bildungs- und Innovations-Center EBIC) richtet sich insbesondere an Schüler in der Berufsorientierung sowie an Berufsstarter.
Hier werden Schulpatenschaften gepflegt, die die Attraktivität und Vielfalt des Handwerks aufzeigen: Im Projekt „Licht für Afrika“ bauen Auszubildende gemeinsam mit Schülern Solarlampen für Kinder in Afrika, im Projekt „Smart Home“ experimentieren Auszubildende und Schüler mit neuen Technologien und im Projekt „Bewerbertraining“ bereiten sich Abschlussklassen auf die anstehende Bewerbungsphase vor.
Aus- und Weiterbildung wird im Betrieb systematisch und langfristig angegangen. Alle Auszubildenden und Mitarbeiter erhalten eine „Skill-Card“, mit der sie Punkte für absolvierte Bildungsangebote sammeln. So wird gemeinsam mit den Mitarbeitern sichergestellt, dass sie fachlich fortwährend am Puls der Zeit bleiben. Begleitet werden die Aktivitäten durch eine eigens entwickelte „Cross Media-Kampagne“, die die Vorteile für einen Berufseinstieg im Handwerk in den Fokus stellt. Dazu zählen beispielsweise ein eigener Internetauftritt, eine eigene Ausbildungsbroschüre sowie gezielte Werbeaktionen.
Der mit 3.000 € dotierte Preis wird von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk e. V. seit 1997 jährlich an einen Betriebsinhaber oder eine Betriebsinhaberin im Handwerk verliehen. Namensgeber ist der ehemalige Präsident des ZDH (1988-96).

"Ausbildungs-Ass" 2018

Seit 1997 wird traditionell von der Initiative der Jungen Deutschen Wirtschaft, einem Zusammenschluss der Wirtschaftsjunioren Deutschland und den Junioren des Handwerks, gemeinsam mit der INTER Versicherungsgruppe das Ausbildungs-Ass an Deutschlands beste Ausbilder vergeben. Ausgezeichnet wird in drei Kategorien:
- Industrie / Handel / Dienstleistungen
- Handwerk
- Ausbildungsinitiativen 
Die Erstplatzierten erhalten je 2.500 Euro, die Zweitplatzierten je 1.500 Euro und die Drittplatzierten je 1.000 Euro. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise à 500 Euro vergeben. 
Die Preisträger sind auf der Homepage der Initiative beschrieben.

"Digital Youngsters" skizzieren die Ausbildung von morgen

VR-Brillen, Roboter, an Computerspiele erinnernde Lernumgebungen - beim Finale des von WorldSkills Germany initiierten Bundeswettbewerbs "Digital Youngsters" zeigten sieben Auszubildenden-Teams, wie sie sich die Ausbildung und Arbeit von morgen vorstellen. Im Gegensatz zu den Plänen vieler Unternehmen, die Digitalisierung zur kosteneffizienteren und gewinnsteigernden Produktion zu nutzen, sehen junge Menschen eher den Menschen und dessen Work-Life-Balance im Mittelpunkt der Arbeitswelt der Zukunft. Die Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle und wird auch die Ausbildung grundlegend verändern, aber immer zum Wohle der Lernenden und Lehrenden. Aus den ursprünglich 15 eingereichten Visionen zur Ausbildung 2030 ging beim Finale in der TeamBank AG Nürnberg das Team der CANCOM als Bundessieger hervor.
Das Siegerteam setzte mit seinem Konzept auf eine cloudbasierte Lösung. Sie kann unabhängig vom Endgerät und in jedem Moment zur effizienten Teamarbeit genutzt werden. Eine integrierte künstliche Intelligenz ist das Hauptmerkmal, das den Lernenden zum Beispiel durch Analysen der Lernmuster unterstützt und auf die Individualität der Lernenden eingeht. Durch effizientes Zeitmanagement der Schüler mithilfe der KI soll der Lernende in weniger Zeit mehr lernen können. Somit soll die frei verfügbare Zeit der Auszubildenden und Lehrer steigen. Dr. Christiane Decker, Mitglied des Vorstands der TeamBank AG, vergab für ihr Haus einen weiteren Ehrenpreis: "Gewonnen hat das Team der Audi AG, weil sie uns und unsere Azubis in der Art, wie sie an ihre Überlegungen herangegangen sind, überzeugt haben. Sie haben das Thema Individualisierung verbunden mit einer Modularisierung, sodass jeder sein eigenes Lerntempo aufnehmen kann und so lernen kann, wie er das möchte, dabei aber alle Möglichkeiten hat. Die Digitalisierung trägt hier unglaublich dazu bei."
Neben dem "Digital Youngsters-Award 2018" erhielt das CANCOM-Team einen Gutschein für einen Workshop bei der TriCAT GmbH in Ulm, dem Spezialisten für virtuelle 3D Lern- und Arbeitswelten sowie ein Tablet von Samsung, Kooperationspartner von WorldSkills Germany.

Berufsorientierung

Elementare Vielfalt (ElVi)
Chemie setzt auf zielgruppengerechte Ansprache

Digital und interaktiv: Das neue Ausbildungsquiz der ElVi-Kampagne vereint die Vorteile moderner Technik mit den Anforderungen der jungen Zielgruppe an zeitgemäße Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler können mit ihrem Smartphone verschiedene Ausbildungsumgebungen virtuell erkunden und sich den Inhalten spielerisch nähern. Das 360-Grad-Ausbildungsquiz wird durch Marketingmaßnahmen bei Instagram, Snapchat und Facebook ergänzt und unter anderem von der YouTuberin und Grimme-Preisträgerin Mai-Thi Leiendecker beworben. Die sehr guten  Klickzahlen sprechen für sich.

Was?! Superheld ist kein Ausbildungsberuf?

Die Imagekampagne des Handwerks läuft bereits seit einigen Jahren und schafft es mit ihren innovativen und manchmal provokativen Ansätzen immer wieder Aufmerksamkeit zu erzielen. Im Dezember wurde der Whatsapp-Berufe-Checker als weiteres Angebot der Berufsorientierung gestartet. In fünf einfachen Fragen kommen Jugendliche den zu ihren Interessen passenden Berufen näher und erhalten Hinweise auf Berufsbilder, die sie vielleicht noch nicht kennen.

Zum Jahresende

Frohe Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser, 

wir  hoffen, dass wir Ihnen mit dem KWB-Newsletter regelmäßig interessante und für Sie relevante Informationen rund um die berufliche Bildung zukommen lassen können. Bitte lassen Sie uns wissen, was wir in Ihrem Sinne verändern, ergänzen und besser machen können, für Anregungen sind wir jederzeit dankbar.

Mit diesem letzten Newsletter neigt sich das Jahr 2018 dem Ende entgegen. 
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einen besinnlichen vierten Advent, Frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

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Christina Mersch (DIHK), stellvertretende Vorsitzende des KWB
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Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein