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KWB-News Aus- und Weiterbildung


02.05.2018

Berufsbildungspolitik

Berufsbildungsbericht 2018 veröffentlicht
Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Sitzung am 15. März 2018 in Bonn den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgelegten Entwurf des Berufsbildungsberichts 2018 beraten und eine gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf dieses Berichts verabschiedet. Darin heißt es, der Berufsbildungsbericht zeige sowohl leichte Erfolge als auch einige Problemfelder und die noch immer vorhandenen Aufgaben für alle Beteiligten auf dem Ausbildungsmarkt. Der Berufsbildungsbericht 2018 wurde am 21.04.2018 im Anschluss an die Beratung im Bundeskabinett vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlicht. Der BIBB-Hauptausschuss hat auf seiner Sitzung am 15. März zudem beschlossen, seine Stellungnahme parallel zum Erscheinen des Berufsbildungsberichts zu veröffentlichen. Der BIBB-Hauptausschuss hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dazu gehört laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) auch die Stellungnahme zum Entwurf des jährlichen Berufsbildungsberichts. Der Hauptausschuss ist zu gleichen Teilen mit Vertretern von Bund, Ländern sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen besetzt.

Mehr Ausbildungsplätze – weniger Bewerber

429.000 Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle, das sind 15.000 weniger als im Vorjahreszeitraum von Oktober bis April, lagen bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern Ende April 2018 vor. Gleichzeitig waren 475.000 Ausbildungsstellen - 13.000 mehr als vor einem Jahr - gemeldet. Trotzdem waren noch 228.000 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die meisten Ausbildungsangebote entfallen auf die Berufe Kaufleute im Einzelhandel (30.500), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.800) und Kaufleute für Büromanagement (19.200). Nach wie vor zeigen sich auch aktuell regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit liefert detaillierte weitere Informationen.

Digitalisierung bringt große Umwälzungen am Arbeitsmarkt

Die Digitalisierung wird bis zum Jahr 2035 nur geringe Auswirkungen auf das Gesamtniveau der Beschäftigung haben, aber große Umbrüche bei den Arbeitsplätzen mit sich bringen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, in der das Szenario einer fortschreitenden Digitalisierung mit einem Basis-Szenario ohne Digitalisierungseffekte verglichen wird. Im Jahr 2035 werden laut den Modellrechnungen aufgrund der Digitalisierung einerseits rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut sein. Andererseits führt die Digitalisierung den Forschern zufolge zu annähernd genauso vielen neuen Arbeitsplätzen, sodass unterm Strich keine größeren Beschäftigungsverluste auftreten werden.
In der Studie von IAB und BIBB werden die Auswirkungen der Digitalisierung regional differenziert dargestellt. „Entscheidend für die regionalen Auswirkungen einer zunehmenden Digitalisierung sind die Wirtschafts- und Berufsstruktur vor Ort“, erklären die Forscher. Das Verarbeitende Gewerbe wird laut der Studie die höchsten Beschäftigungsverluste aufgrund der Digitalisierung erfahren. Hier könnten rund 130.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die größten Beschäftigungsgewinne sind dagegen in der Branche „Information und Kommunikation“ mit rund 120.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu erwarten. In Nordrhein-Westfalen werden laut der Studie in absoluten Zahlen betrachtet am meisten Arbeitsplätze ab- und aufgebaut. Die Forscher erwarten hier rund 290.000 verlorene, aber auch rund 290.000 neu entstandene Arbeitsplätze. Setzt man die Veränderungen dagegen in Beziehung zur Zahl der derzeit bestehenden Arbeitsplätze, ergeben sich für Baden-Württemberg die größten Umwälzungen. Im Jahr 2035 werden in diesem Bundesland aufgrund der Digitalisierung rund 210.000 Arbeitsplätze weggefallen sein. Gleichzeitig werden hier jedoch rund 200.000 neue Arbeitsplätze infolge der Digitalisierung entstehen. Insgesamt sind damit in Baden-Württemberg knapp sieben Prozent aller Arbeitsplätze von der Digitalisierung betroffen. Die Gesamtwirkungen der Digitalisierung unterscheiden sich laut der Studie aber alles in allem in den Regionen nur wenig.„Eine zunehmende Digitalisierung wird jedenfalls mit einer deutlichen Umgestaltung der Arbeitswelt einhergehen, und in diesem Prozess werden Bildung und Weiterbildung der Beschäftigten eine zentrale Rolle übernehmen“, betonen die Forscher.

Fachkräftecheck Chemie: Der Mangel wird greifbarer

Im Auftrag des BAVC hat KOFA, das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, einen Fachkräftecheck Chemie erstellt, der die Fachkräftesituation in den Berufen beleuchtet, die für die Chemie-Branche besonders relevant sind. 

Die zentralen Ergebnisse in Kürze:
Engpässe vor allem im technischen Bereich
Viele der naturwissenschaftlich qualifizierten Fachkräfte sind in der Chemie-Industrie tätig und bilden dort den Kern der Belegschaften. Es werden aber auch andere Qualifikationen benötigt, etwa in technischen und kaufmännischen Berufen. Hier steht die Chemie in stärkerer Konkurrenz mit anderen Branchen. Bei 18 von 35 untersuchten Berufen waren Engpässe festzustellen. Während nur zwei kaufmännische und drei naturwissenschaftliche Berufe betroffen waren, liegt der größte Teil der aktuellen Engpassberufe mit 13 von 16 betrachteten Gattungen im Fachbereich der technischen Berufe.
Zehn Berufe sind stark betroffen
Selbst unter der Annahme, dass alle offenen Stellen tatsächlich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet würden, reichte die Zahl der Arbeitslosen in zehn relevanten Berufsfeldern rechnerisch nicht aus, um alle Stellen zu besetzen. Von diesen starken Engpässen fallen die Chemikanten und Pharmakanten unter die naturwissenschaftlichen Berufe. Fast alle anderen betroffenen Berufsgattungen liegen im technischen Fachbereich. Dies sind insbesondere Fachkräfte für Mechatronik sowie für Automatisierungstechnik. Während gerade technische Berufe bereits seit mehreren Jahren von Fachkräfteengpässen betroffen sind, zeigt sich für die naturwissenschaftlichen Kernberufe der Chemie-Branche ein weniger angespanntes Bild. Derzeit sind jedoch bei Chemikanten und Pharmakanten, bei Fachkräften im Lacklaboratorium und bei Fachkräften im chemisch-technischen Laboratorium Fachkräfteengpässe zu verzeichnen.
Nachwuchssuche gestaltet sich weiterhin schwierig
In IT- und Laborberufen ist die Ausbildungssituation stabil, in technischen Berufen treten mehr Schwierigkeiten bei der Nachwuchssuche auf. Seit 2010 hat sich der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze kontinuierlich von durchschnittlich 1,4 Prozent auf nunmehr 3,5 Prozent erhöht. In absoluten Zahlen ausgedrückt, gab es allein in den technischen Berufen 2016 fast doppelt so viele unbesetzte Ausbildungsplätze wie 2010 – und das, obwohl nur ein vergleichsweise geringer Teil der Bewerber unversorgt bleibt.

SINUS-Studie:
„Schule-Wirtschaft-Kooperationen - Was sagen Jugendliche dazu?“

Jugendliche wünschen sich von ihrer Schule eine gut strukturierte und breit aufgestellte Berufsorientierung. Dies zeigt eine Ende März 2018 veröffentlichte SINUS-Studie im Auftrag des Netzwerks Berufswahl-SIEGEL. Die Untersuchung bestätigt damit die Forderung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), in allen Schulformen der Sekundarstufen I und II eine systematische, curricular festgeschriebene und praxisnahe Berufs- und Studienorientierung zu gewährleisten.
Die BDA spricht sich dabei für eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung aus, die mehr Frauen den Weg in technische („MINT“-) Berufe und mehr Männern den Weg in soziale Berufe ebnet.
Im Rahmen der SINUS-Studie wurden Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 18 Jahren unter anderem nach ihren Erwartungen an die Schule in Sachen Berufsorientierung gefragt.

Die Ergebnisse sind u.a.:
  • Jugendliche wollen in der Schule umfassend über die ganze Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten informiert und damit besser als bisher auf das Arbeitsleben vorbereitet werden. Sie plädieren für ein eigenes Fach „Berufsorientierung“.
  • Wichtig ist den jungen Menschen, dass sie ihre eigenen Stärken erfahren, ehrliches Feedback und eine persönliche Beratung bekommen.
  • Abiturienten wünschen sich eine gleichwertige Beratung zu Studium und Ausbildung.

Berufsausbildung

Qualitätssicherung der betrieblichen Ausbildung im dualen System in Deutschland - Ein Überblick für Praktiker/-innen und Berufsbildungsfachleute

Qualität und Attraktivität der Berufsbildung sind zentrale bildungspolitische Herausforderungen in Deutschland wie auch international. Da Berufsbildungssysteme in anderen Ländern überwiegend schulisch geprägt sind, stellt sich gerade auch im Ausland häufig die Frage, welche Instrumente und Wege im deutschen dualen System Ausbildungsqualität sicherstellen. Die Publikation „Qualitätssicherung der betrieblichen Ausbildung im dualen System in Deutschland – Ein Überblick für Praktiker/-innen und Berufsbildungsfachleute“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bietet jetzt einen strukturierten Überblick über die zentralen Mechanismen der Qualitätssicherung in der betrieblichen Erstausbildung.

Die Broschüre ist in Deutsch und Englisch verfügbar. Sie
  • bietet eine Zusammenfassung der wichtigsten Regelungen, Verfahren und Akteure,
    die die Ausbildungsqualität am Lernort Betrieb sichern und weiterentwickeln,
  • setzt den deutschen Weg der Qualitätssicherung im dualen System in den Zusammenhang der europäischen Qualitätssicherungsdiskussion,
  • beschreibt die verschiedenen Elemente der Qualitätssicherung in der beruflichen Erstausbildung – von der Entwicklung nationaler Ausbildungsstandards bis zum betrieblichen Ausbildungsplan,
  • enthält eine Liste der rechtlichen Grundlagen und eine Übersicht über weiterführende Literatur.

BIBB-Hauptausschussempfehlung:
"Abschlussorientierte Qualifizierung Erwachsener: 
Gelingensbedingungen und Erfolgsfaktoren"

Nach intensiver Arbeit hat der Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) eine Empfehlung zur abschlussorientierten Qualifizierung von Erwachsenen verabschiedet. 
Unter der Thematik „abschlussorientierter Qualifizierung von Erwachsenen“ werden Weiterbildungsangebote verstanden, die entweder direkt oder in systematischen, aufeinander aufbauenden Teilschritten auf den Erwerb von Berufsabschlüssen vorbereiten. Sie kann durch unterschiedliche, individuell gestaltete Qualifizierungsformate umgesetzt werden. In der Praxis sind dies zumeist Umschulungen, Vorbereitungskurse zur Externenprüfung sowie modulare Nachqualifizierung (z.B. über Vermittlung von Ausbildungsbausteinen oder Teilqualifikationen). Die Empfehlung definiert die infrage kommende Zielgruppe sowie die Gelingensbedingungen mit Blick auf die notwendige Beratung, Finanzierungsfragen, die Gestaltung des Lernangebots sowie die Rolle der Betriebe und Weiterbildungseinrichtungen. Darüber hinaus werden Empfehlungen für den Zugang zur Externenprüfung und weitere Hinweise gegeben.
Eine Überarbeitung der BIBB-HA-Empfehlung 105 aus dem Jahr 2000 "Empfehlung zum Nachweis über berufsbezogene Qualifikationen" ist in Vorbereitung.

Digitale Medien in der Beruflichen Bildung

Ob Bilder, Grafiken, Text oder Musik, Wikis, Vodcasts oder Podcasts: im Internet finden sich über entsprechende Suchmaschinen und Plattformen „offen“ lizenzierte Inhalte. Diese dürfen kostenlos genutzt werden. Auch eine Bearbeitung, Weiterentwicklung und Verbreitung ist möglich. Handelt es sich dabei um didaktisierte Inhalte, spricht man von offenen Bildungsmaterialien oder auch Open Educational Resources, kurz OER. Für die berufliche Bildung eröffnen sich mit offenen Bildungsmaterialien neue Möglichkeiten der Individualisierung im Lehr-Lern-Prozess oder bei der Aufbereitung von Lernmaterialien für Auszubildende. So können beispielsweise Lerninhalte mithilfe von Tutorials zu Hause von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Offene Bildungsmaterialien können kollaborativ auch außerhalb des Kollegiums oder mit Lernenden selbst erstellt und weiterentwickelt werden. Seit Ende 2016 werden unter der BMBF-Richtlinie zur Förderung von offenen Bildungsmaterialien / OERinfo eine Reihe von Projekten gefördert. Ziel ist die Breite Sichtbarmachung des Themas, das Erreichen neuer Zielgruppen sowie die Verankerung entwickelter Sensibilisierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in die Aus- und Weiterbildungsstrukturen aller Bildungsbereiche. Zentrales Projekt der Förderlinie ist die Informationsstelle OERinfo. Das als Web-Portal konzipierte Projekt stellt umfassende Informationen zum Thema OER zur Verfügung und informiert die Öffentlichkeit sowie fachliche Zielgruppen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist als Transferpartner für die berufliche Bildung am Projekt beteiligt. Das Dossier zu OER in der Berufsbildung bietet neben der Erörterung des bereichsspezifischen Bedarfs eine Reihe an weiteren Informationsangeboten:
  • Annotierte Auswahlbibliografie
  • Handlungsanleitungen und Leitfäden für die Praxis
  • Praxisbeipiele und damit in Verbindung stehende Akteure
Weitere Praxiskategorien wie “mit OER lehren/lernen” oder “OER herstellen” bieten Impulse für eine erfolgreiche Einbindung von OER in den Unterrichts- und Praxisalltag.

Auszeichnung

Vier Unternehmen erhalten Inklusionspreis für die Wirtschaft 2018

Inklusion schafft Mehrwert für Unternehmen: Das zeigt der Inklusionspreis für die Wirtschaft, der jetzt in Berlin zum sechsten Mal verliehen wurde. Vier inklusionsstarke Unternehmen erhielten den renommierten Preis: Die IT-Firma JP-ProteQ, der Fachhändler Schmaus, der Energieversorger Westnetz und der Elektrokonzern Siemens. „Wir wollen vorbildliches unternehmerisches Handeln auszeichnen, das die Potenziale von Menschen mit Behinderungen sichtbar macht“, erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer für den Initiatorenkreis, zu dem neben der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Bundesagentur für Arbeit, die Charta der Vielfalt und das UnternehmensForum gehören. 

Die Preisträger im Überblick: 

Siemens: Recruiting einfach machen 
In der Kategorie „Konzern“ wurde das Industrieunternehmen Siemens ausgezeichnet: Das Unternehmen legt einen beispielhaften Schwerpunkt auf das Recruiting von Menschen mit Behinderungen. Es hat dafür eine spezielle Landingpage für Bewerbende mit Handicap geschaffen sowie sein Azubi-Auswahlverfahren den Bedürfnissen von Jugendlichen mit Schwerbehinderungen angepasst. Um Inklusion nachhaltig zu verankern, führt der Konzern zudem Schulungen für Führungskräfte durch und Aktionen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Auch Barrierefreiheit ist fest verankert – als verbindlicher Prüfpunkt bei allen Bauangelegenheiten und IT-Systemen. 

Westnetz: Konsequent inklusive Ausbildung fördern 
Der Energieversorger Westnetz aus Nordrhein-Westfalen ist Preisträger der Kategorie „Großes Unternehmen“. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit seinem umfassenden strategischen Ansatz, junge Menschen mit Behinderungen zu fördern. Dafür hat das Unternehmen eigens individuelle Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche geschaffen und zusätzlich einen Ausbilder mit reha-pädagogischer Zusatzausbildung eingestellt. Zudem hat Westnetz eine spezielle Einstiegsmaßnahme eingeführt, um auch lernbehinderten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Berufsfeld vertraut zu machen. 

Schmaus: Digitalisierung für mehr Inklusion nutzen 
In der Kategorie „Kleines Unternehmen“ überzeugte der Büroartikelhersteller Schmaus aus Sachsen mit einer Beschäftigungsquote von 27 % – jeder dritte Beschäftigte ist hier behindert. Das familiengeführte Fachhandelsunternehmen zeigt mit der innovativen Entwicklung einer Datenbrille, dass die Digitalisierung große Chancen für Menschen mit Behinderungen bietet - und gleichzeitig Prozesse optimiert. Im Bereich der Lagerlogistik beschäftigt Schmaus heute mehrere Menschen mit Hörbehinderung. Die guten Erfahrungen haben bei Schmaus dazu geführt, Inklusion als wesentliches Instrument der Fachkräftesicherung zu nutzen. 

JP-ProteQ: Inklusion in Start-ups nutzen 
Das Berliner Start-up-Unternehmen JP-ProteQ gewann den Preis in der Kategorie „Nicht-beschäftigungspflichtes Unternehmen“. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten haben eine Behinderung. Der Inhaber sorgt mit Maßnahmen wie Rückzugsräumen und flexibel Arbeitszeiten dafür, dass seine Mitarbeiter ihre Leistungen im Bereich Softwareentwicklung gut einbringen können. Sein Betrieb zeigt, dass Inklusion auch Innovation ermöglicht.  

Ausschreibungen

Aufstiegsstipendium
Mit Berufsausbildung studieren - Studienförderung auch berufsbegleitend

An vielen Hochschulen in Deutschland ist ein Studium auch ohne Abitur möglich. Wer nach dem erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung bereits einige Jahre in der Praxis gearbeitet hat, kann sich um einen Studienplatz bewerben. Eine zusätzliche Motivation für engagierte Fachkräfte, die studieren wollen, bietet das Aufstiegsstipendium des Bundesbildungsministeriums. Das Stipendium, zu dem jährlich in zwei Auswahlrunden mehr als 1.000 Neuaufnahmen möglich sind, fördert ein Erststudium.
Der erste Schritt zur Förderung ist die Online-Bewerbung, die in der aktuellen Auswahlrunde bis zum 4. Juni 2018 möglich ist.
Das Aufstiegsstipendium hat unter den Studienförderungen einige Besonderheiten: Voraussetzungen für die Bewerbung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und anschließend mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.
Es zählen die beruflichen Leistungen, der Schulabschluss spielt keine Rolle.
Die Bewerbung ist bereits vor Beginn eines Studiums möglich, nach Aufnahme ins Programm ist ein Jahr Zeit, mit dem Studium zu beginnen. Wer bereits studiert, kann sich bis zum Ende des zweiten Studiensemesters bewerben. Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das Stipendium monatlich insgesamt 815 Euro. Zusätzlich gibt es eine Betreuungspauschale für Kinder unter zehn Jahren. Studierende in einem berufsbegleitenden Studiengang erhalten im Monat eine Förderung von 200 Euro. Die Förderung erfolgt als Pauschale und damit unabhängig vom Einkommen.
Weitere Informationen unter www.aufstiegsstipendium.de.

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2018:
"Gemeinsam innovativ! Kooperationen kreativ für neue Bildungsideen nutzen"

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat Mitte April gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der Deutschen Telekom AG den „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2018“ ausgeschrieben. Gesucht werden erfolgreiche Projekte, die in Zusammenarbeit von klassischen Bildungsinstitutionen mit Partnern – von der Elterninitiative über weitere Bildungseinrichtungen, engagierte Privatpersonen bis hin zu Unternehmen – vorleben, dass Innovationen und Bildungserfolge gerade auch dann entstehen, wenn neue, unkonventionelle Wege eingeschlagen werden.

Bildungseinrichtungen haben die Möglichkeit, sich bis zum 15. August 2018 in einer von vier Kategorien zu bewerben:
    • frühkindliche Bildung,
    • schulische Bildung,
    • berufliche Bildung oder
    • hochschulische Bildung.

BDA-Vizepräsident und Juryvorsitzender Dr. Gerhard F. Braun erklärt hierzu:
„Deutschland braucht ein Bildungssystem, das Weltklasse ist – gerade vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung. Es muss qualitativ hochwertig sein, die individuelle Förderung in den Mittelpunkt stellen und jeder und jedem Einzelnen umfassende Kompetenzen für die digitale Welt vermitteln. Damit dies nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis gelingt, brauchen wir den Mut, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Kooperationen mit externen Partnern können dabei wertvolle neue Impulse bieten.“

Der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung wird zum 19. Mal vergeben und ist in jeder Kategorie mit 10.000 € dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden beim Deutschen Arbeitgebertag am 22. November 2018 in Berlin ausgezeichnet.

Ausschreibungstext und Bewerbungsunterlagen sind ab sofort unter www.arbeitgeberpreis-fuer-bildung.de abrufbar.

Ausbildungs-Ass geht in die 22. Runde

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) suchen Deutschlands beste Ausbilder:
Bis zum 31. Juli 2018 können sich Unternehmen, Institutionen, Schulen und Initiativen, die Jugendliche in besonderer Weise auf dem Weg ins Berufsleben unterstützen, um den Titel "Ausbildungs-Ass 2018" bewerben.
Die WJD und die Junioren des Handwerks schreiben den Wettbewerb gemeinsam mit der Inter Versicherungsgruppe bereits zum 22. Mal aus.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird in drei Kategorien vergeben: "Industrie, Handel, Dienstleistungen", "Handwerk" und "Ausbildungsinitiativen", wobei die Erstplatzierten je 2.500 Euro erhalten, für Rang zwei gibt es je 1.500 Euro und für den dritten Platz jeweils 1.000 Euro. Gesucht werden Unternehmen, die
  • sich in der Ausbildung junger Menschen außergewöhnlich engagieren und ihre Auszubildenden überdurchschnittlich fördern,
  • in der Ausbildung neue Wege gehen,
  • auch benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben,
  • besonders begabte Jugendliche intensiv fördern.
Darüber hinaus können sich auch Initiativen, Institutionen und Schulen bewerben, die
  • einen Beitrag zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze leisten oder
  • Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben in besonderer Weise unterstützen.
Die Online-Ausschreibungsunterlagen sind unter der Adresse www.ausbildungsass.de verfügbar.

SCHULEWIRTSCHAFT-Wettbewerb "Das hat Potenzial!"

Mit dem Preis „Das hat Potenzial!“ prämiert das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland Unternehmen, Schulen und Verlage für ihr herausragendes Engagement an der Schnittstelle Schule und Beruf und ihren Einsatz für die ökonomische und digitale Bildung von Schülerinnen und Schülern. Der Wettbewerb wird in drei Kategorien ausgeschrieben:
  • Unternehmen, die sich in vorbildlicher Weise für die Berufs- und Studienorientierung junger Menschen und deren Übergang von der Schule in die Arbeitswelt engagieren.
  • Kooperationen zur digitalen Bildung zwischen Schulen und Unternehmen, die mit ihrer engen und regelmäßigen Zusammenarbeit Schülerinnen und Schüler für das Leben und Arbeiten in der digitalen Gesellschaft begeistern und fördern.
  • Schulbuchverlage, die Verständnis und Neugier für ökonomische Zusammenhänge wecken.
Eine Bewerbung ist bis zum 31. Juli 2018 über die SCHULEWIRTSCHAFT-Webseite möglich.
Am 5. Dezember 2018 werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie öffentlich ausgezeichnet.

Veranstaltungen

Kaufmännische KWB-Ausbildungsleitertagung 2018

Unter dem Thema "Digitalisierung: Alles neu in der Ausbildung?" treffen sich Ausbildungsverantwortliche zur diesjährigen kaufmännischen Ausbildungsleitertagung am 12./13. Juni 2018 in Hamburg. Partner der Veranstaltung sind der Norddeutsche Unternehmensverband AGA sowie die Kühne Logistics University, in deren Räumlichkeiten in der Hafencity die Tagung stattfindet. Von Fragen, wie wir in einer immer stärker digitalisierten Welt zukünftig leben, lernen und arbeiten über kaufmännische Kompetenzen im digitalen Wandel bis hin zur Herausforderung, die neue (?) Arbeitwelt mit den alten (?) Rahmenbedingungen für die Ausbildung zu gestalten, werden zahlreiche praktische Aspekte der Thematik aufgegriffen. Direkt nutzbare Erfahrungen, hohe Praxisanteile und gute Vernetzungsmöglichkeiten zeichnen die KWB-Ausbildungsleitertagungen aus. Das detaillierte Programm sowie Anmeldeunterlagen finden Sie auf der KWB-Homepage.   

MINT Zukunft schaffen!-Jubiläumskonferenz: Save the date

MINT Zukunft schaffen! feiert 2018 seinen zehnten Geburtstag. Die Jubiläumskonferenz unter dem Motto: „MINT-Bildung auf dem Weg ins Jahr 2028. Disruptiv, offen, sozial, flexibel, interkulturell“  wird am 2. Oktober 2018 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin stattfinden. Eine Anmeldung ist bereits jetzt möglich.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Volker Born (ZDH), Vorsitzender des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Christina Mersch (DIHK), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein