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KWB-News Aus- und Weiterbildung


28.02.2018

Berufsbildungspolitik

Positive Tendenzen am Ausbildungsmarkt

Aktuelle Meldung der Bundesagentur für Arbeit:
Von Oktober 2017 bis Februar 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 364.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 9.000 weniger als im Vorjahresmonat (-2 %). Gleichzeitig waren 429.000 Ausbildungsstellen (davon 99,5 % betrieblich) gemeldet, 14.000 mehr als vor einem Jahr (+ 3 %). Eine Zunahme der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen war in fast allen Ländern zu verzeichnen; Ausnahmen waren lediglich Bremen und Niedersachsen.
Der Ausbildungsmarkt ist im Februar aber noch sehr stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh. 

Integration in den Arbeitsmarkt: Alles auf einen Blick

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben gemeinsam das Angebot www.erfolgreich-integrieren.de ins Leben gerufen. Die Webseite widmet sich dem Thema Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Sie ermöglicht es Interessierten, die vielfältigen Informationen und Angebote zur Arbeitsmarktintegration zentral abzurufen. Daneben werden die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Einstellung von Flüchtlingen erklärt und eine Vielzahl von Praxisbeispielen zeigt auf, wie eine erfolgreiche Integration im Unternehmen gelingen kann. Die Sammlung der Praxisbeispiele ist das Herzstück der Webseite. Sie ermöglicht es den Unternehmen, zum einen ihr Engagement bei der Integration von Flüchtlingen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und zum anderen bestehende Strukturen besser untereinander zu vernetzen. Auf der Webseite findet man außerdem Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen, Neuigkeiten, Publikationen sowie weiterführende Links. Mit ihrem Angebot machen BDA, BDI, ZDH und BA deutlich, dass ein erfolgreicher Einstieg in die Arbeitswelt ein wichtiger Schlüssel für eine gelungene Integration ist. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und im letzten Jahr einiges getan, um den Einstieg zu erleichtern. So wurde insbesondere in weiten Teilen Deutschlands bei dem Verfahren zur Erteilung der Arbeitserlaubnis die Prüfung ausgesetzt, ob bevorrechtigte inländische Arbeitnehmer zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung). Hierdurch wurde das Verfahren zur Erteilung einer Arbeitserlaubnis zwar vereinfacht, es ist aber weiterhin zu bürokratisch und langwierig. Die Verfahren müssen noch weiter vereinfacht und beschleunigt werden.

Neues Positionspapier
„Digitale Bildung – Positionen und Forderungen der chemischen Industrie”

Die gesamte Bildungskette von der Grundschule bis zur Universität nimmt das jüngste Positionspapier der chemischen Industrie in den Blick und erläutert detaillierte Forderungen zum Themenkomplex der digitalen Bildung. Die Ansätze im Bereich der beruflichen Bildung gelten dabei nicht nur für Berufe der Chemiebranche, sondern können auf viele andere Branchen übertragen werden. Ein gänzlich neuer Ausbildungsberuf wird jedoch nicht gesehen, denn Ausbildungsordnungen des dualen Systems sind technologieoffen formuliert und ermöglichen es schon heute, digitale Kompetenzen zu vermitteln. 

DIHK-Thema der Woche: Sind Berufsschulen fit fürs digitale Zeitalter?

In seinem Thema der Woche beschäftigt sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in der 8. KW mit den Berufsschulen und ihrer Ausgangsposition für die digitale Zukunft. Der im Koalitionsvertrag von Union und SPD angekündigte Berufsbildungspakt entspricht den langjährigen Forderungen des DIHK und wird positiv bewertet. Investitionen in digitale Ausstattung, aber auch in die Aus- und Weiterbildung des pädagogischen Personals werden als dringend erforderlich begrüßt. Kritisch bewertet werden die in Aussicht gestellten Mittel, allein für die Berufsschulen sind aus der Sicht der Kammern 2,5 Mrd Euro erforderlich.

Ausbildung

Betriebliche Ausbildungspartnerschaften kleiner und mittlerer Betriebe

Sich am Ausbildungsmarkt zu behaupten, ist für viele Betriebe kleiner und mittlerer Größe schwer. Können Zusammenschlüsse zu Ausbildungspartnerschaften ein Weg sein, ihre Position am Ausbildungsmarkt zu stärken? „Ja“, sagt die Mehrheit der vom BIBB hierzu befragten Berufsbildungsfachleute aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Aus ihrer Sicht können kooperative Ausbildungsformen, in denen die Partner ihre Ausbildungsressourcen und -kompetenzen bündeln, nicht nur dazu beitragen, dass sich kleine und mittlere Betriebe weiterhin in der Ausbildung engagieren. Sie sehen darin auch eine Chance, dass deren Ausbildungsangebote bei Jugendlichen (wieder) an Attraktivität gewinnen. Ein einheitliches Modell, mit dem sich dies erreichen lässt, scheint es aber nicht zu geben. Stattdessen führen viele Wege zum Ziel.

Die Ergebnisse aus dem jüngsten BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung stehen jetzt zum kostenlosten Download bereit.


Ausschreibungen

Europa kennenlernen: BDA vergibt Reisestipendien an junge Erwachsene

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vergibt im zweiten Jahr in Folge in Kooperation mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Reisestipendien an junge Menschen. Mit den Reisestipendien sollen Jugendliche und junge Erwachsene dabei unterstützt werden, die europäischen Nachbarländer kennenzulernen, sich mit aktuellen kulturellen oder politischen Entwicklungen von gesamteuropäischer Relevanz auseinanderzusetzen und als Botschafter für ein vereintes Europa unterwegs zu sein.
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer: „Ich freue mich, dass wir mit dem Reisestipendium in die zweite Runde gehen. Die Jugendlichen haben dadurch die Chance, Europa besser kennenzulernen und ein tiefes Verständnis für die europäische Idee zu entwickeln.“
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18. März 2018. Mitmachen können alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die 2018 zwischen 18 und 27 Jahre alt sind und in einem der EU-Mitgliedsstaaten ihren Wohnsitz haben. Reiseberichte der Teilnehmer – zur Bedeutung offener Grenzen, zur Digitalisierung in der Arbeitswelt, zu möglichen Ausbildungen in Europa und zur Bewältigung des Klimawandels – können auf den Social-Media-Kanälen der BDA (Twitter: @DieBDA, Facebook: @dieBDA) verfolgt werden.
Weitere Informationen, Vergabebedingungen und das Bewerbungsformular finden sich auf der Homepage der Schwarzkopf-Stiftung

Innovative Netzwerke gesucht

Gut ausgebildete Fachkräfte wollen nur in Ballungsräume, in der Provinz kann man sie nicht halten - dieses Urteil kann mit gut entwickelter innovativer Netzwerkarbeit zum Vorurteil gemacht werden. Auch in diesem Jahr würdigt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Netzwerke, die wirksame Projekte und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in den Regionen initiieren. Das Innovationsbüro "Fachkräfte für die Region" organisiert den Wettbewerb. 
Bewerben können sich Zusammenschlüsse von mindestens drei regionalen Partnern, die sich verpflichtet haben, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. Die Unterlagen sollten bis zum 19. März unter der Adresse www.innovative-netzwerke.fachkraeftebuero.de eingegangen sein.Die Sieger profitieren von einer bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; außerdem kann jeweils ein Netzwerkpartner am IHK-Lehrgang "Netzwerkkoordinator/-in zur Fachkräftesicherung" teilnehmen. Die feierliche Auszeichnung der Gewinner erfolgt am 14. Juni beim sechsten Innovationstag in Berlin.


Veranstaltung

Save the date:
Kaufmännische KWB-Ausbildungsleitertagung 12./13. Juni 2018 in Hamburg

Die diesjährige kaufmännische KWB-Ausbildungsleitertagung findet am 12./13. Juni in Hamburg statt. Als Kooperationspartner konnte der AGA Unternehmensverband, Norddeutschlands größter Unternehmensverband für Handel und Dienstleistung, gemeinsam mit der Kühne Logistics University (KLU) gewonnen werden. Der Veranstaltungsort bei der KLU liegt in der modernen Hafencity mit Blick auf die Elbphilharmonie und ist für sich schon eine Reise wert. Spannende Vorträge, Impulse und Workshops rund um die Thematik der Digitalisierung in der Ausbildung stehen ebenso auf dem Programm wie zahlreiche Möglichkeiten des Kennenlernens, Austausch und der Vernetzung. Detaillierte Angaben zu Programm, Anmeldemöglichkeiten etc. finden Sie in Kürze auf der KWB-Homepage

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Volker Born (ZDH), Vorsitzender des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Christina Mersch (DIHK), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein