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KWB-News Aus- und Weiterbildung


30.01.2018

Bildungspolitik

Zwischen Deutschland und Frankreich ist Bewegung -
auch Auszubildende sind grenzüberschreitend mobil

Im Januar 1963 wurde der Élysée-Vertrag als Grundlage für eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit besiegelt. Neben Austauschprogrammen für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende sollen auch mehr junge Auszubildende für einen Auslandsaufenthalt im Partnerland gewonnen werden. Dies ist das Anliegen des Programms „Berufsbildung ohne Grenzen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Aus Sicht von DIHK-Präsident Eric Schweitzer sind Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung „eine Win-Win-Situation: Unternehmen können ihre Ausbildungsplätze besser vermarkten, erhalten hochmotivierte Auszubildende und neue Auslandskontakte. Auslandsaufenthalte fördern zudem die Persönlichkeit der Auszubildenden und jungen Fachkräfte – der Fachkräfte von morgen. Grenzüberschreitende Mobilität in der Berufsbildung ist eine lohnende Investition in die Zukunft Europas und legt belastbare Grundsteine für eine erfolgreiche, zunehmende Arbeit in interkulturellen Teams.“
Für den ZDH-Präsidenten Hans Peter Wollseifer kann die grenzüberschreitende Berufsausbildung dazu beitragen, „die Attraktivität beruflicher Bildung insgesamt zu erhöhen und zudem die Grundlage für künftige gute wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen über Grenzen hinweg zu legen. Die Förderung von Auslandspraktika für Auszubildende und junge Fachkräfte, gerade auch mit Frankreich, ist für das Handwerk ein wichtiges Anliegen. Allerdings ist der organisatorische Aufwand hoch. Deshalb benötigen gerade kleine und mittlere Betriebe eine kompetente und flächendeckende Unterstützungsstruktur. Genau hier setzen wir mit der Mobilitätsberatung von „Berufsbildung ohne Grenzen“ an“, erläutert Wollseifer.  
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie leistet mit seinem Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ einen konkreten Beitrag zur grenzüberschreitenden Mobilität in der beruflichen Bildung und fördert gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sogenannte Mobilitätsberaterinnen und -berater. Diese unterstützen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die ihren Auszubildenden, jungen Fachkräften oder betrieblichen Ausbildern einen Lern- und Arbeitsaufenthalt im Ausland ermöglichen möchten.
Die Vermittlungszahlen im Programm können sich gerade mit Blick auf Frankreich sehen lassen: Sowohl als Zielland als auch als Herkunftsland belegt Frankreich aktuell Platz 2 nach England. Der Austausch zwischen den beiden Partnerländern soll künftig noch weiter intensiviert werden. 

Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen 2017

Zum Jahresbeginn legt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) seine Ergebnisse der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen vor. Im Jahr 2017 sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Gesamtdurchschnitt um 2,6 % gestiegen, dies entspricht dem Niveau der Tarifverdienste. Der Anstieg der Vergütungen erfolgte im 20. Jahr in Folge.
Rund 25 % der Auszubildenden erreichen inzwischen eine monatliche Vergütung von 1.000 € und mehr. Auf 750 € und mehr kommen sogar knapp 80 % der Auszubildenden. Detaillierte Zahlen und Übersichten finden sich in den Auswertungen des BIBB.

Publikationen

BDA-Geschäftsbericht 2017

Die Themen und Schwerpunkte der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sind breit gefächert. Allein unter dem Stichwort „Bildung“ finden sich zahlreiche Positionen und Stellungnahmen, aber auch Aktivitäten vom vorschulischen bis zum akademischen Bereich. Alle Tätigkeitsbereiche und Zusammenhänge finden sich im Geschäftsbericht der BDA, der nunmehr online für das Jahr 2017 vorliegt.

Umsetzungshilfe für den Bereich Sanitär-Heizung-Klima erschienen

Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik werden seit dem Ausbildungsjahr 2016 auf der Grundlage von aktualisierter Ausbildungsordnung und modernisiertem Rahmenlehrplan ausgebildet. Gemeinsam mit dem Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA e.V.), der IG Metall und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK e.V.) hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt eine entsprechende Umsetzungshilfe innerhalb der BIBB-Reihe "Ausbildung gestalten" vorgelegt. Die Veröffentlichung richtet sich an Ausbilderinnen und Ausbilder, Auszubildende, Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer sowie an Prüferinnen und Prüfer und enthält eine Vielzahl an Informationen sowie praktische Handlungshilfen zur Planung und Durchführung der betrieblichen und schulischen Ausbildung. Die BIBB-Reihe "Ausbildung gestalten" bietet seit rund 25 Jahren berufsspezifische Umsetzungshilfen für neue und modernisierte Ausbildungsberufe. Mit ihren konkreten Tipps und praktischen Anleitungen richtet sie sich direkt an die Ausbildungspraxis und unterstützt das Ausbildungspersonal bei der täglichen Arbeit mit den Auszubildenden. Das BIBB erarbeitet die Umsetzungshilfen in Zusammenarbeit mit einem Autorenteam, das sich aus Sachverständigen des Neuordnungsverfahrens zusammensetzt.  
Die Umsetzungshilfe steht beim BIBB zum kostenlosen Download bereit oder kann als Druckversion zum Preis von jeweils 24,90 Euro bestellt werden.

Arbeitsmarkt Kultur

Unter den Stichworten „Kultur“ und „Medien“ ist zumeist die Rede von Künstlerinnen und Künstlern, Absolventinnen und Absolventen der Kunst- und Musikhochschulen und ihrer oftmals schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt, seltener jedoch von den dualen Ausbildungen, die in diesem Bereich angeboten werden. Im Fokus einer Dokumentation ARBEITSMARKT KULTUR des Deutschen Kulturrates stehen daher duale Ausbildungsberufe in der Kultur- und Medienbranche, deren Absolventinnen und Absolventen beste Zukunftsperspektiven haben. In zahlreichen Beiträgen werden die Berufe mit ihren Schwerpunkten, Chancen und Entwicklungsperspektiven vorgestellt. Auch der duale Partner, die Berufsschule, präsentiert ihren Anteil an der erfolgreichen Ausbildung in einem eigenen Aufsatz.

Profilehrkraft.de

Eine entscheidende Schlüsselrolle für die Qualität des Bildungssystems liegt bei den Lehrerinnen und Lehrern. Für das pädagogische Personal ist es daher wichtig, die eigene Arbeit kontinuierlich zu reflektieren und zu evaluieren. Hilfe und Unterstützung bietet dabei jetzt das Portal „PROFILehrkraft“, das von BDA und SCHULEWIRTSCHAFT freigeschaltet wurde. Mit Hilfe verschiedener Items kann das eigene professionelle Handeln gesichtet und Handlungs- oder Fortbildungsbedarf konkretisiert werden. SCHULEWIRTSCHAFT hat PROFILehrkraft mit Expertise aus Schule, Schulberatung, Fortbildung und der BDA formuliert. Ziel ist es, zur Personalentwicklung von guten und qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern beizutragen, die offen sind für neue Herausforderungen und Wege.
Nicht nur Quer- und Späteinsteiger in die Pädagogik, auch langjährige Profis und ebenso betriebliche Ausbildungsverantwortliche finden hier interessante und hilfreiche Unterstützung. 

Höhere Berufsbildung

In der Sache ein wichtiges Thema, aber eine nicht unumstrittene Begrifflichkeit. Anfang 2018 hat auch die Konrad-Adenauer-Stiftung das Thema aufgegriffen und ihm eine eigene Publikation gewidmet, die die Grundlagen der aktuellen Diskussion zusammenfasst. In den Kapiteln „Fakten & Zahlen“, „Ambitionen & Karriere“, „Höhere Berufsbildung & Wettbewerbsfähigkeit“ sowie „Wandel & Gestaltung“ wird die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und erklärt. Ein klares Bekenntnis zur beruflichen Bildung wird ebenso deutlich wie der Aufruf, das Erfolgsmodell unter dem Stichwort „Berufsbildung 4.0“ weiter zu entwickeln und an die Digitalisierung in der Arbeitswelt anzupassen.

Ausschreibungen

"Digital Youngsters 2018"

WorldSkills Germany, die Förderinitiative für nationale und internationale berufliche Wettbewerbe, sucht die "Digital Youngsters 2018".
Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und sie verändert die Aus- und Weiterbildung.
  • Wie werden wir in Zukunft lernen und lehren?
  • Welche Potentiale bieten sich und welche Herausforderungen gilt es zu lösen?
  • Wie verändern sich Lern- und Arbeitsprozesse?
Mit dem Wettbewerb "Digital Youngsters" geben WorldSkills Germany und seine Partner den Menschen eine Stimme, die in Zukunft die Arbeitswelt aktiv gestalten werden: jungen Fachkräften, die sich wie selbstverständlich in der digitalen Welt bewegen. Auszubildende sollen in möglichst berufsübergreifenden Teams ihre ganz eigene Vision vom Lernen und Arbeiten im Jahr 2030 entwickeln.
Nach einem erfolgreichen Start des Wettbewerbs 2016/17 geht der Wettbewerb 2018 in eine neue Runde. Die Visionen der von der Wettbewerbsjury ausgewählten Finalteams werden von einem Kamerateam professionell dokumentiert. Im Herbst 2018 findet die finale Präsentation der Konzepte statt. Die Gewinner sind die "Digital Youngsters 2018" und ihre Vision wird per 3D- oder Virtual Reality-Darstellung visualisiert.
Der Wettbewerb "Digital Youngsters 2018" startet Anfang Februar 2018. Unternehmen und Berufsschulen sind aufgerufen, sich mit Ihren Auszubildenden an dem bundesweiten Wettbewerb zu beteiligen und Deutschland zu zeigen, welche Visionen Ihre Fachkräfte / Schüler von der Zukunft der beruflichen Bildung und der Arbeitswelt von morgen haben. 

Blueprint for Sectorial Cooperation on Skills -
Ausschreibung der EU-Kommission

Fachkräftesicherung und die Schaffung gemeinsamer europäischer Initiativen bilden die Grundideen der Ausschreibung der EU-Kommission. In den ausgewählten Sektoren
  • additive Fertigungsverfahren (additive manufacturing),
  • Bau,
  • Seeschifffahrt,
  • grüne Technologie und erneuerbare Energie,
  • Papierindustrie (paper-based industry) sowie
  • Stahl
werden im Rahmen des Programms ERASMUS+ europäische Partnerschaften und Projekte gefördert. Die Partner, z. B. Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und Europäische Sektoreinrichtungen, analysieren den Bedarf an Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen in den jeweiligen Sektoren. Sie erarbeiten gemeinsam Strategien, um Fachkräfte zu generieren, welche diese Anforderungen erfüllen.
In jedem ausgewähltem Sektor wird ein 4-jähriges Projekt mit 80 % der Gesamtkosten, maximal aber 4 Mio Euro., gefördert. Die Ergebnisse sollen möglichst weit verbreitet werden, wobei das „roll-out“ und die Umsetzung der Konzepte den nationalen und regionalen Institutionen überlassen bleibt.

Bewerbungsfrist ist der 28. Februar 2018.

Eine erste Runde des „Blueprint“ läuft bereits in den Pilot-Sektoren Automobil, Textil, Verteidigung, Tourismus, maritime Technologien und Weltraum.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Volker Born (ZDH), Vorsitzender des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Christina Mersch (DIHK), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein