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KWB-News Aus- und Weiterbildung


30.11.2017

Bildungspolitik

„Auf die Ausbilder und Lehrer kommt es an“
BIBB-/BMBF-Fachkonferenz zu Berufsbildung 4.0

„Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet neue Möglichkeiten bei der didaktisch-methodischen Ausgestaltung der dualen Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Diese Möglichkeiten bieten die einmalige Gelegenheit eines dringend gebotenen Attraktivitätsschubs für die berufliche Bildung, die wir unbedingt nutzen müssen.“ Dies betonte der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, zum Auftakt einer Fachkonferenz unter dem Titel „Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung“. Rund 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungspraxis diskutierten über die Herausforderungen und Chancen, die in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts zu erwarten sind. Die Digitalisierung erfordere auch eine entsprechende Qualifizierung und Weiterbildung des Ausbildungs- und Lehrpersonals, so Esser weiter. „Das BIBB wird sich deshalb für eine bundesweite Initiative ‚Ausbildungspersonal und Digitalisierung‘ einsetzen...“

Bundespräsident ruft "Themenwoche Berufliche Bildung" aus

Unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kooperation mit Sozialpartnern, Kammerorganisationen, BIBB und KMK wird in der Zeit vom 16. bis 20. April 2018 erstmals eine "Themenwoche Berufliche Bildung" stattfinden. In der Themenwoche sollen die Attraktivität und der Stellenwert der beruflichen Bildung öffentlichkeitswirkam herausgestellt werden. 
Dabei soll die Arbeit in den Schulen (Berufsorientierung), Berufsschulen und Betrieben herausgestellt und mit Namen, Gesichtern und Geschichten verbunden werden.
Darüber hinaus gilt es, das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Bereich der Berufsausbildung, aber auch die Bedeutung der beruflichen Bildung für die Bereiche Inklusion und Integration von Flüchtlingen zu würdigen. Vorschläge und Hinweise auf Veranstaltungen leitet das KWB gerne an die Organisatoren weiter.

EU-Kommission veröffentlicht Bildungsmonitor für die EU

Die EU-Kommission hat Mitte November die sechste Auflage des jährlichen Monitors für die allgemeine und berufliche Bildung veröffentlicht. Der Bericht untersucht den Fortschritt im Bildungsbereich in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten und erstellt daraus einen EU-Durchschnitt. Die Studie orientiert sich an den sechs Zielen der EU-Strategie für die allgemeine und berufliche Bildung 2020. Der diesjährige Bericht konstatiert eine gesunkene Schulabbrecherquote und steigende Bildungsausgaben. 
Der zugehörige Länderbericht für Deutschland wartet mit vielen positiven Tendenzen auf. 

MINT-Herbstreport 2017

Im Auftrag von BDA, BDI, Gesamtmetall und der Initiative "MINT Zukunft schaffen" erstellt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln halbjährlich im Frühjahr und Herbst ein MINT-Reporting zu Angebot und Nachfrage auf dem MINT-Arbeitsmarkt sowie Kennzahlen zur MINT-Bildung. Der MINT-Herbstreport 2017 wurde am 16.11.2017 vorgestellt.  Einige der wichtigsten Befunde: 
  • Mit 290.900 fehlenden Fachkräften erreicht die MINT-Lücke einen neuen Rekordstand.
  • Ohne den Beitrag ausländischer Arbeitnehmer wäre die MINT-Lücke um 118.100 Fachkräfte höher und läge bei 409.000.
  • Bis zum Jahr 2020 ergibt sich ein Potenzial von 27.600 bis 46.800 MINT-Beschäftigten durch die Flüchtlingsmigration.
  • Sowohl beim Breitbandinternet als auch bei den Digitalisierungspatenten zeigt sich ein West-Ost-Gefälle.
  • Der von OECD und KMK Mitte September 2017 verkündete Spitzenplatz der MINT-Bildung in Deutschland im internationalen Vergleich ist kritisch zu hinterfragen.
  • Die Situation im Bereich der beruflichen MINT-Qualifikationen ist problematisch, nur noch 18,8 % der 30- bis 34-Jährigen verfügen über eine berufliche MINT-Qualifikation.

BDA-Position
"Ja zur Stärkung der Aufstiegsfortbildung, Nein zum Systemumbau"

In der politischen Diskussion über die Weiterentwicklung der Aufstiegsfortbildung und die Höhere Berufsbildung hat sich die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in einer Stellungnahme klar positioniert. Die Arbeitgeber sprechen sich für eine Stärkung und Aktualisierung der Fortbildungsabschlüsse aus, sie fordern u.a. einen Ausbau der Fortbildungsförderung, weitere Kooperationsmodelle zwischen Aus- und Fortbildung, mehr Durchlässigkeit und stärkere Einbeziehung der Partner der Berufsbildung. Ebenso deutlich spricht sich die BDA gegen einen Systemumbau bei der Aufstiegsfortbildung aus, auch die Begrifflichkeiten von Bachelor bzw. Master Professional werden abgelehnt. 

Arbeit 4.0 Förderprogramm: unternehmensWert:Mensch plus

Die Initiative unternehmensWert:Mensch unterstützt mit passgenauen Beratungsdienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung moderner, mitarbeiterorientierter Personalstrategien. In der Erweiterung des Programms unter dem Titel uwm-plus will es die Chancen der Digitalisierung gewinnbringend für KMU einsetzen und helfen, den digitalen Umbruch in der Arbeitswelt als Chance zu nutzen. Das Arbeiten 4.0-Sofortprogramm unterstützt im Rahmen einer professionellen, geförderten Unternehmensberatung dabei, Unternehmen fit für die Digitalisierung zu machen, innovative Konzepte für die Arbeit in der digitalen Transformation zu erproben und so individuelle und passgenaue Lösungen zu gestalten.

Ausbildung

Der Ausbildungsmarkt im „fünften Quartal“

Der Ausbildungsmarkt im „fünften Quartal“ ist noch deutlich in Bewegung. Viele junge Menschen suchen noch eine Ausbildungsstelle zum sofortigen Beginn. Von Anfang Oktober bis Mitte November 2017 waren bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern insgesamt 54.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Berufsausbildungsstelle zum sofortigen Beginn suchten. Das waren 1.000 mehr als im Vorjahreszeitraum (+2 %).
Um vor allem leistungsschwächere junge Menschen beim Einstieg ins Berufsausbildungssystem zu unterstützen, werden von der Wirtschaft betriebliche Einstiegsqualifizierungen (EQ) bereitgestellt. Im November 2017 befanden sich nach vorläufigen, hochgerechneten Daten 12.100 junge Menschen in einer Einstiegsqualifizierung. Das waren 1.100 mehr als im November des letzten Jahres (+10 %). 3.800 gemeldete Stellen für Einstiegsqualifizierungen waren im November noch unbesetzt.
Seit Mai 2015 gibt es das Instrument der „Assistierten Ausbildung“. Damit sollen förderungsbedürftige junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe während einer betrieblichen Berufsausbildung unterstützt werden, damit die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Maßnahme kann auch eine vorgeschaltete Phase zur Ausbildungsaufnahme enthalten. Mitte November 2017 nahmen, nach vorläufigen, nicht hochgerechneten Daten, 9.800 junge Menschen an einer Maßnahme der Assistierten Ausbildung teil. Das waren 3.200 mehr als im Vorjahresmonat (+48 %).

Mit Teilqualifikationen Richtung Berufsabschluss
IHK-Förderprojekt "Chancen nutzen!" gestartet 

Viele IHKs und Bildungsträger haben bereits im Pilotprojekt zur Zertifizierung von Teilqualifikationen gute Erfahrungen gemacht, jetzt schaffen die IHKs ein flächendeckendes Angebot. Um einen wirkungsvollen Beitrag zur Qualifizierung geringqualifizierter Erwachsener zu leisten, baut die IHK-Organisation als praxisnaher Partner ein bundeseinheitliches Angebot an Teilqualifikationen (TQs) auf – nicht zuletzt im Interesse der Fachkräftesicherung. Menschen ab 25 Jahren, für die eine Erstausbildung nicht mehr in Frage kommt, eröffnen diese TQs die Chance, Schritt für Schritt berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, um am Ende einen Berufsabschluss nachzuholen.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird seit dem 1. Oktober vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

IHK-Lehrstellenbörse goes Instagram

Neben ihrem Facebook-Auftritt bedient die IHK-Lehrstellenbörse seit Mitte November auch Instagram. Unter www.instagram.com/ihklehrstellenboerse soll es künftig an jedem Wochentag neue (Bild-) Beiträge mit Tipps und Infos geben:
  • Unter dem Hashtag #MotivationMonday werden montags Kampagnenfotos zur Attraktivität der Ausbildung veröffentlicht,
  • dienstags gibt es #RechteundPflichten: Informationen aus der Ausbildungsverordnung mit Azubi-Nutzwert,
  • am Mittwoch wird der #BerufderWoche vorgestellt;
  • donnerstags heißt es #Ausbildungundjetzt? mit Infos zum Thema Weiterbildung und
  • an Freitagen erhalten die Leser #Bewerbungstipps.
Alternativ werden auch anlassbezogen Beiträge gepostet. Der "reguläre" Internetauftritt unter www.ihk-lehrstellenboerse.de bleibt selbstverständlich bestehen.

IW-Trendaufsatz: „Einflussfaktoren der Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder Studium“

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an.
Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 % ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. Entsprechend stellt sich die Frage, welche Faktoren bei der Entscheidung über den Bildungsweg nach dem Abitur eine Rolle spielen und wie diese optimiert werden könnte. Hierzu hat das Institut der deutschen Wirtschaft jetzt eine aktuelle Untersuchung vorgelegt.
Auswertungen mit den Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen, dass neben den Interessen der Jugendlichen die verfügbaren Informationsquellen und der erwartete Nutzen – insbesondere einer Ausbildung – Einfluss auf ihre Bildungsentscheidung haben. Beispielsweise entscheiden sich Jugendliche mit künstlerischen Interessen eher für ein Studium als für eine Ausbildung. Umgekehrt entscheiden sich Abiturienten eher für eine Ausbildung, wenn sie damit eine sichere und prestigeträchtige Berufstätigkeit verbinden. Zudem spielt die Berufsorientierung eine wichtige Rolle. Um Informationsdefiziten entgegenzuwirken und eine fundierte Bildungsentscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium zu ermöglichen, sollten weiterführende Schulen und eine Berufsberatung in der Oberstufe künftig ausgewogener über Ausbildung und Studium informieren, für alle Interessen und Neigungen die passenden Informationen bereitstellen und insgesamt praxisnäher informieren.

Berufsausbildung - Schlüssel zur Integration
BIBB-Analysen zur beruflichen Integration von Geflüchteten

Um nach Deutschland geflüchtete Menschen durch berufliche Bildung künftig noch besser zu integrieren, wird es entscheidend darauf ankommen, in qualitativer und quantitativer Hinsicht individuell passende Angebote bereitzustellen. Diese müssen der Vielfalt der Bildungsvoraussetzungen, Lebenslagen, Fluchterfahrungen und dem Alter der geflüchteten Menschen gerecht werden. Bestehende Fördermaßnahmen zur Vorbereitung auf eine Ausbildung sollten in Richtung Unterstützung und kontinuierliche Begleitung innerhalb von Regelangeboten weiterentwickelt werden. Zudem ist für die Vermittlung grundlegender Kompetenzen von Beginn an genügend Zeit einzuplanen und die Sprachförderung in bestehende Angebote zu integrieren.Dies sind einige der zentralen Ergebnisse von Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführt wurden. Das "Wissenschaftliche Diskussionspapier" mit dem Titel "Geflüchtete und berufliche Bildung" steht online zur Verfügung.

Berufsbildung von A - Z

Spezialisierte Fachbegriffe kommen manchmal als Bildungschinesich daher, vor allem, wenn man nicht täglich mit der Materie umgeht. Der Deutsche Bauernverband hat für seine "grünen Berufe" ein Bildungsglossar online gestellt, das nicht nur für die grüne Branche von Interesse ist. 

Veranstaltungen

didacta 2018 in Hannover – die Bildungsmesse (20. bis 24. Februar)

Die didacta 2018, weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse, findet vom 20. bis 24. Februar des kommenden Jahres in Hannover statt. Ein starkes Zeichen für mehr und bessere Bildung erwarten nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Ausbilderinnen und Ausbilder, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft von der Messe.
Zu den Institutionen, die sich den Herausforderungen durch die Digitalisierung im Bildungsbereich erfolgreich stellen, gehört das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. Dessen Direktor Professor Christoph Meinel kündigt für die didacta 2018 zwei wichtige Projekte an: „Deutschland hat Nachholbedarf in puncto Digitale Bildung – das haben der Wahlkampf und viele Studien gezeigt. Das Hasso-Plattner-Institut engagiert sich seit vielen Jahren im digitalen Bildungsbereich und wird auf der didacta 2018 zwei wichtige Zukunftsprojekte präsentieren: Die Online-Bildungsplattform openHPI, auf der sich Interessenten in kostenlosen Massive Open Online Courses (MOOCs) zum Thema IT und Innovation weiterbilden können. Die 2012 gegründete Plattform konnte inzwischen mehr als 400 000 Teilnehmer mit ihren allgemeinverständlichen Inhalten erreichen. Außerdem stellen wir die Schul-Cloud vor, die derzeit von Wissenschaftlern am HPI entwickelt und an 27 ausgewählten Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC in Deutschland getestet wird. Die Schul-Cloud soll Lehrern und Schülern den Zugang zu digitalen Lehr- und Lerninhalten verschiedener Anbieter ermöglichen.“ 

BDA-Forum auf der Bildungsmesse didacta 
Podiumsrunde „Bildungsgerechtigkeit – schon da oder noch weit weg?“

21. Februar 2018, 11.00 - 11.45 Uhr, didacta, Hannover

Zur Frage der Bildungsgerechtigkeit diskutieren Dr. Gerhard F. Braun, BDA-Vizepräsident, Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Mareike Wulf, CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen, Mark Honsell, Alumnus der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, und Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Moderation übernimmt Armin Himmelrath. 

Auszeichnungen

Arbeitgeberpreis für Bildung 2017

Der diesjährige Arbeitgeberpreis für Bildung stand unter dem Motto: „Entwickle deine Zukunft!“ Mädchen und Frauen für Technik und Digitalisierung begeistern.

In der Kategorie „Berufliche Bildung“ wurde die Max-Eyth-Schule in Kassel ausgezeichnet.
Die berufliche Schule legt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf den MINT-Bereich und fördert Mädchen und junge Frauen in besonderer Weise. Ihr Schulentwicklungsprojekt „Junge Frauen in MINT-Berufe“ fördert bereits seit 2007 gezielt Frauen und begeistert sie für MINT-Themen. Auch in der Lehrerfortbildung findet sich dieser Schwerpunkt wieder. Dabei ist es für Lernende und Lehrende selbstverständlich, moderne Tools wie eine Online-Plattform oder digitale Diagnosetests einzusetzen. Die Schule nutzt ihre Kooperationen zu Unternehmen, Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen und Stiftungen auch zur Evaluation und stetigen Verbesserung ihrer Arbeit.
Weitere Preisträger:

  • „Tageseinrichtung für Kinder Solitudestraße“ in Stuttgart
  • Viktor-Karell-Schule, Staatliche Realschule Landau a.d. Isar
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Frauenstudiengang „Informatik und Wirtschaft“

Hermann-Schmidt-Preis 2017 - Vier Projekte der beruflichen BIldung für die digitalisierte Arbeitswelt ausgezeichnet

Der Einsatz neuer digitaler Technologien wird die Arbeitswelt von morgen grundlegend verändern. Der diesjährige Hermann-Schmidt-Preis zeichnet Projekte aus, die sich bereits heute auf die kommenden Qualifikationsanforderungen der Beschäftigten, die Ausbildungsberufe und Berufsbilder, die Fachkräftenachfrage, die Lernformen und -umgebungen sowie nicht zuletzt auch auf die berufliche Weiterbildung vorbereiten. Aus den 26 Einreichungen erhielt die "Excellence Initiative Industrie 4.0" der  Berufsbildenden Schulen Osnabrück, Brinkstraße, den Hermann-Schmidt-Preis 2017. Beim prämierten Projekt handelt es sich um ein innovatives Ausbildungskonzept zur Förderung digitaler Kompetenzen. Auszubildende erhalten die Gelegenheit, selbstgesteuert komplexe Problemstellungen im Zusammenhang mit den Herausforderungen von "Industrie 4.0" zu lösen. Hierfür bilden in einer Projekt-AG Auszubildende unterschiedlicher Berufsgruppen in interdisziplinärer Teamarbeit wesentliche Prinzipen des Produktionsprozesses in einer Smart Factory nach. So wurde unter Einsatz intelligenter Lern- und Produktionsmodule sowie Augmented Reality zum Beispiel ein Webshop entwickelt, ein Fahrradcomputer produziert und ein Kamerasystem zur Qualitätssicherung integriert. Die Jury würdigt das inhaltlich und zeitlich sehr anspruchsvolle Projekt und betont insbesondere die guten Voraussetzungen für einen Transfer in weitere berufliche Schulen.
Sonderpreise gingen an:
  • "azubi:web" - Generation:L - Michael Hoffmann e. K., Frankfurt a.M.
  • "eE4home" (Intelligente Energieverteilung) - Berufliche Schule des Kreises
    Nordfriesland in Niebüll
  • "Digitalisierung im Ausbildungsberuf Geomatiker/Geomatikerin" - Staatliche Gewerbeschule Bautechnik, Hamburg

"Friedrich-Edding-Preis" für Berufsbildungsforschung verliehen
Drei herausragende Dissertationen ausgezeichnet

Die Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) hat drei Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für ihre herausragenden Dissertationen in der Berufsbildungsforschung mit dem "Friedrich-Edding-Preis 2017" ausgezeichnet:
  • Nadine Bernhard untersucht in ihrer Dissertation "Durch Europäisierung zu mehr Durchlässigkeit? Veränderungsdynamiken des Verhältnisses von beruflicher Bildung zur Hochschulbildung in Deutschland und Frankreich" den Einfluss europäischer Bildungsprozesse auf die Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung und diskutiert sie mit Blick auf soziale Bildungsungleichheiten.
  • Dr. Viola Deutscher beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der Erfassung und Entwicklung kaufmännischer Kompetenzen. Über welche Kompetenzen müssen Kaufleute verfügen und wie entwickeln sie sich während der Ausbildung? Ihre Dissertation trägt den Titel "Diagnostik beruflicher Kompetenzentwicklung. Eine wirtschaftsdidaktische Modellierung für die kaufmännische Domäne".
  • Befristete Arbeitsstellen sind häufig mit einem niedrigen Einkommen, hohem Arbeitslosigkeitsrisiko und geringen Weiterbildungs- und Aufstiegschancen verbunden. In seiner Dissertation "Closing in on Closure - Occupational Closure and Temporary Employment in Germany" geht Stefan Stuth der Frage nach, wie sich individuelle Befristungsrisiken erklären lassen.

Ausschreibung

Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch berufliche Bildung 
Hermann-Schmidt-Preis 2018: Bewerbungsfrist endet am 19. Januar

Mit dem Hermann-Schmidt-Preis 2018 werden gezielt Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle zur Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch die duale Berufsbildung entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. 
Bei einer Bewerbung sind folgende Bereiche von besonderem Interesse:  
  • Netzwerke für Ausbildungskarrieren
  • Integration von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern
  • Betriebliche Karrieremodelle
  • Integration von Aus- und Weiterbildung, zum Beispiel Berufslaufbahnkonzepte
Duale Studiengänge sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. 
Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.
Der Preis wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis prämieren, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet öffentlichkeitswirksam im Zusammenhang mit dem BIBB-Kongress im Juni 2018 in Berlin statt.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung e.V.
Simrockstraße 13
53113 Bonn
Deutschland

www.kwb-berufsbildung.de
kwb@kwb-berufsbildung.de
Fon: +49 (0)228 / 91523-0

Vertretungsberechtigte:
Dr. Esther Hartwich (DIHK), Vorsitzende des KWB
Dr. Barbara Dorn (BDA), stellvertretende Vorsitzende des KWB
Dr. Volker Born (ZDH), stellvertretender Vorsitzender des KWB
Jürgen Hollstein (Geschäftsführer)

Eintrag im Vereinsregister:
Registernummer 9503
Amtsgericht Bonn

Redaktion:
Jürgen Hollstein